Samstagsplausch {24.02.2018}

180217_045631Guten Morgen liebe Plauscherinnen.
Das Guten-Morgen-Bild zeigt euch noch einmal meine maritime Lampe von einer anderen Seite. Ich liebe diese Lampen.

Zu allererst möchte ich euch für eure Anteilnahme an meinem Chaos und für die vielen lieben Kommentare danken. Das musste ich jetzt einfach mal sagen.
Andrea fragte letzten Samstag, ob wir auch fasten. Als ich das las, dachte ich: Ja, das wäre gut. Zumindest Low Carb. Bei dem Gedanken ist es geblieben. Nur bei dem Gedanken.
Und sonst so? Für mich war es eine sehr depressive Woche. Und das, obwohl ich viele richtig schöne Erlebnisse hatte. Dennoch lag über, unter, zwischen allem so ein dunkler Schatten. Etwas Dumpfes, das nur darauf zu warten schien, aus irgend einer Spalte zu kriechen und mir die Tage zu verderben und in den Nächten den Schlaf zu rauben.
Ich kann es überhaupt nicht leiden, mich so zu fühlen. Ich kann aber dummerweise auch nicht wirklich etwas dagegen tun. Natürlich kämpfe ich dagegen an. Mit Unternehmungen, mit ganz bewusst positivem Denken {das ich mir dann wie Mantras vorsage, in der Hoffnung, dass sich wenigstens ein Teil davon aus dem Bewusstsein in die Gefühlswelt hinüberschleicht}. Wasser hilft meistens. Und meine Fantasie. Dann lege ich mir irgend einen Tagtraum zurecht, in den ich mich flüchte, sobald die dunkle Welle hoch schwappt. Das funktioniert normalerweise recht gut. Nur diese Woche nicht. Diese Woche funktionierte irgendwie gar nichts. Dabei hatte ich durchaus sehr schöne Erlebnisse. Das sagte ich schon, ich weiß. Und nun will ich mir all das Schöne noch mal in Erinnerung rufen, indem ich euch davon erzähle.
Das ging am Samstag, 17. Februar damit los, dass ich die Nacht über nicht hatte schlafen können. Wieso das schön war? Naja, war es nicht so direkt, aber auch nicht schlimm, weil ich ja wusste, dass es die Nachwirkung meiner Extremdienstreise in der vorhergehenden Woche war. Und weil ich wusste, dass ich noch das ganze Wochenende zum Ausruhen vor mir hatte. So war ich nach der durchwachten und mit lesen, stricken, surfen angefüllten Nacht gegen 6 Uhr morgens noch einmal ins Bett gekrochen und kurz nach neun davon aufgewacht, dass der Sohn in der Küche herumkruschtelte.
Erster Gedanke: Wie schön, er ist da.
Zweiter Gedanke: Wie schön, die Sonne scheint.
Dann rückte Mutti mit ihren "Sorgen" heraus. Ich sollte das vielleicht nicht in Gänsefüßchen setzen, denn für sie sind das Sorgen, auch wenn ich darüber lächle. Wer weiß, wie ich mal bin, wenn ich 85 bin. Wenn ich überhaupt so alt werde. *grins*
Jedenfalls… Am 07. März hat Mutti von ihrer Gewerkschaftsgruppe eine Einladung zu einem Kabarettabend. Hin fährt sie mit der Straßenbahn, aber wenn das dort zu Ende ist, ist es ja dunkel. Da würde sie gern abgeholt werden. Das habe ich ihr natürlich versprochen. Nun ist dieses Kabarett aber in der Innenstadt. Also wirklich mitten in der Innenstadt. Dort, wo man mit dem Auto zwar gerade noch so ran fahren, aber kaum halten und erst recht nicht parken kann. Deshalb schlug ich ihr vor, wohin ich mit dem Auto kommen könnte und dass sie dann ca. 200 m laufen und mich dann suchen müsse, weil ich im oder zumindest am Auto bleiben muss. Und nun kam ihr Problem. Sie konnte sich die Straße und die Stelle, an der ich warten wollte, einfach nicht vorstellen. Ja, wenn ich das vorher mal anschauen könnte. Den Gedanken hatte ich auch schon. Also sprang ich ins Auto, holte die Mutti ab, und los ging es in die Stadt. Vor Ort prägte sie sich die Gegebenheiten genau ein und freute sich, dass nun nichts mehr schief gehen kann. Als wir bereits auf dem Rückweg waren, murmelte sie etwas wie: Das Abholen ist nun klar, aber ob ich denn nun den Weg von der Straßenbahn zum Kabarett finde? Da fuhr ich einen Bogen, kehrte noch einmal ins Zentrum zurück und zeigte ihr auch diesem Weg.
Danach fühlte ich mich eine Zeitlang richtig gut. Weil ich draußen gewesen war und weil ich der Mutti eine Freude gemacht und ihre Sorgen genommen hatte.
Kurz darauf begann der zweite Höhepunkt des Tages. Ich sammelte den Sohn ein, holte Katl ab, danach Janice. Gemeinsam holten wir noch ein paar Kleinigkeiten zu naschen und zu trinken, setzten den Sohn zu Hause ab und fuhren weiter in die Therme. Wasser hilft meistens. Jaja. Da wir noch eine Kollegin mit ihren Kindern trafen, hatte Janice Abwechslung, Katl und ich hatten Erholung. Am Abend brachte ich Janice zum Sohn, Katl nach Hause und mich ins Bett *kicher*
Sonntag, 18. Februar
Diesen Tag erwähnen wir nicht.
Montag, 19. Februar
Nach einem trübgrauen Sonntag strahlte am Montag wieder die Sonne. Und ich durfte arbeiten. Ich durfte überhaupt die gesamte Woche arbeiten. Zum Feierabend mochte ich plötzlich nicht in meine Wohnung, also fragte ich den Sohn, ob ich vorbei kommen darf. Er freute sich, zumal auch Janice noch da war. Die beiden hatten am Sonntag gebacken und ich bekam leckeren Zupfkuchen zum Kaffee.
Dienstag, 20. Februar
Diesmal war der Feierabend ein wenig… naja, stressig kann man das nicht nennen. Es war nur alles genau geplant und musste zeitlich ineinander passen. Von der Arbeit aus fuhr ich direkt zu Janice, um sie abzuholen. Von dort aus zum Sohn, weil Königskind Laura dort hin gebracht werden sollte und wir sie da einsammeln wollten. Bedingung war natürlich, dass sie zu einer bestimmten Zeit da ist, weil wir von dort aus zu dritt weiterfahren wollten zu mir nach Hause. Da wollten wir nur das Auto abstellen und uns zu Fuß auf den Weg machen. Wohin? Zum Kino.
Das war der Plan. Und er hat super funktioniert. Angeschaut haben wir uns Die kleine Hexe.
Am Ende sammelten wir noch Christoph ein und ich brachte alle drei zu ihm, wo die Mädels noch ein paar Ferientage gemeinsam verbringen wollten.
Mittwoch, 21. Februar
Für diesen Feierabend hatte ich mich kurzerhand mit Mutti verabredet. Sie hatte neulich erwähnt, dass sie nie weiß, was sie Janice schenken könnte, zum Beispiel zum Geburtstag. Janice wiederum hatte am Wochenende erwähnt, dass sie in der M-Drogerie im Paunsdorf Center wieder eine Wunschbox aufgestellt hat. Also holte ich Mutti ab und schleppte sie dort hin, damit sie sich aus der Wunschbox etwas aussuchen konnte. Sonderlich ergiebig war das nicht, weil die meisten Teile nur Kleinigkeiten waren, die nicht so recht JJs Alter entsprachen. Etwas hat Mutti dann aber doch gefunden.
Auf dem Rückweg schauten wir noch nach einem Topf, den sich Mutti zu ihrem Geburtstag wünscht. Das war dann sehr erfolgreich, denn den Topf, den Mutti sich aussuchte, gab es einzeln richtig teuer [der Marke entsprechend], im Set mit 3 weiteren Töpfen aber zu einen super günstigen Preis. So kam die ganze Familie zu neuen Töpfen. Tja.
Am Abend fand ich bei prime noch eine neue Serie. Wirklich neu ist sie natürlich nicht, aber ich bekomme ja alles immer verspätet mit. So hatte ich mit 2 Folgen von The Quest noch eine nette Abendunterhaltung, die mich am Grübeln hinderte.

Donnerstag, 22. Februar
180222_072543 Morgensonne über Leipzigs Dächern.
Wie immer hatten wir unseren Einkaufstag. Diese Woche außerdem Büchereitag. Und für Mutti sollte es auch noch Banktag sein. Den hat sie dann aber gestrichen. Das können wir auch in einer anderen Woche machen. Na gut. Dafür waren wir noch in der Pferd-Mensch-Drogerie.
Am Abend daheim fütterte ich die Waschfee und schaute mir einen Krimi in der Mediathek an. Ich habe aber nur den Anfang und den Abspann mitbekommen, zwischendurch waren mir die Augen zugefallen.
Freitag, 23. Februar
Wie alle Tage dieser Woche begann auch der Freitag sternenklar und später mit strahlend blauem Himmel. Gegen Mittag trübte es sich ein, was sofort wieder auf’s Gemüt … ach nein, ich wollte ja nur von den schönen Erlebnissen erzählen. Also…
Weil Mutti am Donnerstag keine mehlig kochenden Kartoffeln bekommen hatte, besuchte ich vor der Arbeit schnell den Kaufmannsladen, um die Kartoffeln zu besorgen. Außerdem brachte ich 4 kleine Rosenbäumchen mit. Rot und Weiß {Schneeweißchen und Rosenrot} und außerdem Rosa und Gelb. Sie waren sehr günstig, und ich hoffe, dass ich sie im Keller gut hinhalten kann, bis sie in den Garten gepflanzt werden können. Bestimmt sind sie eigentlich für Mutti, und das kam so.
Irgendwann im Herbst meinte sie einmal Ach, ein Rosenbäumchen werde ich nun auch nie mehr bekommen. Auf meine Rückfrage erzählte sie: Ich habe mir schon immer so ein Rosenbäumchen gewünscht, aber damals in dem Garten mit Vati habe ich nie eins bekommen. Und später in Heiners Garten, naja, er hat auch keins für mich gepflanzt. Und nun habe ich ja keinen Garten mehr.
Da nahm ich mir vor, ein Rosenbäumchen für sie zu pflanzen, hatte das aber zwischenzeitlich schon wieder vergessen. Als ich am Donnerstag im Kaufmannsladen die Pflanzen entdeckte, fiel es mir wieder ein, doch ich konnte mich nicht entscheiden, welche Farbe ich nehmen sollte. Als ich am Freitag wieder vor den Pflanzen stand, nahm ich dann einfach von jeder Farbe eines. Nun müssen sie nur noch gedeien.
Zwei Sträuße Spraynelken nahm ich für Mutti auch noch mit.
Bevor ich an diesem Tag in den Feierabend ging, räumte ich noch meinen Schreibtisch aus. Komisches Gefühl. Ich gehe zwar am Montag nochmal hin und die Kollegen versuchen mich immer zu trösten und sagen: Das wird schon wieder. Im März wird es besser, weil es besser werden muss. Aber, nunja, es ist trotzdem ein blödes Gefühl und es ist auch nicht wirklich ein Trost. Zwar haben sie recht, es muss besser werden, und zwar dringend, aber solange der Vertriebsman sich hinter Einzelbetreuungen versteckt, anstatt sich um neue Aufträge zu bemühen, so lange wird es nicht besser, denn das wird es nun mal nicht von allein. Tja.
Nun also war Feierabend, die Sonne schien und mein Plan sah vor, fix im Angebotsladen zu schauen, ob es besonderen Käse gibt, dann die Kartoffeln und die Blumen zu Mutti zu bringen und danach zu Katl zu dröseln und mit ihr Tee zu trinken und zu stricken. Aber an diesem Abend wollte/sollte Dornenröschen Laura wieder nach Hause und von ihrer Familie konnte sie niemand holen. Also disponierte ich um. Angebotsladen blieb, war aber nicht sehr ergiebig diesmal, kurz zu Mutti blieb auch, wobei ich sie nicht antraf und Kartoffeln und Blumen wieder mitnehmen musste. Dann zu Christoph. Dort bekam ich erst einmal Kaffee, machte es mir auf der Couch bequem und schaffte es, ein angefangenes Patch an der Decke fertig zu stricken und noch ein zweites komplett. Dann hatten die Mädchen alles gepackt und wir machten uns zu viert auf den Weg in Richtung Frohburg. Ich war sehr neugierig auf das Restaurant, das Lauras Familie vor ein paar Monaten eröffnet hat. Lauras Mutti hatte schon angekündigt, dass wir dann gleich noch zum Abendessen eingeladen sind. 180223_205122
Super lecker. Und es war ein richtig schöner Abend. Halb elf machten wir uns auf den Heimweg, wobei ich mich dann auf den Dörfern erst einmal total verfranste. Irgendwann, als auf den Wegweisern überhaupt keine bekannten Orte mehr standen, kramte ich doch das Navi heraus. So war ich dann erst nach Mitternacht zu Hause. Rechtschaffen müde und voll schöner Erlebnisse.

Nun ist Samstag, 24. Februar. Die Waschfee hat die erste Runde schon geschafft. Wenn die Wäsche hängt, werde ich mich wieder auf den Weg machen. JJ muss nach Hause. Also hole ich sie samt Christoph ab, bringe sie heim und fahre dann mit dem Sohn zu meiner Mutsch. Sie muss ja nun mal ihre Kartoffeln bekommen und die Blumen. Und danach… mal sehen. Irgendwann an diesem Wochenende will ich mit Katl stricken. Und ein paar Unterlagen sortieren möchte/muss ich auch unbedingt. Und eine Bewerbung schreiben auf eine Anzeige, die Uta für mich gefunden hat.
Das wird wieder ein erfülltes Wochenende werden.
Euch ein schönes und entspanntes Wochenende. Habt es fein.
Die Mira

13 Gedanken zu “Samstagsplausch {24.02.2018}

  1. Liebe Mira, du tust was du kannst! Bist überall hilfsbereit und kämpfst auch noch gegen trübe Gedanken an. Ich wünsche dir, dass du dich nicht mehr zwingen musst, positiv zu denken, sondern dass sich alles zum Guten entwickelt. Vielleicht trägt ja auch bald ein bisschen Frühling dazu bei!! Und viel Erfolg bei deiner Bewerbung!
    Liebe Grüße und eine gute Woche dir!!
    Ingrid

    1. Danke liebe Regula,
      gestern ging es noch ein wenig durcheinander, anders als geplant, aber heute zum Sonntag ist RUHETAG.
      Den werde ich genießen.
      Die ganze Zeit gehen mir deine Pullover durch den Kopf und wie schnell du die immer fertig hast. Wenn ich demnächst gezwungenermaßen mehr Freizeit habe, werde ich endlich auch einen Pullover geginnen. Ich freue mich schon darauf.
      Liebe Grüße
      die Mira

  2. Liebe Mira ich schließe mich meinen Vorrednerinnen an. Denk mal einfach an Dich. Mach etwas für Dich. Toi toi toi für Deine Bewerbung. Es wird doch wohl klappen. Lieben Gruß Sylvia, genieße das Wochenende.

  3. Liebe Mira, Du bist immer für die Anderen da – diesen Eindruck habe ich auch. Das ist nichts Schlechtes, dennoch würde ich aus der Ferne sagen: mach mal was Schönes für Dich, gönn Dir was Schönes. Liebe Grüsse, Petra

    1. Liebe Petra, ich weiß, ich sollte mehr an mich denken. Aber diese Woche habe ich mich, ehrlich gesagt, hinter all diesen Aktivitäten versteckt. Versteckt vor meinen eigenen trüben Grübeleien. insofern habe ich doch tatsächlich alles für mich getan. Genau genommen.
      Liebe Grüße nach Wien
      die Mira

    1. Ja, liebe Petra, du hast recht, die blöden Grübeleien gehören in die Abstellkammer oder gleich auf den Müll.
      Leider klappt das mit der Entsorgung nicht immer so, wie ich mir das wünsche. Aber ich arbeite dran. Versprochen.
      Beste Grüße
      die Mira

  4. Liebe Mira, wie kann man nur so ausgefüllte Wochen haben und meist bist du für die anderen da. Das ist ganz wunderbar, aber denke auch öfter an dich, bitte. Ich wünsche dir ein schönes WE und für die Bewerbung, die da raus geht, ganz viel Erfolg.
    Liebe Grüße von Catrin.

    1. Das haben wir ja nun hinbekommen. Es war ein schöner Abend, wenn auch bissel kurz.
      Ich wäre schon noch geblieben, aber wahrscheinlich wolltest du nicht so unter Druck stehen, wenn du deinen Kragen strickst. Wäre sicher blöd gewesen, wenn ich daneben gesessen hätte und darauf gewartet, dass du fertig wirst.
      Wenn du fertig bist, helfe ich dir dann weiter.
      Bis dahin habs fein
      deine Mira

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