Samstagsplausch {26.08.2017}

Schon wieder ist eine Woche wie im Flug vergangen. Für mich war es wieder eine recht schöne Woche.
Am Samstag, 19. August passierte nicht allzuviel. Es wurde ein Ruhetag für mich, der damit begann, dass ich mir viel Zeit für den Samstagsplausch nehmen konnte. Ich freute mich riesig über die vielen Kommentare zu meiner Idee, mir einen Schrittzähler zu kaufen. Eigentlich war es ja gar nicht meine Idee, sondern der Vorschlag meiner Ärztin, den sie mir am Donnerstag nahegelegt hatte. Am Freitag hatte ich ein solches Teil bestellt, das dann am Samstag geliefert werden sollte. Leider kam stattdessen nur eine Mail mit der Mitteilung, die Lieferung erfolge garantiert am Montag.
Irgendwann am Vormittag rief Mutti an, deren Freundinnen einen Nachmittagsspaziergang vorgeschlagen hatten. Sie wollte, bevor sie dort zusagt, zuerst fragen, ob ich etwas geplant habe. Hatte ich nicht.
Und so plätscherte der Tag dahin, ähnlich, wie es Marion neulich von ihrer Woche berichtet hatte ein wenig rumtrödeln, ein wenig lesen, ein wenig stricken…
Am Nachmittag schrieb Katl, sie wolle noch zum Kaufmannsladen und ich schlug ihr vor, sie mit dem Auto abzuholen. So hatte ich einen zwingenden Grund, um rauszugehen. Und die Katl musste ihre Einkäufe nicht tragen. Auf dem Rückweg hielten wir noch am Garten an, wo es sehr ruhig und angenehm war.
Ich hatte eine riesen Tasche mit Wollresten und Strickzeug dabei. Als ich aber ein paar Maschen an meiner Decke stricken wollte, stellte ich fest, dass ich diese zu Hause vergessen hatte. So gründelte ich in der großen Tasche herum, fand ein blaues Knäuel, kramte ein paar Stricknadeln heraus und begann eine neues Paar Socken. Bald senkte sich der Abend über die Gartenanlage und ließ alles noch stiller werden.
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Sonntag, 20. August
Ein Ausflugssonntag, beschrieben und bebildert hier.

Der Montag, 21. August war ein Probiertag. Ich wollte unbedingt herausfinden, worin der Unterschied zwischen Pastinaken und Petersilienwurzel besteht, die sich doch sehr ähnlich sehen. Also kaufte ich beide und probierte die Pastinaken. {Wurzelpetersilie kannte ich längst und habe sie seit ein paar Wochen zu meinem Lieblingssnack erkohren.} Die Pastinaken schmecken mir roh aber nicht so gut. Die restlichen will ich als Püree ausprobieren, mal sehen. Für das Knabbern zwischendurch bleibe ich bei Petersilienwurzel.170821_121617Im Kaufmannsladen entdeckte ich außerdem schwarze Papiertaschentücher und musste diese ebenfalls probieren. Witzig.170821_123724
Für den Feierabend war ich mit Christoph im Garten verabredet. Weil das Wetter tagsüber ein wenig durchwachsen war, rief ich ihn erst einmal an, bevor ich von der Arbeit los fuhr. Und siehe da: Er war noch in der Stadt und es bot sich an, ihn gleich unterwegs aufzusammeln und mit in den Garten zu nehmen. Dort blieb noch Zeit für ein gemeinsames Kaffeetrinken und einen kleinen Schwatz, bevor ich ihn zur Arbeit brachte.170819_201724

Der Dienstag, 22. August war ein Das-gönne-ich-mir-Tag.
Vor einiger Zeit hatte meine Freundin Uta mir ihre Overlock-Maschine geliehen. Ich hatte mich aber nur halbherzig daran gemacht, sie auszuprobieren, weil mir das alles zu umständlich war und weil meine ganz alte Nähmaschine {eine Rubina} über einen Overlock-Stich verfügt. Utas Maschine wanderte weiter zu Monika zum Ausprobieren. Inzwischen habe ich nun einige Jerseystoffe liegen, mir auch schon ausgemalt, was ich daraus nähen will und das Thema Overlock wurde somit wieder aktuell für mich. Als wir uns alle drei am Süßen See trafen, wollte ich Monika nach ihren Erfahrungen mit der Overlock befragen, und sie erzählte, sie brauche diese nicht mehr, weil sie sich eine neue Nähmaschine geleistet hatte, die all das auch kann. Seitdem liebäugle ich mit eben dieser Nähmaschine, weil meine Rubina wirklich schon sehr alt ist {37 Jahre} und meine neuere Maschine, die in der Werkstatt stand, Einbrechern zum Opfer fiel. Tja, und am Dienstag war der Moment dann gekommen und ich habe mir die W6 N5000 bestellt. Hach, ich freue mich so.
Der Dienstag hielt noch mehr Freuden bereit. Auf dem Heimweg rief der Sohn an, um zu fragen, was ich mit meinem Feierabend vor habe und ob ich in den Garten kommen mag. Ich hatte außer einer Pertersilienwurzel und ein paar Pilzen den ganzen Tag noch nichts gegessen, und so heizte er den Grill an. Es gab Schafskäse mit Kräutern und Camembert mit viel Knoblauch. Die Steaks nahm ich dann mit nach Hause, weil der Käse dermaßen sättigte, dass wir das Fleisch nicht mehr essen mochten. Feierabende im Garten sind herrlich. Ich liebe sie.170819_201356Dass mein violetter Phlox blüht, freut mich besonders. Er war fast am Eingehen, und ich habe ihn umgesetzt und gehegt und gepäppelt und nun dankt er es mit ein paar zaghaften Blühten, deren besondere Farbe sich leider nicht im bild einfangen ließ. Hier sieht er ja ziemlich gewöhnlich aus, wie die Urform des Phlox, tatsächlich ist es aber ein intensives Dunkelpink. Ich würde euch gern die Farbe zeigen, aber wahrscheinlich ist sie absolut unfotogen, denn ich habe sie nicht einmal hier finden können.

Mittwoch, 23. August
Obwohl ich mich daheim vertrödelt hatte und die Zeit für das Morgenritual zu knapp war, flitzte ich vor dem Dienst noch schnell in den Kaufmannsladen, weil die aktuelle Sammelmarken-Aktion an diesem Tag zu Ende ging und ich unbedingt meine Marken gegen zwei Wellnesstücher in Türkis einlösen wollte. Darauf freute ich mich schon die ganze Zeit, denn an künftigen Sauna-Tagen kann ich sie gut brauchen. Bei der letzten Sammelmarken-Aktion, bei der ich etwas einlösen wollte, hatte ich den Endtermin verpasst. Das sollte mir diesmal nicht passieren.
Den Feierabend hätte ich gern in der Sauna oder im Garten verbracht, aber ich fühlte mich an dem Tag nicht so gut, hatte heftige Bauchschmerzen und verzog mich deshalb zu Hause auf meine Couch, wo ich eines der Bücher zu Ende las, am nächsten Donnerstag in die Bücherei zurück müssen.
Amazon-Link Es war recht spannend und ließ sich schnell lesen. Kurze Sätze, schnelle Folge von Ereignissen und Handlungen ohne langatmige Beschreibungen. Diese fand man überhaupt nur dort, wo sie für die Handlung von Bedeutung waren. So waren über 500 Seiten schnell gelesen. Obwohl diese Art Thriller nicht mein bevorzugtes Genre sind, mochte ich das Buch und habe gleich den nachfolgenden Band {noch ein Amazon-Link} angelesen.

Donnerstag, 24. August
An so ruhigen Arbeitstagen wie diesem schaffe ich immer sehr viel. Zwischendurch kam die Nachricht von Katl, dass meine Nähmaschine eingetroffen ist. Ich lasse Pakete fast immer an sie liefern, weil sie viel häufiger zu Hause anzutreffen ist als ich oder es meist auch einrichten kann, so lange da zu bleiben, bis die Sendung eingetroffen ist. Natürlich war ich sehr neugierig auf mein Maschinchen, wusste aber nicht genau, ob ich es an diesem Feierabend noch schaffen würde, zu Katl zu gehen und das Schmuckstück zu testen, denn zunächst war erst einmal der Einkauf mit Mutti an der Reihe. Darauf freut sie sich immer schon. Wir waren gerade im N-Markt, als mein Telefon schrie. Der Sohn hatte seinen Bus verpasst. Das heißt, er war wohl pünktlich an der Haltestelle, aber der Bus war trotzdem schon fort. Also schnappte ich das Mütterlein, sammelte das Kind unterwegs auf und ab ging es nach Hohenheida, um das Kind bei der Arbeit abzuliefern. Dann mussten natürlich noch Muttis Einkäufe nach Hause geliefert werden, samt der kleinen alten Dame. Und, ihr ahnt es, danach hatte ich keine Lust mehr auf die Nähmaschine. … Naja, Lust vielleicht, aber wenn man sich an so ein neues Teil herantasten will, sollte man sich schon konzentrieren, damit man nichts falsch macht. Und Konzentrationsvermögen hatte ich am Donnerstag Abend keines mehr.

Ich telefonierte mit Katl und redete ihr ein, dass ich am Freitag, 25. August gleich nach Feierabend zu ihr käme, nur mit einem kurzen Zwischenstopp, um das Auto vor meiner Haustür abzustellen und dann zu Fuß weiter zu gehen. Da am Wochenende Tauchscher ist, der traditionell am Freitag Abend mit dem Stadtlauf beginnt, ist ohnehin die Stadt für den Fahrzeugverkehr gesperrt, so dass ich Katls Wohnung nur über einen großen Umweg erreichen kann, oder eben zu Fuß. Außerdem hatte ich im Programm nachgeschaut, ob es vielleicht doch die eine oder andere Veranstaltung gibt, die ich mir anschauen möchte. Für Freitag Abend hatte ich die Rockhounds gefunden und beschlossen, Andy nach so vielen Jahren wieder einmal hören zu wollen. Natürlich redete ich Katl auch das ein, was mir leicht fiel, da die Bühne, auf der er spielen sollte, nur 200 m von Katls Haustür entfernt war.

Etwas anders kam es dann, weil Christoph zum Feierabend {für ihn ist das vor Dienstbeginn} natürlich wieder im Garten war. Weil ich auch da hin wollte, um mich für Jürgen und Anke nach einem freien Garten zu erkundigen. Weil es zwar weiter, aber viel angenehmer ist, vom Garten aus zu den Veranstaltungsorten oder zu Katl zu laufen, als von meiner Wohnung aus.
Dann saß ich im Garten, es war still und schön. Chris startete zur Arbeit und ich… wäre am liesten einfach dort geblieben. Katl hätte bestimmt Verständnis gehabt, hätte ich sie angerufen und abgesagt, zumal unsere Idee, zum Stadtfest zu gehen, ohnehin nur halbherzig war. Oder besser gesagt, wir waren sicher, dass wir nicht zu diesem Fest wollen, und nur die Tatsache, dass Andy dort spielt, hat mich anders entscheiden lassen. Bei Katl war eher entscheidend, dass ich auf einmal da hin wollte, allein wäre sie wohl nicht gegangen.
Darüber, warum ich einerseits auf diverse Festivals renne, andererseits aber Stadtfeste nicht mag, lasse ich mich vielleicht ein andermal aus.170825_182109Immerhin wanderte ich auf idyllischen Wegen zu Katl und später mit ihr zum Markt zum Konzert der Rockhounds.
Ja, ich war tatsächlich da und habe ein Beweisfoto mitgebracht. Wenn er da so auf der Bühne steht, ist es, als wären keine 14 Jahre vergangen, seit ich ihn das letzte Mal auf der Bühne erlebt habe. Tja…
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Und nun ist schon wieder Samstag, 26. August. Seit der Sohn gegen 5.30 Uhr von einer Geburtstagsfeier heim kam, bin ich auf. Er startete gleich wieder durch und ich überlegte kurz, ob ich gleich mitfahre. Aber dann hätte ich die Morgenrunde beim Samstagsplausch verpasst, und das wollte ich nicht. Also gehe ich jetzt mal zu Andrea und schaue, wer von euch schon wach ist.

7 Gedanken zu “Samstagsplausch {26.08.2017}

  1. Hallo Mira,
    ich wünsche dir ganz viel Spaß mit deiner neuen Nähmaschine.
    Nadel und Faden sind für mich nichts. Da habe ich zwei linke Hände.
    Einen schönen Sonntagabend noch
    Tina

  2. Was für eine Woche. Glückwunsch zur neuen Nähmaschine. ich wünsche Dir viel Freude damit.
    Ein schönes und erfolgreiches Wochenende mit Deiner Nähmaschine wünsche ich Dir.
    Lieben Gruß Sylvia

  3. Jetzt musste ich doch lächeln. Warum? Über das Bild mit deiner Sonnenblume. Und wenn du meinen Post anschaust weißt du auch warum 🙂
    Und nochmal zum Thema Overlock. Wenn du wirklich vorhast viel Jersey zu nähen, dann ist eine Overlock einfach nur genial. Ich habe auch Maschinen, die einen entsprechenden Stich habe, aber dennoch ist die Overlock entschieden besser. Geht schnell, scheidet sauber ab und der Stich ist doch noch besser. Also überlege dir, ob du die Overlock wiedre zurückhoolst.

    Gruß Marion

    1. Du hast aber auch immer eine anstrengende Woche. Hast du denn nun deinen Schrittzähler?
      Pastinaken mag ich gar nicht. Ihr Geschmack passt mir nicht. Dafür könnte ich immer Petersilienwurzel essen.
      Die Maschine, die du dir ausgesucht hast, ist ja ein Schätzchen. Da hast du bestimmt viel Freude mit.
      Ich gehe übrigens gerne auf Straßenfeste. Wenn es dann auch noch Livemusik gibt, bin ich richtig zufrieden.
      Hab ein schönes Wochenende,
      Andrea

    2. Ja, liebe Andrea, nachdem ich deine Seiten noch einmal neu geladen hatte, funktionierte er dann bei mir auch. 😉
      LG

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