WmdedgT – Januar 2018

Wie schön, dass Frau Brüllen auch an diesem 5. wieder fragt: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
05:11 Uhr Der Wecker klingelt. Wieso eigentlich 11 und nicht 10? Ich habe Kopfschmerzen, die sich über Nacht mit jedem Hustenanfall verstärkt haben. Ich dusche, wasche die Haare, was ich bei meiner Haarlänge im Winter sonst nicht am Morgen machen kann, weil ich sie nicht schnell genug wieder trocken bekomme. Aber ich habe mir am Dienstag einen neuen Fön zugelegt, den ich nun gleich einweihen kann. Gegen die Kopfschmerzen rühre ich mir ein Pülverchen ein, gegen den Husten ein zweites. Normalerweise vermeide ich solche Maßnahmen, aber wenn ich doch arbeiten muss, möchte ich mich, bitte, nicht völlig zerschlagen fühlen.
Am Vormittag beschäftige ich mich eingehend mit verschiedenen Gesetzen zum Thema Verbotene Eigenmacht, Nothilfe, Schadenersatz und all solchen Dingen. Wann ist zum Beispiel Besitz fehlerhaft?
Den Husten bekämpfe ich mit Ingwertee, der Schnupfen ist fast vorüber.
12:00 Uhr Zu Mittag gibt es Rotkohl. Mutti hatte ihn zu Weihnachten eingeforen und mir gestern unbedingt mitgeben wollen, damit "das gute Zeug endlich mal gegessen wird". Das wurde er nun.
Am Nachmittag kümmere ich mich überwiegend um Organisatorisches. Außerdem müssen ein paar Dateien aktualisiert werden, nachdem am Mittwoch mein Rechner abstürzte und mein Stick, der während des Absturzes noch angesteckt war, nach dem Neustart zwar noch erkannt wurde, die Dateien sich aber nicht mehr öffnen ließen. Die Datensicherung stammt vom 18. Dezember. Da fehlt jetzt ein Bissel was.
15:00 Uhr Endlich Wochenfeierabend! Ich eile zum Auto, überlege, ob ich noch Lust habe, tanken zu fahren und erinnere mich an mein Malheur von neulich als ich meine Handtasche mit allen Papieren, allen Karten und allem Bargeld im Schreibtisch vergessen hatte, das aber erst bemerkte, als ich schon vollgetankt hatte. Zum Glückerinnere ich mich daran. Dabei fällt mir nämlich auf, dass ich meine Handtasche wieder nicht dabei habe. Ich flitze zurück in die Firma. Wieder zum Glück gibt es einige wenige Leute, die am Freitag länger arbeiten und mir mein Zimmer noch mal aufschließen können.
Auf dem Heimweg komme ich so gut voran wie selten.
Kurz nach mir kommt der Sohn an. Wir schwatzen ein wenig, dann geht er wieder. Ich fummle ein wenig in der Küche herum, schreibe diesen Text, höre Stoppok.
Später werde ich wohl noch ein wenig stricken und eventuell den Sohn nach Hause bringen. Mal sehen.
Ta, und dann ist dieser 5. Januar auch schon wieder um.

WmdedgT – Dezember 2017

Wie immer am 5. des Monats fragt Frau Brüllen wieder Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Und, was hab ich gemacht an diesem Tag?
00:29 Uhr Ins Bett gekrochen. Unter der Woche ist mir das fast zu spät, erst recht, wenn ich schon müde von der Arbeit gekommen bin und und und… Heute wollte ich auch längst schlafen, aber gerade, als ich gestern Abend gegen 23 Uhr ins Bett wollte, rief der Sohn an, ob ich ihn von der Arbeit abholen mag. Gern mochte nicht noch mal hinaus in die Kälte, aber noch weniger mochte ich den armen Menschen da draußen auf dem Dorfe im Regen stehen lassen, wo er bis zum ersten Bus am Morgen keine Chance mehr gehabt hätte fort zu kommen, außer zu Fuß.
Tja, und bis wir dann wieder zurück waren und bis ich dann im Bett war, war schon heute.
Zwischen 5 und 6 Uhr bin ich aufgestanden, habe im Bad herum geträumert, Tee getrunken und zwei Freundinnen Guten-Morgen-Grüße geschickt. Außerdem habe ich Kassler geschnitten und Gemüse eingepackt und so das Mittagessen gesichert. Es macht sich positiv bemerkbar, wenn ich mir selbstgemachtes Essen mitnehme, anstatt morgens im Kaufmannsladen schnell etwas einzusammeln. Dort fällt mir immer nur das Gleiche in die Hände; Hähnchenstreifen, Putenstreifen; längst hängt mir das zum Hals heraus. In den letzten Monaten ging es nicht anders, aber seit es endlich ruhiger geworden ist und mein Leben wieder etwas geregelter abläuft, macht es mir Freude, abends für den nächsten Tag Essen vorzubereiten. Als Folge geht es schon morgens entspannter zu, weil ich nicht in den Kaufmannsladen muss und die Zeit zu Hause "vertrödeln" kann.
Beim Gruschteln in der Sockenschublade {Wo sind denn nun wieder die braunen Socken?} fand ich natürlich die vermisste Minisocke. Dachte ich es mir doch, dass sie auftaucht, wenn die andere neu verpaart ist.
Zwischen 8 und 9.30 Uhr
Der Einzelbetreute hat einen Test absolviert. Vorgesehen sind dafür 60 Minuten. Er hat den gesamten Montag damit gekämpft. Nun musste das Ergebnis besprochen werden. Immerhin 65 % hat er erreicht, worüber wir uns beide freuen.
9.30 Uhr
Die Frühstückspause nutze ich, um ein paar Überweisungen auszulösen. Mutti hatte schon danach gefragt; es waren ihre Überweisungen.
Bis 15 Uhr
Die Meisten Teilnehmer absolvieren Tests. Normalerweise sollte das freitags geschehen, aber ich kann ohnehin nicht am Freitag mit allen alle Ergebnisse durchgehen. Nun also heute.
Nach 15 Uhr
Obwohl ich super pünktlich die Firma verlasse, zieht sich der Heimweg in die Länge. Ich bin nur 2 Minuten später am Auto, als am Montag, brauche aber 25 Minuten länger. Heute macht mir das nichts aus, denn ich habe keinen Termin mehr, muss nichts mehr erledigen.
Zu Hause mache ich es mir in der Küche gemütlich, brühe Tee auf, zünde die Adventskerze an und noch einige andere, so dass es hell genug ist, um ein paar Runden zu stricken.
Später bereite ich Klöpschen aus Putenhackfleisch zu, die ich mit zur Arbeit nehmen möchte. An diesem Abend ist mir aber nicht nach fester Nahrung, deshalb koche ich mir eine Tomatensuppe, krümle etwas Käse hinein und genieße dieses Abendessen.
Nachdem die Küche wieder aufgeräumt ist, widme ich mich meinem Buch. Das erste Kapitel ist Korrektur gelesen und bearbeitet. Mitten im zweiten Kapitel verschwimmen aber die Zeilen vor meinen Augen. So verziehe ich mich auf die Couch und stricke. Die erste Restesocke wird fertig, und obwohl ich schon sehr müde bin, schlage ich gleich noch die zweite an.
22.30 Uhr
Schluss für heute. Vielleicht muss ich nachher noch mal los, den Sohn abholen, aber bis er anruft, kuschle ich mich schon mal ins Bett.
Gute Nacht

WmdedgT – November 2017

Weil heute Sonntag, 05. November ist, gibt es bei Frau Brüllen wieder die Linkparty zum Thema Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Tja, und was habe ich denn nun gemacht, an diesem Sonntag, den ich so herbeigesehnt hatte nach meinem chaotischen Oktober?
01:29 Uhr
Ich wache auf, als der Sohn heim kommt. Dabei hat er sich extra leise verhalten, um mich nicht zu stören. Aber es ist eigenartig: Da kann man noch so alt werden, da können die Kinder noch so erwachsen sein, da können sie schon seit Jahren eigene Wohnungen haben, und man verlässt sich darauf, dass sie ihr eigenes Ding machen und macht sich eigentlich auch keine Sorgen. Aber wenn sie nachts in die elterliche Wohnung kommen, ist man wach. Da kann man gar nichts dagegen tun. Auch wenn man sonst weder schwere Gewitter hört, noch den Zug, der 15 m neben der Gartenlaube vorbei donnert, wenn das Kind zur Tür herein schleicht, wacht man auf. Geht euch das auch so?
Wir schwatzen kurz, dann schlafe ich wieder ein.

05:10 Uhr
Ich wache auf, weil das unter der Woche meine Zeit ist, betrachte den dicken runden Mond, der zum Fenster herein lunst und freue mich, dass ich mich noch einmal umdrehen kann.

07:23 Uhr
Nun ist aber Aufstehzeit. Ja, es ist Sonntag. Und nein, ich fühle mich nicht ausgeschlafen. Aber ich habe mir einen dicken Ordner von der Arbeit mitgebracht, der bearbeitet werden will. Am Montag Morgen muss alles fertig sein. Es ist eigentlich nicht mein Job, diesen Ordner zu pflegen und ich bekomme die Stunden weder bezahlt, noch kann ich sie abbummeln. Aber die Lieblingskollegin hat sich sogar drei solcher Monster mit heim nehmen müssen. Also will ich sie ein wenig unterstützen, indem ich das Chaos aufarbeite, dass uns ein anderer Kollege {ein echtes K*o*l*l*e*g*e*n*s*c*h*w*e*i*n} eingebrockt hat.
Aber zu allererst mal nen Kaffee. Und dann noch mal schauen, ob beim Samstagsplausch von gestern noch Einträge hinzu gekommen sind. Und überhaupt, es ist Sonntag. Da darf es ruhig angehen.

09:00 Uhr
Der Sohn steht auf. Ich unterbreche die Arbeit, die ich noch gar nicht so richtig begonnen habe, um Frühstück zu machen. Ich fülle Croissants mit Schinken und Käse. Anderer Schinken, als sonst. Anderer Käse. Sie werden besser, auch wenn sie diesmal ein wenig dunkler sind als sonst.
Ach ja, ich genieße es, meinen Backofen wieder hier zu haben. Die letzten Jahre stand er im Werk. Nun ist er wieder hier, und ich habe Spaß daran, schnell mal etwas zu backen oder zu überbacken. Hach.

Gegen 11:00 Uhr
Die Arbeit zieht sich. Das ist aber auch ein Durcheinander, was der Typ da fabriziert hat. Wozu haben wir denn Lehrpläne, wenn es immer wieder Leute gibt, die meinen, sich nicht daran halten zu müssen? Nicht mal ansatzweise. *grrr*

13:39 Uhr
Geschafft Naja, zumindest der größte Teil. Ein Akt ist noch übrig, aber der müsste die genaue Kopie eines anderen sein. Da sollte ich nur noch die Namen ändern müssen. Das kann ich später machen oder morgen früh. Jetzt will ich erst mal was anderes machen und noch was vom Sonntag haben. Und zuallererst Mutti anrufen.
Sie ist gerade dabei, ihren Kleiderschrank auszumisten. "Alles altmodisch", sagt sie. Da kommt einiges zusammen für den Kleidercontainer.
Das Gespräch zieht sich. Als wir uns verabschieden, ist es 14:45 Uhr und zu spät für ein Mittagsschläfchen. Ich würde gern etwas unternehmen. Irgend etwas, aber ich fühle mich schlapp und unausgeglichen. Also klumpere ich herum, lese, trinke Kaffee, schwatze mit dem Sohn, der gern in den Garten gefahren wäre. Doch inzwischen regnet es.

19:00 Uhr überlege ich, dass es doch besser ist, den letzten Akt heute noch zu bearbeiten. Da habe ich es weg. Während ich mich damit beschäftige, stelle ich fest, dass es doch einige Unterschiede gibt und bearbeite den Akt dann noch einmal ganz von vorn.

20:30 Uhr Bin ich dann aber wirklich fertig. Ich treibe mich noch ein wenig im Netz herum. Lese verschiedene Mails und entdecke eine ganz zauberhafte von Corinna, zu deren Adventsfilzkurs ich mich angemeldet habe. Den Screenshot muss ich euch einfach zeigen. 171105_2130
Nun bringe ich noch diesen Eintrag zu Frau Brüllen und dann gehe ich ins Bett.

Kommt alle gut in die neue Woche.

WmdedgT – Oktober 2017

Zum Glück ist heute schon Donnerstag. Donnerstag, 05. Oktober. Das hätte ich beinahe vergessen, wenn mich Uta nicht daran erinnert hätte, dass heute wieder der Tag ist, an dem Frau Brüllen fragt: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Die passende Linkparty gibt es ab 18.00 Uhr…
Aber jetzt erst mal los. Was habe ich denn schon gemacht?

04:50 Uhr Aufgewacht. So kurz vor dem Weckerklingeln lohnte es nicht, mich noch einmal umzudrehen, also stand ich auf, suchte Kleidung zusammen, setzte auf dem Weg ins Bad schnell Teewasser auf. Earl Grey mit ein paar Tropfen Milch ist zur Zeit mein Favorit.
Als ich aus dem Haus trat, goss es in Strömen. Das wäre der ideale Tag für Tee kochen, auf’s Stövchen stellen, Kissen auf Knautschcouch drapieren, mich mitten hinein packen und stricken, stricken, stricken. Geht natürlich nicht, weil Arbeitstag. Zum Glück ist schon Donnerstag, aber auch am Wochenende, für das ebensolches MistKuschel-Wetter gemeldet ist, wird das mit der Gemütlichkeit nichts werden, schließlich habe ich das Werk zu räumen und damit jede Menge zu tun. Obwohl…
Vormittag Kollegen werden mit Formblättern versorgt. Ausgefüllte Formulare werden kontrolliert, mit Anmerkungen versehen. Zwischendurch eine dringende Überweisung. Mit dem Kollegen, der mit mir zum Lehrgang fährt, wird über Zugfahrpläne gefachsimpelt. Unterlagen sortiert und aufbereitet. Unterrichstmaterial überprüft, aktualisiert, korrigiert. Neues erstellt.
Mittagspause Verpasst!
Nachmittag Siehe Vormittag. Bis auf die Fahrpläne.

Feierabend Die Sonne durchbricht das Grau der Wolken, aus denen bis eben noch bindfadenförmiger Regen gefallen ist. Jetzt treibt der Wind nur noch Herbstlaub über den Hof, wirbelt es auf, so dass es selbst im 3. Stock noch vor den Fenstern tanzt.
Ich habe Eile, denn bevor ich Mutti zum einkaufen abhole, möchte ich mir Lagerboxen ansehen. Bei strahlendem Sonnenschein komme ich dort an. Während ich warte, dass zwei junge Männer abgefertig werden, geht draußen die nächste Sintflut nieder. Bis ich dann fertig bin, strahlt wieder die Sonne. Und ich strahle auch, denn ich habe eine schöne große Box und spare gegenüber dem Lager im Werk noch einige Euro ein.
Ein Bündel von 15 Kartons nehme ich auch gleich noch mit.

Auf dem Weg zu Mutti kommen mir Straßenschilder und Baustellenabsperrungen entgegen geflogen. Ich schaffe es trotzdem unversehrt bis zu ihr. Sie empfängt mich mit der Frage: Wollen wir wirklich bei dem Sturm…?
Wir wollen! Ändern aber das Ziel, denn mich um all die herum(f)liegenden Schilder, Zäune, Mülltonnen und Äste herum zum Kaufmannsladen durchzukämpfen, habe ich nicht so viel Lust. Also fahren wir nur zum N-Markt. Der Weg dahin ist kurz und außerdem frei.

19:00 Uhr Endlich daheim entschließe ich mich, meine Haare zu färben. Muss dringend sein. Leider stelle ich fest, dass ich doch kein Färbemittel mehr da habe. Noch einmal los möchte ich nicht. So muddle ich ein wenig herum, texte mit meiner Schwester, die wissen möchte, ob ich wieder schlafen kann. {Kann ich nicht, jedenfalls nicht besonders.}
Evchen ruft an, um mir zu sagen, dass der junge Mann aus ihrem Dorf die schöne große Schlafcouch nun doch nicht nimmt… und dass sie am Mittwoch kommt, um die Vitrinen zu holen. Nicht schön…sehr schön.

21:00 Uhr Der Sohn fragt an, ob ich ihn aus dem Hotel abholen kann, vergisst aber die Zeitangabe und antwortet auch erst einmal nicht auf meine diesbezügliche Frage.

22:00 Uhr Nun doch eine Zeitangabe. Gegen elf, halb zwölf.
Ich bin zum Umfallen müde, bitte ihn, mich anzurufen, wenn er soweit ist und lege mich halb bekleidet {damit es nachher schnell geht} auf’s Bett.

Der Anruf kommt ziemlich genau 22:30 Uhr. ich springe in meine restlichen Kleider und fahre los. Er steht schon bereit. Ich bleibe wegen der Müdigkeit wortkarg, während er mir erzählt, dass auch Swetlana ihre Hilfe beim Räumen und ein Bündel Kartons angeboten hat. Das freut mich. Es wird.
Mitternacht, der Fünfte ist um, mein Tag noch nicht ganz, denn ich bin zwar wieder im Bett, kann aber nicht mehr einschlafen und liege 01:00 Uhr immer noch wach. Zum Glück ist jetzt Freitag.

WmdedgT – September 2017

Dienstag, 05. September.
Und wie an jedem Monatsfünften fragt Frau Brüllen: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Die passende Linkparty gibt es ab 18.00 Uhr.
Und was habe ich nun am 05. September 2017 gemacht?

04:45 Uhr wachte ich auf. Aufstehen mochte ich noch nicht. Ein wenig Zeit blieb noch. Und es war ja noch so dunkel. Während ich mich für den Tag fertig machte, wurde es langsam hell und als ich dann auf dem Weg zur Arbeit war, kam die Sonne aus den Nebeln gestiegen, die über den Feldern waberten. Leider hatte ich mich vorher daheim vertrödelt, so dass ich nicht anhalten konnte, um zu fotografieren. Jeden Morgen nehme ich mir vor, etwas früher loszufahren, damit die Zeit für ein paar schöne Fotos reicht, aber mittlerweile werde ich dies wohl auf das Wochenende verlegen müssen, weil es immer später hell wird.
08:00 Uhr Arbeitsbeginn.
Das stimmt so nicht ganz. Ich bin immer vor 8 Uhr da, also arbeite ich auch vor 8 Uhr, denn es ist immer genug zu tun. Zunächst wollte ich die Akten der beiden Mitstreiter abschließen, die gestern ausgeschieden sind. Da ist am Ende immer noch etwas aufzuarbeiten, eventuell zu sortieren, auszufüllen. Zwischendurch waren Tests freizugeben. Und dann erfolgten individuelle Auswertungsgespräche.
Die Frühstückspause habe ich verpasst, was nicht schlimm ist, denn die 10 Minuten hätten ohnehin nicht für einen Kaffee gereicht, für einen Tee schon gar nicht.
Die Mittagspause habe ich auch verpasst. Als ich das bemerkte, gönnte ich mir zumindest 5 Minuten, um eine Mail an die Wohnungsverwalterin zu schreiben, weil in den letzten Wochen nicht viel voran gegangen ist. Ihre Antwort kam nach wenigen Minuten. Ich solle mir keine Sorgen machen, beim Grundbuchamt nachzufragen, hielte sie aber nicht für sinnvoll. Na gut. Eine Woche warte ich noch. Wenn dann noch immer nichts geschehen ist, setze ich mich noch einmal mit dem Notar in Verbindung.
15:30 Uhr Feierabend.
Die Sonne lockt mich nach draußen. Am liebsten würde ich in den Garten fahren, und die herbstliche Sonne genießen. Aber Dienstag ist Saunatag und dort ist es bei diesem Wetter auch sehr, sehr schön.
Katl traf spät ein, weil bei den Öffentlichen mal wieder nichts geklappt hatte. Straßenbahn kaputt, die nächste, die ohnehin erst 20 Minuten später fährt, kam mit Verspätung, die Anschlüsse waren natürlich davon gefahren. Sie war entsprechend geladen, als sie ankam. Ich versuchte, sie zu beruhigen.
Später konnte ich mich auch noch sehr schön entspannen und vor mich hin träumern. Das Strickzeug, das ich am Morgen extra eingepackt hatte, nahm ich unverändert wieder mit nach Hause.
Dort warteten noch ein paar Christoph Spezial Nudeln auf mich, mit Knobi und Ziegenkäse. Hmmm. Ein Gedicht.
Ganz am Abend überschüttete ich mich noch mit Nagellackentferner. Das stinkt, kann ich euch sagen. Aber denkt ihr, der Lack wäre nun leicht abgegangen? Nö, der saß fest und ich musste schrubbeln. Aber nun sind die Finger wieder chic und die Farbe passt zu dem Kleid, das ich morgen anziehen will. Fein.
Dann habe ich mich noch an einem Gewinnspiel beteiligt, weil ich morgen zu Uta will und für ein Konzert in ihrer Nähe Karten verlost werden. Vielleicht klappt das ja. Und wenn nicht, setzen wir uns auf den Balkon und stricken.
Und jetzt verlinke ich diesen Eintrag bei Frau Brüllen, schaue was ihr so den ganzen Tag gemacht habt und verziehe mich recht bald ins Bett. Gute Nacht.

WmdedgT – August 2017

Wenn der 5. eines Monats auf einen arbeitsfreien Tag fällt, gibt es beim Tagebuchbloggen für mich meist besonders viel zu erzählen, was ich dann zur Linkparty Was machst du eigentlich den ganzen Tag? bei Frau Brüllen schicken kann.
So auch am Samstag, 05. August.
Der Tag begann für mich um 05:00 Uhr recht unsanft, als mich ein heftiger Wadenkrampf aus dem Schlaf riss und aus dem Bett jagte. Es dauerte eine ganze Weile, bis er soweit nachließ, dass ich mich wieder hinlegen konnte, denn aufstehen mochte ich noch keinesfalls.
06:15 Uhr war ich dann allerdings schon wieder wach, und diesmal stand ich auch auf und begann, Zucchini zu schnippeln, die ich mit Schinken und Ei braten wollte, für ein herzhaftes Frühstück. Weil es eine sehr große Zucchini war, die sich schwer schälen ließ, nahm das einige Zeit in Anspruch.
Später wollte ich bei einer großen Tasse Kaffee meinen Eintrag zum Samstagsplausch fertigstellen, aber da Christoph auch früh auf war, nutzte ich die seltene Gelegenheit, mit ihm Kaffee zu trinken und zu schwatzen. Über meine Erlebnisse der Woche, über meine Pläne für die neue Wohnung, über seine Pläne für den Garten und überhaupt. Das war richtig schön. Der Morgen verging wie im Flug.
10:00 Uhr rief Mutti an, ob ich sie mit in den Garten nehme. Daraus entstand dann leider wieder ein kleiner Streit, weil ich ihr zunächst sagte, dass ich sie nicht mitnehme, weil ich überhaupt noch nicht so weit bin, in den Garten zu fahren und überhaupt noch gar nicht weiß, wie ich meinen Samstag gestalten möchte. Sie reagierte, wie immer, mit dieser vorwurfsvoll-resignierten Stimme, die ich nicht leiden kann, weil sie nur darauf abzielt, mir ein schlechtes Gewissen zu machen und mit dem tatsächlichen Vorwurf: "Du hast ja gar keine Zeit für deine alte Mutter!" Ich versuchte, ihr klar zu machen, dass ich die ganze Woche unter zeitlichem Druck stehe und Termine habe, die ich einhalten muss. Und dass ich es dann am Wochenende sehr, sehr gern genießen würde, mal nicht an Zeiten gebunden zu sein und nichts zu müssen. Mich einfach treiben lassen {wie an diesem Morgen, den ich mit meinem Sohn verquatscht habe} und/oder mich spontan für einen Ausflug, ein Treffen oder was auch immer entscheiden. Andere erwachsene Menschen dürfen das. Meine Mutter versucht jedoch immer und immer wieder, mir dieses Recht abzusprechen. Weil ich mir das nicht mehr gefallen lasse, gibt es immer wieder unschöne Auftritte. Da muss ich wohl durch. Gefallen lasse ich es mir aber nicht mehr. So schlug ich ihr vor, sie in den Garten zu bringen, wenn sie denn unbedingt da hin will, selbst aber nicht dort zu bleiben. Gefallen hat ihr das nicht, allein in den Garten zu gehen, aber die Alternative, allein in ihrer Wohnung zu hocken, gefiel ihr noch weniger.
Ich setzte sie also im Garten ab und fuhr wieder heim, wo meine Waschmaschine vor sich hin grummelte. Bevor ich wieder in den 4. Stock hinauf stieg, lief ich noch fix zum Bio-Laden und kaufte endlich die Karten für das Ancient-Trance-Festival.170805_140144
Nach einem längeren Telefonat, Wäsche aufhängen und endlich das Frühstück als Mittagessen verzehren, machte ich mich gegen 13:15 Uhr wieder auf den Weg in den Garten, um selbst dort zu bleiben.170805_162917
Ich hatte das Buch dabei, das ich am Wochenende auslesen wollte. Ich hatte auch mein Strickzeug dabei. Gestrickt habe ich eine einzige Reihe, gelesen gar nicht. Mutti macht eigentlich nichts weiter, aber sie schafft es immer, dass ich über nichts drüber bleiben kann. Versuche ich zu lesen, erzählt sie mir was. Versuche ich zu stricken, sucht oder braucht sie was, oder fragt, ob sie Kaffee machen soll. Also, sie erwartet gar nicht, dass ich sie bediene, aber sie hat ständig irgend etwas, wobei ich gefordert bin. Mich einfach mal treiben lassen, geht in ihrem Beisein nicht. Das lässt sie nicht zu. Als es dann nichts mehr zu murkeln gab, der Kaffee ausgetrunken war und wir einfach mal noch ein wenig in Ruhe unter den Apfelbaum hätten sitzen können, nieselten ein paar winzige Tröpfchen aus einer undichten Wolke. Da wollte die Mutti dann heim, obwohl es noch nicht einmal halb fünf war. *grrrr*
Da mich Chris gebeten hatte, ihm etwas mitzubringen, falls ich noch einmal einkaufen fahre, schleppte ich Mutti noch mit in den Kaufmannsladen. Was ich für Chris holen sollte, bekam ich gar nicht, aber immerhin mein geliebtes Eiweißbrot.
18:00 Uhr setzte ich Mutti dann daheim ab. Ich war geschafft vom Nichts-getan-haben. Irgenwie knautschig, weil der Tag fast vorüber war, ich ermüdet war und weder etwas sinnvolles fertig bekommen, noch mich richtig erholt hatte.
Weil wir es so verabredet hatten, rief ich Katl an, und sie hatte eine richtig feine Idee. Sie lud mich zum Asiaten ein, wo wir gegrillte Riesengarnelen futterten, bis wir nicht mehr konnten.170805_195941
Spät am Abend las ich dann noch, bis mir die Augen zufielen.
So war es dann nach dem schönen Abend auch insgesamt doch noch ein schöner Tag geworden.

WmdedgT – Juli 2017

Tagebuchbloggen am 5. eines jeden Monats, gesammelt in der Linkparty Was machst du eigentlich den ganzen Tag? von Frau Brüllen.
Nachdem ich wie ein Stein geschlafen hatte und die Nacht somit nicht sehr erholsam war, quälte ich mich 20 Minuten vor dem Weckerklingeln bereits aus dem Bett. Die Zeit brauchte ich, um das Herzrasen in den Griff zu bekommen und halbwegs normal in den Tag starten zu können. Ein paar WhatsApp-Nachrichten flatterten zwischen der Freundin und mir hin und her, in denen wir verabredeten, dass ich mich von meiner Unpässlichkeit nicht beirren lasse und auf jeden Fall heute zum Feierabend nach Halle fahren und mit ihr strickschwatzen werde. Freilich hätten wir es auf nächste Woche verschieben können, aber wer weiß, was da wieder ist.
Kurz bevor ich los wollte, fiel mir ein, dass ich noch ein paar Dateien für die Arbeit brauchte. Also fix noch mal an den Rechner. Schneller, als den Stick herauszusuchen {und dann in meiner Schusseligkeit vielleicht noch daheim zu vergessen}, ging es, mir die Dateien selbst per Mail zu senden.
Dann aber endlich los. So spät bin ich in den letzen zwei Jahren nie mehr losgefahren. Da ich aber ohnehin nicht in den Kaufmannsladen wollte, das Morgenritual somit entfiel, war ich immer noch sehr rechtzeitig in der Firma. Und auch gleich schon wieder bedient.
Ich habe zwei Gruppen von Kollegen. Die eine Gruppe arbeitet in der Verwaltung. Mit den Leuten habe ich seltener zu tun. Man trifft sich in den Pausen auf dem Flur oder spricht gelegentlich einzelne Aufträge ab. Diese Gruppe ist der anderen gegenüber weisungsbefugt, was meist aber über mich läuft, obwohl ich als Freelancer irgendwie eine Sonderstellung einnehme, wobei das nicht unbedingt "besonders gut" bedeutet, sondern eher so "weder Fisch, noch Fleisch". Die andere Gruppe habe ich Tag für Tag um mich. Sie werden von mir betreut, betüddelt, unter- und angewiesen, was eben so anfällt.
Und diese Gruppe empfing mich am Morgen auf dem Hof mit viel Getön: "Sie haben gestern Abend vergessen, die Fenster zu schließen."
Hab ich nicht!
Vier oder fünf mal hintereinander wurde ich lautstark darüber aufgeklärt, dass die Fenster geschlossen werden müssen, weil es sonst im Falle eines Gewitters reinregnen kann. Ich versuchte zu erklären, dass ich nichts vergessen habe und die Fenster, als ich ging, definitiv zu waren. Ich wurde überhaupt nicht gehört. Stattdessen hieß es: "Jetzt haben wir endlich was gefunden, wo wir Sie auch mal anscheißen können."
Auch??? Als ob ich eine wäre, die immer nur meckert. Gründe hätte ich genug, aber ich mache es nicht, weil es in vielen Fällen gar keinen Zweck hätte.
Irgendwann war mir das alles zu blöd, und ich ließ die Leute auf dem Hof einfach stehen und ging zu meinem Arbeitsplatz. Die Freude an diesem Tag hatten sie mir für’s Erste verdorben.
Die kam dann zum Glück zurück, als mir die Kollegin aus der Verwaltung sagte, dass SIE die Fenster geöffnet hat {wie jeden Morgen}, um zu Lüften. Alles gut!
Schnell noch einen großen Pott Kaffee bereit gestellt und dann an die Arbeit. Das Übliche. Akten erstellen. Unterlagen einordnen. Ausdrucke verteilen. Tests auswerten. Übungsaufgaben weitergeben. FAQ beantworten, immer und immer wieder. Berechnungen anstellen. Bücher bestellen. Listen ausfüllen.
10:28 Uhr ein Anruf der Maklerin. Da ging ich ran, obwohl ich sonst private Anrufe während der Dienstzeit nicht entgegen nehme. Dies hier war eine Ausnahme und ging auch ganz schnell. Und nun haben wir einen Notartermin in Berlin. Den Entwurf des Kaufvertrages, den der Notar zwischenzeitlich per Mail geschickt hatte, las ich in der Mittagspause. Ist das ein Kauderwelsch. Zum Glück habe ich Erfahrung im Lesen und Interpretieren von Gesetzestexten, so dass mir das Ganze letzen Endes doch verständlich war.
Am Nachmittag standen ein paar Gespräche an, ein paar sehr individuelle Test mit ebensolcher Auswertung. Dann war endlich Feierabend, und ich konnte nach Halle düsen. Wobei "düsen" nicht das richtige Wort ist, denn ich ließ mir viel Zeit, tankte unterwegs und kam trotzdem noch vor Uta bei ihr daheim an. Die Männer waren ja da und empfingen mich freudig und dann war auch die Uta schon da. Natürlich hatte ich Neuigkeiten zu berichten, das Exposé zu zeigen und einen Kartenausschnitt, auf dem die Nähe zur Küste erkennbar ist. Jippieeeee.
Uwe kochte ein leckeres Abendessen. Wir schlemmten auf dem Balkon. Später verkrümelten sich die Männer, ein jeder woanders hin. Wir Mädels blieben auf Balkonien, schwatzten und strickten {nur ich} bis es dunkel war.170705_WA0005
Auf der Heimfahrt musste ich zunächst in Richtung Magdeburg fahren, weil die Autobahnauffahrt in Richtung Leipzig gesperrt war. Der kleine Umweg machte mir gar nichts aus. Ich fühlte mich die ganze Zeit über richtig fit und staunte über mich selbst, denn in letzter Zeit wurde ich oft zu den unmöglichsten Zeiten sehr müde. Vielleicht ist das nun endlich überstanden. An diesem Abend fühlte es sich jedenfalls so an.

WmdedgT – Juni 2017

An jedem 5. des Monats fragt Frau Brüllen, was man eigentlich den ganzen Tag macht. Im Mai hat mir das Spaß gemacht, deshalb habe ich auch im Juni notiert, was der 5. Tag des Monats mir gebracht hat. Da dieser Fünfte auf einen Feiertag {Pfingstmontag} fiel und sich somit auch ein SiSaSo angeboten hätte, gibt es diesmal auch einige Fotos.
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7:20 Uhr habe ich mich noch einmal unter meine Decke gekuschelt und noch ein Weilchen geschlafen, schließlich war Feiertag. Die Decke ist auf diesem Foto übrigens links herum, was mir aber erst auffiel, als ich das Foto hochgeladen hatte.

8:10 Uhr Bin ich dann aber doch aufgestanden. So richtig munter wurde ich nicht, außerdem schmerzte die Schulter wieder und mir war kalt. Also habe ich zunächst das Bad geheizt und dann eine Weile in der warmen Wanne gelegen. Nun war ich doch richtig wach und, weil das warme Wasser der Schulter gut getan hatte, auch in der Lage, den Fleck zweifelhafter Herkunft, der sich über Nacht in die Küche geschlichen hatte, vom Boden aufzuwischen.
Als nächstes holte ich Wäsche vom Dachboden. Bei dieser Gewitterstimmung und meine seltenen Anwesenheit daheim bot sich nur der Dachboden zum Wäschetrocknen an. Nachdem ich drei Taschen gepackt und noch den Müll mit runter genommen hatte, ging es nach B’dorf, schließlich hatte ich versprochen, zum Frühstück bei Chris und den Kindern zu sein. Inzwischen war es 9:50 Uhr.
Zwei der Mädels saßen im Wohnzimmer und spielten, das dritte Mädel und der "ganz große Junge" schliefen noch.
Also hatte ich Küchendienst und wickelte zuerst Schinken-Käse-Croissants und danach noch Schokobrötchen. Der Duft lockte die Langschläfer herunter und die Schokobrötchen waren so schnell alle, dass ich gleich noch eine Charge gebacken habe. Dann waren da noch diese Beeren im Kühlschrank, die gewaschen und verlesen werden wollten. Zu meinem Glück wollte die niemand haben. Hmmm. Lecker. Und alle für mich.
Die Mädels zogen sich zurück, um in Ruhe zu planen, was sie alles tun wollen, wenn sie 18 sind. Bis dahin sind zwar noch einige Jahre hin, aber sie hatten jetzt schon viel zu bereden und zu bedenken. Der "ganz große Junge" streckte sich auf der Couch aus, um noch ein wenig zu ruhen, bevor er zur Arbeit musste. Das nutze ich, um mich im Sessel ebenfalls ein wenig auszuruhen, fragt sich nur, wovon 😉
Gegen 15:00 Uhr war es dann schon wieder an der Zeit, alle Taschen wieder zu packen, die Zimmer noch ein klein wenig aufzuräumen und uns auf den Weg zu machen.
Zuerst brachten wir alle zusammen Chris zur Arbeit, dann die Pfingstferienkinder nach Frohburg.
Auf dem Heimweg kehrten Janice und ich noch zum Abendessen ein.
Kurz vor 21:00 Uhr nach insgesamt 150 km Fahrt hatte ich dann auch die Junghexe daheim abgeliefert.
Zum Haare färben hatte ich keine Lust mehr, aber um noch eine Reihe an der Decke zu stricken und dabei eine Folge einer Serie zu schauen, reichte es noch.
Am Ende waren es mehrere Reihen, mehrere Folgen der Serie und inwischen nach Mitternacht, als der Tag zu Ende und ich ins Bett ging.
Und nun schnell den Beitrag ab zur Linkparty WmdedgT.

WmdedgT – Mai 2017

An jedem 5. des Monats fragt Frau Brüllen, was man eigentlich den ganzen Tag macht. Bisher kam ich nur durch Zufall dort hin. Da ich aber nun so ein Linkparty-Typ geworden bin, möchte ich hier auch teilnehmen und {falls ich daran denke} an jedem 5. aufschreiben, was ich so alles tue.
Ein ganz normaler Freitag.
Kurz vor…
5:00 Uhr, knapp vor dem Weckerklingeln, kommen die ersten Guten-Morgen-Grüße über WhatsApp. Eine sanfte Art, geweckt zu werden. Ich freue mich über die Grüße und quäle mich ins Bad. Quälen, nicht, weil ich müde wäre, sondern weil mir seit ein paar Tagen alle meine Gelenke schmerzen. Also verwende ich einige Zeit darauf, Schmerzgel auf Knien und Knöcheln einzumassieren und entscheide wenig später, heute mit dem Auto zur Arbeit zu fahren, statt mit der Tram. So kann ich mit dem Guten-Morgen-Kaffee noch ein paar Minuten in der Küche sitzen bleiben, bevor ein weiterer hektischer Tag beginnt. Außerdem kann ich in Ruhe 100g Harzer Käse verspeisen und die Kalorien in meinen Kalender eintragen. Mutti meinte nämlich gestern, dass ich wahrscheinlich zu viel esse. Zwar gesund, aber eben zu viel.
7.30 Uhr, eine halbe Stunde vor meinem offiziellen Arbeitsbeginn, bin ich in der Firma. Ein Kollege aus der Nachbarabteilung schließt mir auf, so dass ich schon mal mit ein paar organisatorischen Arbeiten beginnen kann.
Kursteilnehmer werden an ihren Arbeitplätzen eingewiesen, Rechner werden auf-, ab-, umgebaut. Dozenten gebrieft. Lehrbücher ausgegeben, andere eingesammelt. Zwischendurch schnell den Kaffee aufgebrüht, bevor das Wasser wieder kalt wird und dafür gesorgt, dass die Kollegen Milch zu ihrem Kaffee haben. Im Handumdrehen war es…
9.00 Uhr und ich war endlich soweit, meinen Rechner einzuschalten und mit meinem Tagwerk zu beginnen. Das heißt, zu einem Tagwerk gehörten die anderen Verrichtungen auch, nur gibt es auch noch Arbeiten, bei denen man ein wenig dabeibleiben muss, wenn man nicht immer wieder von vorn anfangen möchte. Dazu gehört das Verteilen von Testaufgaben, das Besprechen von Testergebnissen, die Wiederholung verschiedener Tests und die Klärung, weil manchmal in den Korrekturblättern nicht die richtigen Antworten stehen. Über all diesen Tätigkeiten verging die Frühstückspause, der Vormittag, die Mittagspause und ein Teil des Nachmittags. Gegen Ende mussten noch die Räume für Montag vorbereitet und Unterrichtsmaterialien verteilt werden, damit am Montag Morgen alles bereit ist und nicht gleich wieder Hektik entsteht.
15.30 Uhr, eine halbe Stunde nach meinem offiziellen Arbeitsende mache ich mich auf den Heimweg. Heute besteht kein Grund zur Eile, weil ich nicht auf die Straßenbahn angewiesen bin und weil jetzt endlich Wochenende ist.
Auf dem Heimweg mache ich beim Kaufmannsladen Station und sammle kohlenhydrat- und kalorienarme Lebensmittel ein. Nicht viele, damit ich gar nicht erst in Versuchung komme, zu viel zu essen. 😉
Gegen 16.30 Uhr bin ich zu Hause. Schnell werden Autos umgeparkt, damit sich nicht wieder jemand beschwert, wenn mein Auto 5 oder 10 Minuten im Hof an der falschen Stelle steht. Die Fahrzeuge anderer Bewohner oder deren Gäste stehen dauernd irgendwo im Weg herum, aber wenn es meines ist, gibt es immer gleich böse Aufreger. Es wird Zeit, dass ich hier fort komme.
Ich lade die Taschen im Flur ab, verräume die Einkäufe und mache die Tomatensuppe heiß. Die habe ich schon vorgestern gekocht und mir ausgerechnet, dass der große Topf voll Suppe insgesamt nur 450 kcal hatte. Aufgeteilt auf drei Abendessen sind das ganze 150 kcal pro Portion. Hm, naja, vermutlich esse ich wirklich zu viel *Sarkasmus aus*.
Inzwischen ist es…
17.30 Uhr und ich frage mich ernsthaft, was ich den ganzen Tag gemacht habe oder, besser gesagt, wovon ich eigentlich so müde bin. Denn ich bin so müde, dass ich im Stehen einschlafen könnte und das Gefühl habe, heute überhaupt nichts mehr sinnvolles zustande zu bringen.
Also wird noch ein wenig im Netz herum geschaut und dieser Eintrag geschrieben. Und dann? Vielleicht mal kurz auf dem Bett ausstrecken? Nur ein Weilchen, nur so zum Kraft schöpfen.