Nach dem Aufbruch bei Csilla führte mein Weg mich zunächst nach Günthersdorf, wo ich Uta an der Tankstelle wiedertraf und mit ihr noch fix durch das schwedische Möbelhaus streifte, was infolge der Umbaumaßnahmen derzeit kein besonders Vergnügen ist.
Gemeinsam wollten wir dann noch zu Frostkauf in Halle, doch schon beim Ausparken hatten wir uns verloren. Dank Utas Bemerkung "Wir fahren auf die A9 und bei Großkugel wieder runter", fand ich den Weg problemlos. Wen ich nicht fand, war Uta, dafür aber eine Apotheke, wo ich eine Schmerzgel erstand.
Warum heißt das eigentlich Schmerzgel, wenn es doch gegen Schmerzen helfen soll. Hieße es da nicht besser "Antischmerzgel"?
Gegen meine miese Stimmung hatte die Apotheke nichts zu bieten. Das heißt, ich habe gar nicht erst gefragt, denn das Heil- oder zumindest Hilfsmittel hatte ich dabei. Eine reichliche Stunde Zeit, die ich nutzte, um ein wenig mit mir allein zu sein, über Gedichtfetzen und Märchenplots nachzudenken und dem Grundblues Gelegenheit zu geben, in Form lauthals mitgesungener Stones-Songs aus mir heraus zu strömen.
Dank Utas Navi fand ich mich danach ebenfalls problemlos zu SuShes Freunden, wo ich meine Wollkombinat-Partnerin anholte. Bei Uta gab es dann zur Einstimmung auf den Abend Gin-Tonic, und dann liefen wir zum Turm.

Danach gab es keinen Grundblues mehr. Nur noch Grundglück.
…sind Nachträge der vergangenen Woche fällig.
18/365…
…vom Dienstag ist eine "Notlösung", weil die wirklich wichtigen Ereignisse dieses Tages aus verschiedenen Gründen unfotografierbar waren. So müsst ihr mit meinem Brötchenteig vorlieb nehmen, den ich noch mitten in der Nacht angesetzt habe, damit es am Mittwoch Morgen was zu Futtern gibt.

An jenem Mittwoch hätte es einige ganz wundervolle Motive gegeben, zumal sich am Nachmittag ein strahlend blauer Himmel zeigte, der sich später mit Gewitterwolken überzog. Doch ich bin nicht [mehr] so fotoverrückt, auf der Auto aus dem fahrenden Auto heraus zu fotografieren. Und so kann ich als 19/365 nur diese unfertige Socke zeigen, die sicher fertig geworden wäre, wenn mir ein blöder Knoten nicht den gesamten Rapport durcheiander gewürfelt hätte, worauf hin ich mich entschloss, den halben Fuß noch mal zu ribbeln.

Da mangels Beteiligung und Lust der Handschuh-Strick-Kurs am Mittwoch zu einem Ein-Frau-Versuch wurde [liebs Utalein, gibts da Fotos?], ich aber am Donnerstag daheim eine Mail vorfand, in der jemand nach Handschuh-Fotos fragte [Monika warst du das?], habe ich dann am Donnerstag schnell einen Fäustling gestrickt, und diverse Aufnahmen gemacht.
20/365

Der Freitag gehörte gewissen Arztbesuchen, die allesamt gut taten. Die Massage am frühen Morgen war wundervoll. Ich könnte das jeden Tag haben. Der Ohrenarzt entfernte irgend etwas aus meinem rechten Ohr, woraufhin ich tatsächlich wieder besser hörte oder mir das zumindest einbildete. Außerdem schrieb er mir Hörgeräte auf. Darum muss ich mich dann am Montag kümmern. Am Abend dann war ich mit Katl bei unserem Lieblingsgriechen.
21/365

Der Sonnabend begann mit einem strahlenden Sonnenaufgang, wurde rundum ein schöner Tag, an dem ich nicht viel mehr tat, als einen riesigen Topf Pilzgemüse zu kochen, ein wenig zu lesen und mich am Abend mit Uta zum Essen und anschließend zum Konzert zu treffen. Hach.
22/365

…ich hatte doch etwas von vier tollen Tagen gesagt, beschrieben habe ich bisher nur drei.
Da war dann noch der Sonnabend, also gestern.
Schon am Mittwoch hatte ich von Uli erfahren, dass es am Wochenende in Leisnig einen mittelalterlichen Markt gibt, auf dem sie ihre Imker-Erzeugnisse anbietet. Da ich Märkte lieben, nicht nur als Marktweib, sondern mindestens genauso sehr als Besucher, war es bereits beschlossene Sache da hin zu fahren.
Dann aber stellten wir am Freitag fest, dass es auch am Kranwerk einen Markt geben würde. Das war kürzer und außerdem interessant zu erkunden, ob das beim nächsten Mal auch was für meinen Stand wäre. Also sammelte ich wieder mein Katlchen ein und auf ging es nach Naunhof, wo wir Csilla trafen, die sich am Stand von Shankali beteiligte und mit ihrem Spinnrad Besucher anlockte, während Kali fleißig spinnen übte.

In der Kranhalle. wo am Abend zuvor Wenzel auf der Bühne gestanden hatte, spielte am Sonnabend Nachmittag LaiQuendi

Katl meinte, sie müsse mich unpedinkt noch zum Eis einladen, wogegen ich nun so gar nichts einzuwenden hatte.
Also führte uns der Weg mal wieder nach EB in die Puschkinstraße, wo wir uns gleich noch am Test neuer Eissorten beteiligten, die dort ins Programm aufgenommen werden sollen. Mein absoluter Favorit: Kaffee-Mandel. Wobei Kirsch-Mandel auch sehr lecker war.
Hier hätte auch dieser Tag zu Ende gehen können und wäre rund und schön gewesen. Doch auch er bekam noch ein Häubchen aufgesetzt, denn zum Abend war ich mit Jürgen im Café verabredet, um seine Geschichte zu besprechen.
Ich gönnte mir ein feines Tröpfchen: Bardolino.
Später verschwand Anke in die Küche und zauberte ein super leckeres Nachtmahl aus Blumenkohl und Fisch mit leckerer Soße. Und zuletzt stellte sich heraus, dass ich auch dazu samt Bardolino eingeladen war. Hach.
Am Freitag war ein Besuch bei der AR*GE fällig, weil ich mich nach längerer Krankheit wieder arbeitsfähig melden musste…sollte…wollte. Bei einem Anruf war mir mitgeteilt worden, das sei notwendig. Also gut. Wenn es denn notwendig ist, machen wir das eben.
Da ich die Fahrt nach EB gleich noch mit Angenehmem verbinden wollte, sammelte ich unterwegs zuerst die Katl ein und mit ihr gemeinsam die Fotos von der Pflaumenallee.

Danach besuchten wir das Amt, wo sich heraus stellte, dass ich gar nicht hätte hin fahren müssen, weil ich ja selbständig bin und nur einen gewissen Zuschuss von amtlicher Seite bekomme und somit diese Forderung, mich nach Krankheit wieder anzumelden, für mich nicht gilt. Gleich zwei Mitarbeiterinnen bemühten sich um mich, um festzustellen, wie der Sachverhalt denn genau liegt und baten mich für die Fehlinformation des CallCenters um Entschuldigung. Das empfand ich als sehr angenehm. Es gibt, wie man sieht, nicht immer nur Ärger bei der Agentur.
Schnell erledigten wir nach diesem Besuch ein paar Einkäufe, und dann lud mich Katl zum Mittagessen ein, bei unserem Lieblingsasiaten in EB.
Ach war das schön. Die Atmosphäre verzauberte mich, ich hätte unzählige Geschichten ausdenken können. Wir schwatzen und speisten und schwelgten in Erinnerungen und Träumereien. Und fühlten uns in einer anderen Welt, weit ab vom Alltag.
Danke Katl für diesen Tag.
Bis dahin war alles schon so wundervoll, dass es an schönen Erlebnissen gereicht hätte.
Aber er war ja noch nicht zu Ende, dieser Tag, und der Abend hielt dann noch ein Sahnehäubchen bereit.
Das Konzert von Wenzel im Kranwerk in Naunhof.
Uta holte mich ab, so dass ich an diesem Abend nicht enmal fahren brauchte und ein Rotweinchen trinken konnte. Dieser Abend enthielt so viel… ich kann es nicht beschreiben, außer vielleicht mit einem Wort: Ich war glücklich.
Danke Uta für diesen Abend.
…im Netz habe ich Miriam Spranger entdeckt. Den mehreren Tausend Seitenaufrufen nach zu urteilen, ist sie gar keine so neue Entdeckung mehr, und ihr kennt sie vermutlich alle schon. Für mich jedoch war sie neu, und ich werde mir jetzt erst einmal all ihre Lieder anhören. Zur RR-Party nächsten Freitag werde ich es wohl kaum nach Chemnitz schaffen, obwohl mich das schon interessieren würde. Vielleicht kommt sie ja mal nach L.E.
Ich frage mich, wo meine Katl abgeblieben ist. Das letzte Mal sah ich sie nach ihrer schönen Geburtstagsfeier, als wir im beginnenden Schneetreiben vor ihrer Haustür darauf warteten, dass Chris mich abholt. Das ist jetzt schon zwei Wochen her. Seitdem habe ich nichts mehr von ihr gehört.
