
Das arme Kind! Da war sie nun am Freitag endlich im K*nd*rl*nd, dem Indoor-Spielplatz hier am Ort, um dort mit ein paar Freunden ihren Geburtstag nachzufeiern. Und was bringt sie von da mit heim? Läuse. Sie hat die Behandlung tapfer über sich ergehen lassen und nicht einmal gemurrt, als wir sie am nächsten Tag wiederholen mussten. Sie war überhaupt sehr, sehr lieb. Aber gehabt hat sie von ihrem Wochenende gar nichts.

…oder vielleicht bin ich auch verrückt. Sehr wahrscheinlich sogar, denn:
Ihr habt mir geschrieben, ich soll dringend Pause machen und hattet damit sehr recht. Nun wäre es aber so gewesen, dass dieser "Messeauftritt" gestern und heute bei der "Jagd und Angeln" bedeutet hätte, dass ich zwei Tage lang jeweils 9 Stunden am Spinnrad gesessen und damit eine sehr angenehme entspannende Beschäftigung gehabt hätte. Stattdessen bin ich daheim geblieben und habe gearbeitet und werde das auch nachher wieder tut. Und doch bin ich jetzt schon viel entspannter, als wenn ich zur Messe gegangen wäre. Dafür gibt es zwei Gründe. Einmal sind die Arbeiten, die ich dieses Wochenende erledigen muss, nicht aufschiebbar. Ich hätte sie also nach dem Messebesuch unbedingt noch erledigen müssen und damit wieder schlaflose Nächte gehabt. Und zum anderen wäre mir all das Unerledigte, das mich bedrückte, die ganze Zeit über durch den Kopf gegangen, so dass ich mich beim Spinnen vermutlich mehr in meine Verzweiflung hineingesteigert als entspannt hätte.
Und genau deshalb ist dieses arbeitreiche Wochenende für mich besser als ein "faules".
Gestern Abend brachte Chris die Minihexe mit, und so hatten wir einen schönen Abend. Inzwischen sitzt sie hier neben mir und wartet, dass ich fertig werde, damit sie einen Trickfilm schauen kann. Na gut, dann mache ich eben später weiter. Hab ja auch noch im Haushalt zu tun.
…wer vielleicht einmal in Omas Fußstapfen treten möchte.
Dieses herrlich fluffige Bat aus 100% Merino hat Janice gestern Abend kardiert. Als sie das Kardiergerät auf dem Tisch sah, musste sie natürlich daran herum spielen und war glücklich, als ich ihr sagte, sie darf das. Mit wahrem Eifer drehte sie an der Kurbel, fragte immer wieder: "Mache ich das toll?" und war sehr stolz darauf, wenn ich ihr jedes Mal sagte, dass sie das ganz wundervoll macht.
Da haben wir nun wohl ein neues Spiel gefunden. Gewiss war das nicht das letzte Vlies, das sie kardiert hat.

…kam am Donnerstag bei mir an. Nun wartet ganz wundervoll kuscheliges BFL-Lacegarn auf tolle Pflanzenfarben…
Vor dem Regen habe ich auch noch das Spinnrad nach Hause geholt, allerdings kam ich bisher noch nicht dazu, auch nur einen Meter Garn zu spinnen.
Dafür habe ich mir gestern in der einzigen Zeit, die der Regen mal aussetzte, einen schönen Nachmittag gegönnt, indem ich zur Bücherei gegangen bin und einen riesigen Stapel Krimis mit nach Hause gebracht habe.
Nun aber muss ich erst einmal den Rechner räumen, denn Janice möchte "Die Schöne und das Biest" schauen.
…Jette und Peter brauchten über sieben Stunden, um am Mittwoch hier anzukommen. Immerhin war das Chili fertig und gut gelungen.
…Fast zeitgleich mit den Pfälzern kam Chris mit Janice hier an. Da in meiner winzigen Küche nur Platz für drei Stühle und damit für drei Personen ist, mussten wir grüppchenweise essen.
…Janice wachte am Donnerstag mit Fieber auf und schlief am Vormittag im Sessel ein. Zum Glück wachte sie rechtzeitig wieder auf, um es noch zu Mutsch zum Mittagessen zu schaffen.
…Dummerweise war das Kind so schlapp, dass ich sie alle Wege tragen musste. Dadurch kamen wir am Ende doch 5 Minuten zu spät, und ich erntete ein Donnerwetter, bevor ich überhaupt erklären konnte, warum.
…Trotzdem fuhren wir [Jette, Peter, Janice und ich] am Nachmittag nach EB in den Tierpark. Peter hat die Kleine fast die ganze Zeit getragen. Der Arme. Hoffentlich war es ihm nicht zu anstrengend.
…Chris sagte sein Männertagsgrillen mit Freunden ab und organisierte statt dessen Fieberzäpfchen für die Kleine.
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Den Freitag verbringen wir zwischen Fieberzäpfchen, Kamillentee, Wadenwickeln und endlosem Geschichtenerzählen.
Chris ist unterwegs, für mein Auto Ersatzteile zu beschaffen.
Wie ihr seht, herrscht bei uns das ganz normale Chaos.
…mit Blechi. Ihr Besuch in Entenhausen erinnerte mich an ein paar Fotos, die auf noch meiner Festplatte schlummerten.

Zu diesem Foto meinte Chris, es sehe aus, als tanzten die Enten.

Und hier finde ich, dass das Foto eine gewisse Dynamik ausstrahlt. Man sieht förmlich, wohin sich die Enten bewegen werden und hört beinahe ihr Geschnatter.
Diese beiden Fotos habe übrigens nicht ich aufgenommen. Wenn wir unterwegs sind und ich die Kamera dabei habe, fragt mich Janice immer wieder, ob sie auch mal fotografieren darf. Meist darf sie. Und dann entstehen eben solche Schnappschüsse.
