
Gestrickt, gemessen, geribbelt, geärgert, neu angefangen, Lust verloren.
Das war gestern.

Ich hab’s gewusst…
…dass die Omi die Babyschühchen nicht abholen wird. Aber wenn ich sie nicht fertig gestrickt hätte, dann hätte die Omi gewiss in der Tür gestanden und danach gefragt.
Die Geschichte ist eine längere, aber ich hab jetzt gerade keine rechte Lust, sie zu posten. Vielleicht später, wenn {falls} es eine Fortsetzung gibt.

Der Anfang ist geschafft. Auch wenn man noch nicht viel sieht, hat mich dieses Teil gestern den ganzen Nachmittag beschäftigt. Bei 450 Maschen pro Runde war der Anfang etwas kniffelig. Aber nun ist alles passend, die Runde ist rund und kein Loop, da musste ich höllisch aufpassen. Der umgeschlagene Rand ist eingestrickt {nachträgliches Annähen hätte mich genervt}, alle fallengelassenen Maschen sind wieder hochgestrickt und das Muster aufgeteilt. Von nun an gehts nur noch geradeaus. Das heißt, es geht natürlich in Runden und mit nem winzigen Muster, damit es nicht gar so langweilig wird. Mal sehen, wieviele Jahre vergehen, bis das Teil tragbar ist.
…einen Baktus, den ich gestern Abend unbedingt anstricken musste. Das Garn hatte ich gestern gerade bekommen. Und natürlich müssen die Kunden im Lädchen ja sehen, wie das Ganze verstrickt aussieht. Und ich wollte beweisen, dass man aus einem Knäuel tatsächlich ein ganzes Schaltuch heraus bekommt. Ihr könnt euch denken, dass ich das Strickzeug nicht wieder aus der Hand legen konnte, bevor der Baktus nicht fertig war. Heute Morgen 4.38 Uhr war es dann so weit. Zwischendurch war ich wohl schon ein paar Mal in meinem Sessel eingenickt, raffte mich dann aber immer wieder auf weiterzustricken. Ich finde, es hat sich gelohnt.

Ach so, ja, das wollte ich noch sagen: Die bunten Blüten mit Perlen kommen direkt aus dem Knäuel, deshalb heißt das Garn ja auch Cicek.

Endlich fertig…
…wurde am Dienstag dieses Tuch mit Blätterrand. Nach dieser tollen Anleitung hätte es nur eine Blätterkante gehabt und wäre an der anderen Schrägseite einfach abgekettelt worden, wie das bei dieser Art Tüchern [siehe Hitchhiker & Co] üblich ist. Das hätte mir für so ein großes Tuch, wie dieses hier geworden ist, nicht so recht gefallen. Deshalb habe ich mir ausgedacht, wie man die Blätter an der zweiten Kante stricken müsste. Die Anleitung dazu existiert momentan leider nur stichwortartig. Die muss ich mal noch ausformulieren und werde sie dann eliZZZa zur Verfügung stellen.
…euch etwas zeigen.

Diese wunderschönen Socken hat mir Uta geschenkt. Einfach so, ohne besonderen Anlass und nur, weil sie findet, dass diese Socken zu mir passen. Ich freue mich riesig und ich wisst ihr, was? Sie sind jetzt schon meine Lieblingssocken. Was da wie glänzende Perlen aussieht, sind nämlich winzige Glöckchen, und davon gibt es an jedem Socken neun Stück. Ich liebe dieses Klingeln, dass sie bei jeder Bewegung hervorrufen. Und ich freue mich jetzt schon darauf, sie anzuziehen, wenn ich am Spinnrad sitze und Geschichten erzähle. Dieses feine Klingen wird eine schöne Untermalung geben.
Hach, wie schön.
Jetzt…
…muss ich mich erst mal um meinen Auftrag kümmern, der mir von Anfang Oktober bis Mitte Dezember mein Auskommen sichern sollte. Dieser wurde nämlich im Umfang massiv geschrumpft, so dass ich kam noch auf einen "grünen Zweig" komme. Jetzt muss ich erst mal klären, was da überhaupt los ist.
…wieviel Arbeit diese Winzlinge doch machen.

Gedacht sind die süßen Kleinen als Schlüsselanhänger. Deshalb will ich sie noch mit kleinen Schlüsselringen versehen, die ich aber erst noch beschaffen muss. Immerhin sind die ersten acht Teilchen heute entstanden. Ursprünglich wollte ich zehn machen, aber die Wollreste werden immer kürzer, ich muss immer häufiger anstückeln, was Zeit raubt, wie ihr euch denken könnt. So mag ich heute nicht mehr. Muss erst mal neue Reste produzieren.
…war für mich während des Spinntreffens angesagt, weil ich unbedingt für Tante Hertha als Geschenk diese Socken fertig bekommen wollte.
Sie hat sich übrigens sehr darüber gefreut.
Das weiß ich im Moment wirklich nicht.
Während meiner Krankheit war meine Kreativität völlig abhanden gekommen, ich konnte mich nicht mal motivieren, simple Socken zu stricken. Das ging dann zum Glück irgendwann wieder, aber mir Muster auszudenken oder mich ans Spinnrad zu setzen, dafür bedurfte es eines Anstoßes. Der erste kam am vergangenen Mittwoch, als mir Catrin einen wundervoll gefärbten Kammzug mitbrachte, den sie beim 2. Leipziger Wollefest bei der Frau Drachenwolle erstanden hatte und ursprünglich selbst verspinnen wollte. Dummerweise habe ich ihn nicht im Original fotografiert. Inzwischen ist er fertig.

Dann brachte Sibylle zum Spinntreff am Donnerstag einige ihrer fertigen Werke mit, was mich dann inspirierte, mich endlich mit Tüchern zu beschäftigen. Ein Übriges tat das tolle Tuch, das Sabinci am Freitag um die Schultern trug. Und gestern Abend hatte dann Csilla so ein feines Garn, Gotland verzwirnt mit Leinen. Da hätte ich doch gleich losstricken mögen.
So hab ich Csilla und Eva gestern die Anleitung für ein gaaaaanz einfaches Tuch diktiert, und nun haben Eva und ich erst mal die Aufgabe, dünnes Garn für ein solches Tuch zu spinnen. Csilla hat ihres ja bereits. Und dann werden wir wohl…
Nun hab ich mir aber überlegt, dass ich ja auch endlich mal Muster aufschreiben könnte. Das kam mir neulich schon für Socken in den Sinn, als mir die Ideen für mein Sommergarn fehlten. Es sind doch immer nur rechte und Linke Maschen, Umschläge und zusammengestrickte Maschen. Mehr ist doch zu solch einem Muster nicht dazu. Auf die Kombination kommt es an.
Nun hab ich hier mein Notizbüchlein liegen und male senkrechte und waagerechte Striche und manchmal ein paar schräge und ein paar Kreise. Ich bin sehr gespannt, was da mal heraus kommt und ob das, was ich hier strichle, überhaupt strickbar ist. *hihi*
…kann ich euch aus den letzten drei Tagen zeigen.

Der Boulevard in Karlovy Vary. Entlang der riesigen Baustelle ein Schmuckgeschäft am anderen und ein paar Restaurants. Schön waren die Quellen, interessant die Führung. Das Wasser schmeckte übrigens besser, als ich vermutet hatte. Salzig, aber angenehm.

Auf dem Weg nach und von Karlsbad veranstaltete ich mein eigenes kleines Bussocking, bekam die zweite Socke aber nur bis zum Fersenkäppchen fertig. Den Rest wollte ich dann am Mittwoch beim Halleschen Strickstammtisch schaffen, aber wie man sieht, fehlt immer noch ein Stück. Nun frage ich mich allerdings: Was hab ich denn am Mittwoch die ganze Zeit gemacht?

Die gleiche Frage stelle ich mir für den Donnerstag Nachmittag. Da traf sich die Spinngruppe in der Auwaldstation. Ich fuhr direkt von der Schule aus hin und war sogar eine der ersten. Trotzdem habe ich es nicht geschafft, den Strang Drachenwolle zu verspinnen, den Catrin mir am Mittwoch gegeben hatte.
Das, was ich heute vor habe, muss ich fertig bekommen. Es wird nämlich die Suppe sein, die ich Petra für die Party auf der Scholle versprochen habe, die morgen Abend steigen soll. Da ich morgen den Tag beim Wollefest verbringen werde und die Suppe nicht den ganzen Tag im Auto lassen kann, möchte ich sie heute Nachmittag zur Scholle bringen, muss aber 18 Uhr schon wieder beim nächsten Treffpunkt sein. Hach…
Ich hab es gern, wenn die Tage so ausgefüllt sind. Schade nur, dass alles gar nicht so schön bunt ist, wie es hier klingt, weil über allem immer Schatten liegen, die durch gewisse Telefonate immer und immer wieder aufgerührt werden…
