…ob überhaupt noch jemand außer mir Interesse am Suse-Garten hat. SuShe schon mal nicht, das wissen wir ja nun. Nur, allein vom drüber Reden macht sich die Gartenarbeit nicht.
Ach ja, ich vergaß ~ der Garten ist ja so toll, da braucht man ja gar nichts machen.
Nee, echt nicht. Denn das mache ja ich. Naja, und Chris samt Freunden, wenn gerade mal ein Dach zu denken ist. *kicher*
Die haben alle gar keine Ahnung, wie schön es da draußen ist.
19.30 Uhr daheim.
Es ist einer dieser Abende. Zu gern würde ich mich jetzt schnell ein bissel aufhübschen und dann wieder losziehen. In die Stadt fahren. Durchs Zentrum schlendern. Auf der Karli in einer dieser kleinen Kneipen hängen bleiben und mit irgend einem interessanten Typen einen tollen Abend verbringen.
Nichts von alledem wird geschehen. Da gibt es wohl eine Reihe interessanter Typen, doch keinen, der ausgerechnet heute und ausgerechnet mit mir um Leipzigs Häuser ziehen würde. Mancher muss arbeiten. Mancher ist bereits verabredet. Jemand würde gern herumziehen, aber nicht mit mir. Jemand würde gern mit mir herumziehen, aber nicht in L.E. und wieder andere würden und könnten, haben aber Partnerinnen. Da bin ich es dann, die nicht will.
Und deshalb werde ich mich jetzt auf der Chouch zusammen rollen, meine Nase in ein Buch stecken und wahrscheinlich sehr bald darüber einschlafen.
Morgen… morgen ist dann wieder alles wie immer. Ich habe viel zu tun, mehr als ich schaffen kann, so dass auch für den Sonntag noch genug Arbeit übrig bleibt. Genug Ablenkung, genug Stress. Einiges, was unpetinkt fertig werden muss, vieles, was auch endlich mal voran gehen sollte und eine Menge, was auch an diesem Wochenende wieder vertagt werden wird. Wie immer eben.
Nur heute, heute ist einer dieser Abende…
Das Foto des Tages, das ich schon heute Morgen hochgeladen habe, möchte ich aktualisieren.

Ich hätte gern mehr geschafft, aber ich hatte eine Idee für die Wollkombinat-Seite, mit der ich den gesamten Vormittag zugebracht habe. Die Internetanbindung im Lädchen war heute so extrem langsam, dass ich nicht voran kam und zu Mittag entnervt aufgab. Daran muss ich mich an diesem Wochenende auch noch setzen. Aber nicht heute.
Denn heute ist einer dieser Abende.
…die

von dieser Woche. Einen Tag verspätetet, weil ich gestern erst so spät daheim war, dass ich nicht mehr herein geschaut habe.
vor der Tür… ist es grau und hässlich ujnd stürmisch.
ich sollte vielleicht… im Schaufenster mit der Frühlingsdekoration beginnen, vielleicht lockt ihn das ja hervor.
ich freue mich… dass ich so tolle Freunde habe.
ärgerlich ist… dass das Lädchen seit zwei Wochen nur noch schleppend läuft.
mein Leben… wird deswegen von dem ständiigen Kampf ums Rechnungsbezahlen bestimmt, dabei wüsste ich so viel besseres damit anzufangen.
Ordnung schaffen… war vor vier Wochen ein Schlüsselthema. Und mit der äußeren Ordnung kehrte auch die innere wieder, jedenfalls zum Teil.
ich brauche… mal wieder einen einzigen kleinen Dozentenauftrag, damit sich die finanzielle Situation ein bissel entspannt.
7inside auch diese Woche wieder bei Annelie.
…dass ihr für mich da seid, an mich denkt, mir Mut macht und bereit seid, euch meine Sorgen anzuhören.
Chris kam gestern Abend auch noch vorbei, obwohl er nur ganz wenig Zeit hatte. Die hat er sich dann aber genommen, um mich anzuhören und mich wieder ein wenig aufzubauen. "Mach dir nicht so viele Sorgen, das wird schon", meinte er.
Und Evchen kam dann mit dem Spruch: "Und wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her." Mag sein, dass dieser Spruch abgedroschen klingt, allzuoft bemüht. Dennoch ist er sehr zutreffend. Man muss nur zum einen daran glauben und zum anderen bereit sein, das Lichtlein auch zu sehen.
Ich bin dazu bereit, ich halte geradezu Ausschau nach Lichtblicken. Leider kamen heute schon wieder zwei Rückschläge hinzu. Einmal ist mir seit heute Morgen übel, und vorhin auf dem Weg zur Schule bin ich gestürzt, ohne dass ich sagen könnte, wie es dazu kam. So, als ob mir ganz kurz schwindelig gewesen wäre.
Nun versuche ich, mich halbwegs zu fangen und meinen Unterricht trotz allem gut über die Bühne zu bringen.
In der Frühstückspause rief ich bei dem Herrn an, dem ich gestern die Mail geschrieben habe. Ich wollte ihm nur auf den AB sprechen, damit er meine Stimme kennt und sich dadurch vielleicht ein besseres Bild von mir machen kann, als nur von der Mail. Leider erfuhr ich bei dem Anruf, dass der arme Mann im Krankenhaus liegt und sich derzeit natürlich nicht um die Vermietung des Ladens kümmern kann. Tja, toll. Es soll wohl nicht sein.
Tja, und das bringt mich wieder zu dem Gedanken zurück, den ich gestern Abend schon hatte, als ich zu Bett ging. Was wäre, wenn all diese Missgeschicke und Rückschläge die "Lichtlein" wären, die Zeichen, auf die ich hören sollte?
Seit einiger Zeit schon hat mich so eine Unrast gepackt und ich habe Freunden gegenüber schon mehrmals geäußert, dass ich am liebsten alles hinter mir lassen und irgendwo anders noch einmal ganz von vorn anfangen würde. Das kann man tun, auch mit 50 noch. Man muss nur wissen, was man will. Und das wusste ich bisher nicht so genau. Da war nur das Gefühl, noch mal neu anfangen zu wollen. Dem entgegen stand jedoch, dass ich mir hier in den letzten Jahren einiges aufgebaut hatte, dem ich nicht so ohne weiteres den Rücken kehren wollte und konnte. Da ist der Dozentenjob und mein [vermuteter] guter Stand bei der Agentur, die mir diese Aufträge vermittelt. Da ist das Wolle-Lädchen, in das ich viel Kraft gesteckt habe und das inzwischen tolle Kundschaft hat. Das reißt man doch nicht alles nieder und geht, um irgendwo einen ungewissen Neuanfang zu wagen.
Nun scheint aber der Zeitpunkt gekommen zu sein, an dem alles den Bach runter geht, weil der Laden anderweitig vermietet werden soll, ich aber so schnell keinen anderen finde und weil der Jobvermittler meint, andere Dozenten müssen auch mal Aufträge bekommen, es soll schließlich gerecht zugehen. Und wenn dann noch die Organisatoren des Weihnachtsmarktes versuchen, ebenso gerecht zu sein und deshalb die Standplätze anderen Bewerbern geben, als denen, die schon in den letzten Jahren diesen Markt immer mit ihren Angeboten bereichert haben, dann könnte es doch an der Zeit sein, genau jetzt all dem den Rücken zu kehren und nun eben diesen Neustart zu wagen.
Vielleicht sollte ich gar nicht mehr versuchen, meine bisherigen Jobs zu behalten? Vielleicht sollte ich nicht mehr versuchen, immer neue Dozentenaufträge heran zu holen? Und vielleicht sollte ich mir auch kein neues Lädchen suchen? Vielleicht leuchtet das Lichtlein über kurz oder lang aus einer ganz anderen Richtung?
Vielleicht sollte ich einfach nur die Augen offen halten, damit ich es dann auch sehe? Und wenn ich es sehe, sollte ich vielleicht einfach zugreifen und mein altes Leben loslassen.
…durch das Wet-Picture-Projekt kam ich mal wieder vom Hundertsten ins Tausendste und landete bei Mein Kerbholz. Da gibt es Erinnerungen, die verblassen nicht und man muss immer und immer wieder an bestimmte Ereignisse denken, auch nach vielen Jahren und mehrmals am Tag. Es beruhigt mich, dass es anderen Menschen genauso geht, wie mir. Ich hab da auch so eine "Zwangsneurose": Vor vielen Jahren, als meine Freundin Elke noch in Leipzig wohnte [sie zog 1988 nach Berlin, also muss es noch vorher gewesen sein], besuchte ich sie eines Nachmittags und außer mir tauchte noch eine Nachbarin auf. Ihren Vornamen habe ich längst vergessen, nicht jedoch die folgende Szene: Wir saßen im Wohnzimmer beim Tee, während die Kinder den Rest der Wohnung auf den Kopf stellten, und unterhielten uns darüber, wie wir jungen Weiber unseren Haushalt schmeißen und wie verstaubt und spießig doch die Ansichten unserer Mütter und Großmütter sind und besagte Nachbarin meinte: "Stellt euch mal vor, meine Oma, die faltet sogar ihren Spüllappen ordentlich zusammen. Das ist doch nicht normal!" Elke brummelte etwas, ich lenkte vom Thema ab. Kaum hatte die Nachbarin das Zimmer verlassen, weil sie mal nach den Kindern sehen wollte, sagte Elke: "Du, soll ich dir mal was gestehen?"
Meine Antwort: "Ja, ich auch!"
Jedes Mal, aber wirklich jedes Mal, wenn ich meinen Spüllappen zusammenfalte [und das geschieht ja nun ein paar Mal am Tag], muss ich daran denken. Ist doch verrückt, oder?
…macht ein Film wie dieser.
1 . Pommes mit Majo oder mit Ketchup?
Mit Salz und sonst nix.
2. Glaubst du an Liebe auf den ersten Blick?
Ich glaube überhaupt nicht mehr an die Liebe, jedenfalls nicht an die zwischen Leuten, die sich irgendwo begegnen. Zwischen Kindern und Eltern, ja, auch zwischen Geschwistern … also diese Art von Liebe, die irgendwie angeboren scheint. Aber alles andere? Nee!
3. Welches Gefühl verbindest du rückblickend mit dem Jahr 2010?
Steigerungsfähig, unbedingt. Ich hab da wohl gute Voraussetzungen geschaffen für 2011. Es gab schon viel schlimmere Jahre.
Steinchen gibt es hier.
…versinke ich einfach.
Irmi hat in ihrem Kommentar gemeint, mit meiner Einstellung zum Leben könne ich Chris beeinflussen.
Ich glaube, das funktioniert nicht. Mit Gesprächen, vielleicht mit Streit [den ich lieber vermeiden würde, nennen wir es mal Diskussionen], aber keinesfalls einfach mit vorleben. Damit beeinflusst man nur kleine Kinder. Wenn bei erwachsenen Kindern etwas schief läuft, vielleicht weil sie Schicksalsschläge hinnehmen mussten, die man ihnen als Eltern nicht ersparen konnte, so gern man das gewollt hätte, dann hilft die Lebenseinstellung einer Mutter wenig, und sei sie noch so positiv [was bei mir ja nicht mal immer der Fall ist].
Und ob es in einem Paralleluniversum besser wäre? Nun, zumindest wäre es wohl anders, und da fällt mir ein Spruch ein, den ich mal auf einer Grußkarte gelesen habe und der mir sehr gut gefiel:
Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Ich weiß nur, dass es anders werden muss, wenn es besser werden soll.
