…Sommergarne in Blau habe ich am Donnertag {21. März} für euch aufgenommen, als ich den ganzen Tag damit verbrachte, das Lädchen umzuräumen. Wintergarne ins Lager, Sommergarne in die Regale. Und auspreisen, auspreisen, auspreisen. Fertig wurde ich an diesem Tag nicht, aber Freitag ist ja auch noch ein Tag.

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Am Abend hat Katl für mich gekocht. Es gab wieder die leckeren Knödel und diesmal hatte sie daraus auch noch einen Salat gezaubert. Hmmmm. Ich hatte noch Strickzeug mit zur Katl genommen, aber ich schlief nach dem Essen fast am Tisch ein. So wurde das nix mit stricken. Auf dem Heimweg fiel mir ein, dass ich das Handy hatte liegen lassen. Da musste ich noch mal umkehren. Langsam werde ich auch tüttelig.
…am Dienstag hatte ich nicht alles geschafft, was hätte sein müssen. Deshalb stand ich am Mittwoch {20. März} 5.30 Uhr auf und hockte mich an den Rechner, denn es gab da einen Brief und eine Mail, die uuuunpetinkt an diesem Tag raus mussten.
Als ich mit dem Bürokram fertig war, musste ich auch schon los, Mutti abholen und mit ihr zu Heiner fahren. Seine Tochter hat ihn ja nun gezwungen, in eine betreute Wohneinrichtung zu ziehen. Seine Schwäche nach dem Sturz hat sie ausgenutzt, um von ihrer Betreuungsvollmacht Gebrauch zu machen und ihn aus seiner Wohnung in solch eine Einrichtung zu verfrachten. Es ist eine gute Einrichtung, und sie hat auch seine dortige Wohnung hübsch eingerichtet. Aber die beiden alten Leutchen, die bisher in den letzten 14 Jahren ihre Tage miteinander verbracht und aufeinader abgestimmt haben, hat sie getrennt und ihnen das Zusammensein erschwert, denn auch wenn das Heim sich hier am Ort befindet, sind doch beide nich mehr so gut zu Fuß, dass sie problemlos jeden Tag zum Kaffeetinken zueinander gelangen können. Am Dienstag hat sie ihren Vater aus Muttis Wohnung weggeholt. Als wir am Mittwoch Morgen dort waren, klagte er schon darüber, wie einsam es dort sei.
Aus Sicht der Tochter ist ihr Verhalten natürlich richtig. Sie hat in den letzten 4 oder 5 Wochen all ihre Kraft dahinein gesteckt, ihren Vater und alle möglichen anderen Leute davon zu überzeugen, dass er nicht mehr allein in seiner Wohnung leben kann. Was nicht der Fall ist, er könnte schon, aber sie wollte das nicht mehr. Und es ist auch klar, wieso: Sie hat sich das fein überlegt. Wenn sie jetzt alle Kraft investiert, ihn in eine Einrichtung zu verfrachten, ist er dannn für alle Eventualitäten versorgt und sie muss sich später nicht mehr kümmern, außer vielleicht mal zu Besuch zu kommen. Überzeugt hat sie niemanden, nicht einmal ihren Vater, der sagt: Naja, ich muss ja dankbar sein. Sie hat so viel für mich getan. In Wahrheit hat sie das für sich getan, damit sie später nichts mehr tun muss. Aber was soll es, wir können es nicht mehr ändern. Wir konnten nie etwas tun, denn die Betreuungsvollmacht hat sie, und die hat sie ausgenutzt. Ich habe die Betreuungsvollmacht auch für meine Mutsch, aber eines schwöre ich euch und hab es auch meiner Mutsch versprochen, ich werde erst davon Gebrauch machen, wenn sie wirklich nicht mehr in der Lage ist, eigene Entscheidungen zu treffen, was uns die nächsten 10 bis 15 Jahre erspart bleiben möge.
Gegen 9 Uhr musste ich dann von Heiner wieder los, denn ich wollte ja das Lädchen pünktlich öffnen und musste die vorbereiteten Briefe noch ausdrucken. Katl, die gute Seele, kam dann vor ihrem Dienst vorbei, schnappte meine Briefe und trug sie zur Post, weil diese als Einschreiben mit Rückschein aufgeben werden mussten.
In der Mittagspause wollte ich dann Mutti wieder nach Hause bringe, aber sie nahm mir diesen Weg ab, indem sie meinte, eine Strecke könne sie laufen und dabei noch kleine Einkäufe erledigen.
Abends war ein Treffen in Lütschena anberaumt, aber weil es zwischendurch so aussah, als sollte die Hexe am Abend bei mir sein, sagte ich dies ab. Dann zerschlug sich zwar auch der Abend mit der Hexe, aber da wollte ich dann doch nicht mehr losfahren und nutze den Abend, um mich mal in der Wanne zu entspannen. Nachher gab es dann allerdings noch jede Menge familiäre Telefonate und C. hatte einen ihrer Ausraster und ich hatte es satt, satt, satt.
Zum Glück war das nicht alles, was an diesem Tag geschah.
Ich nutzte die Gelegenheit im Lädchen, endlich zu fotografieren, was die große Kiste Glück, die Uta mir geschenkt hatte, noch so alles enthielt.

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Das Glückstagebuch hatte ich gleich am 15. begonnen. Es ist wirklich toll, weil man dann an jedem Tag irgend etwas finden kann, worüber man sich gefreut hat.
Beim Durchsehen der Fotos fiel mir auf, dass diese ganzen Schätze noch immer nicht alles sind. Nicht fotografiert habe ich die süßen Glückspilze, die Uta bestrickt hat und die nun vom Schaufenster aus meine Kunden bestricken.
Ebenfalls im Fenster steht eine Vase mit dem wundervollen Frühlingsstrauß von Anke und Jürgen, der sich schon über eine Woche hält und immer noch schön aussieht. Liegts an der Vase? Die war nämlich ebenfalls noch in Utas Glückspaket und sie sieht aus, wie gestrickt, sogar mit Zopfmuster. Die zeige ich euch auch noch, versprochen.
..verkaufte ich am Dienstag {19. März} die tollen neuen Sommergarne, die es gar nicht bis ins Regal schafften.

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Sparkles heißt das Garn, und in der Nahaufnahme sieht man auch, warum. Es hat winzige Pailletten.

Ansonsten verlief der Dienstag wie immer:
- früh aus dem Haus und eine Stunde quer durch Leipzig im Schneetreiben
- acht Stunden Unterricht
- eine Stunde quer durch Leipzig im Berufsverker, aber wenigstens bei Sonnenschein
- Zwei kurzweilige Stunden im Lädchen mit neuer Ware und einer tollen Kundin und, ich glaube, Katl war da. War das am Dienstag? Ja, genau. Katl war da.
- Nach Dienstschluss mit einer Kollegin von vier Läden weiter verabredet, um ihr etwas an ihrem Rechner zu erklären.
- Kurz vorher rief Mutti an, so dass ich 15 Minuten zu spät zur Verabredung kam.
- Als ich gerade ankam, rief Mutti an: Ich habe mich ausgesperrt.
- Also ins Auto gesprungen, Mutti bei Freunden abgeholt, von denen aus sie auch telefoniert hatte. Sie ein die Wohnung gelassen und eine halbe Stunde nach dem Schlüssel gesucht, der sich dann in ihrer Hosentasche fand. Ach, die kleine alte Frau. Hat bissel viel um die Ohren zur Zeit und ist dadurch manchmal ein bissel durcheinander. Das gibt sich wieder.
- Wieder zurück zu meiner Kollegin und da noch bis ca. 22 Uhr am Compi gewerkelt.
Tja, da war der Tag dann um. Ich habe nicht mal mehr Mails gelesen. Ich habe den Rechner gar nicht erst hochgefahren, sondern bin gleich ins Bett gekrochen. Was ich an diesem Abend dringend noch an Bürokram hätte erledigen müssen, steht… nein, nicht auf einem anderen Blatt, aber im nächsten Eintrag.
…nun ist das bissel Zeit, das ich mir vom Schlaf angeknapst hatte, um endlich mal Fotos einzustellen und von den letzten turbulenten Tagen zu berichten, auch wieder dafür drauf gegangen, für die Familie das Wochenende zu organisieren. Oder besser gesagt, mich dagegen zu wehren, dass andere meine schöne Planung über den Haufen werfen.
Ich versuche doch nun wirklich immer, alles auf die Reihe zu bekommen und es allen immer recht zu machen und für alle dazusein. Da muss die Planung aber klappen und es müssen alle Termine wie ein Uhrwerk ineinander passen.
Das bekomme ich auch hin {vermutlich liegt mir das Organisieren im Blut}, aber dann geht es einfach nicht, dass dann einer kommt und sagt: "Och nöö, du kannst ja Sonntag mal kommen."
Ich kann nicht einfach so "Sonntag mal kommen", weil dann alle anderen Termine und die ganze tolle Planung, wie ein Kartenhaus zusammenfallen.
Dabei geht es hauptsächlich um drei Menschen, die sich selbst nicht wirklich helfen können. Meine beiden lieben "alten Leutchen", die nun einmal etwas tatkräftige Unterstützung brauchen. Und Janice, die noch zu klein ist, um für sich selbst zu kämpfen und die oft herumgereicht wird, weil keiner wirklich Zeit für sie hat. Um diese Drei herum, die Unterstützung brauchen, müssen sich die anderen herum gruppieren. Das geht nun mal nicht anders.
Oups, Telefon.
Und nun bin ich schon über die Zeit und muss schnell los. Vor 20.30 Uhr werde ich nicht wieder hier sein. Da müssen die Fotos noch warten. Tut mir Leid.
Ergreifen Sie die Initiative! Spielen Sie mit Ihrer Kreativität und verwirklichen Sie sich selbst. Streben Sie nicht den vorsichtigen Kompromiss an, sondern die Entfaltung Ihres innersten Wesens. Nutzen Sie Ihr schöpferisches Potenzial.
Ich glaube natürlich nur daran, wenn es gut klingt. Aber manchmal passt es einfach sowas von…
Ansonsten hatte ich einen wundervollen Freitag und überhaupt ein schönes Wochenende, an dem ich aber nur so wenig zu Hause war {nicht mal zum Schlafen}, dass ich die Fotos die ich von all den tollen Sachen gemacht habe, erst später zeigen kann, wenn ich die Schätze auch richtig würdigen kann.
Ansonsten {2} steht mir eine wirbelige Woche bevor, in der ich an jedem Abend Termine habe. Schöne Termine, teilweise private Termine, aber eben Termine, so dass es einen ich-bin-schon-19-Uhr-zu-Hause-Abend nicht geben wird. Immerhin wird es zwei ich-muss-erst-8-Uhr-aus-dem-Haus-Tage, und das ist ja auch schon ein Grund zur Freude.
Ansonsten {3} hat es in der Nacht wieder ca. 5 cm geschneit. Ich fürchte, eins meiner Märchen wird wahr und der Winter kann gar nicht enden, weil die böse Eisprinzessin die Frühlingsfeen eingesperrt hat und erst mal jemand losgehen muss, sie zu befreien.
Ich bin so begeistert vom wolkenlosen Himmel und den heiß ersehnten Sonnenstrahlen, dass mir selbst völlig ausdruckslose Bilder zum Tagesfoto taugen, nur weil die Morgensonne die Häuserzeile im Hintergrund rosa färbt und das in diesem Jahr bisher wohl überhaupt nur dreimal vorgekommen ist.

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Hoffentlich wird das heute für das Lädchen mal wieder ein guter Tag. Ich habe immer ne Menge zu tun, berate auch viel, nur unter dem Strich… Naja, irgendwann rechnet sich auch die Beratung, hoffe ich, wenn die Leute wiederkommen. Leider fühle ich mich abends dann immer so ausgelaugt, dass ich es nicht mehr schaffe, Anleitungen zu schreiben oder Musterstücke zu stricke und selbst an Terminarbeiten stricke ich kaum noch. Morgen hat Caro Geburtstag und bemängelte neulich, dass sie ja nichts Gestricktes von mir bekommt. Da wollte ich ihr gern etwas machen. Aber ich habe noch nicht mal ne Idee, und mittlerweile brauche ich auch keine mehr, weil ich es ohnehin nicht mehr schaffen würde. Ach menno.
Heute Abend möchte ich eine Lesung besuchen. Darauf freue ich mich. Sehr sogar. Nun hatte ich gestern kurzzeitig überlegt, ob ich noch irgend etwas backe für morgen. Dann müsste ich aber heute zwischen meinem Ladenschluss und der Lesung noch einkaufen und nach der Lesung dann backen. Ob ich das hinbekomme, ohne darüber einzuschlafen? Ich fürchte, das wird mir nicht gelingen. Ach, ach.
Und Elfen habe ich auch noch keine gemacht. Dabei wollte ich ein paar Frühlingsfeen in mein Lädchen hängen. Ach menno.
…gibt es keine Bilder. Was hätte ich auch fotografieren sollen? Mein zerwühltes Bett, in das ich am Montag nach Schule und Hilfe für Mutti gekrochen bin? Oder die Tablettenpackung, in der ich meine Rettung sehe?
Zum Glück habe ich die nächsten Tage nur das Lädchen und keine Schule. Da gelingt es mir dann vielleicht auch, noch ein paar Reihen zu stricken. An den Abenden muss ich dann noch jede Menge Computer- und Abrechnunfgskram ewrledigen, aber wenn man krankheitsbedingt noch schwächer ist, als sonst, wird da abends nicht viel. Und dann ist da immer noch die Familie. Mutti braucht sowieso Hilfe und Chris ist jetzt auch krank. Er war wenigstens so vernünftig, zum Arzt zu gehen. Als Angestellter kann er sich ´ja krank schreiben lassen. Ich, als Selbständige hätte davon nicht. Ich muss trotzdem, selbst und ständig. Allerdings fühle ich mich heute Morgen schon besser, als an den letzten beiden Tagen, schon allein, weil ich ausschlafen konnte. Es macht eben einen Unterschied, ob man 5.45 Uhr vom Wecker aufgeschreckt wird oder 6.30 Uhr von selbst aufwacht.
UND ich glaube, Eure lieben Genesungswünsche habe mir ebensosehr geholfen. Lieben Dank dafür.
…obwohl ich mich frage, ob man dieses ständige Herumgehetzt werden, diesen ewigen Kampf und all die Sorgen wirklich als Leben bezeichnen kann.
Da sind Freunde, die rufen nur an, wenn sie Hilfe bei gewissen Abrechnungen brauchen und sind sogar bereit, in den Laden zu kommen, wenn ich ihnen sage, dass ich dafür mittelfristig keine Zeit habe. Ja, dazu sind sie bereit, weil es für sie wichtig ist. Aber wie sich das für mich anfühlt, wenn ich neben meinen Arbeiten im Laden auch noch solche Sachen einschiebe, wie mich das stresst und wieviel anderes ich dafür liegen lassen und später aufarbeiten muss, weil es für meinen Laden und für mich wichtig ist, danach fragen sie nicht einen Moment. Auf die Idee kommen sie gar nicht.
Andere, die sich auch als Freunde bezeichnen, meinen, ich sollte für solche Leistungen Geld nehmen. Das sind die selben Leute, die vorgeben, mich unterstützen zu wollen, deren "Unterstützung" aber darin gipfelt, mein Lädchen für ihre Zwecke auszunutzen, mir womöglich Aufträge wegzuschnappen und die am Ende noch Dank von mir erwarten, weil sie mich ja unterstützt haben.
Zum Glück gibt es dann aber wieder Momente, da ruft plötzlich jemand an, von dem man ein paar Jahre nichts gehört und bei dem man sich selbst auch schon ein paar Jahre nicht gemeldet hat und sagt: Ich hab eben zwischen meinen Bürounterlagen dein Kärtchen gefunden. Da hab ich alles stehen und liegen gelassen und musste dich einfach anrufen.
Dieser Mensch fragt mich erst, wie es mir geht, als ich aber berichte, werde ich unterbrochen mit dem nachdrücklichen Satz: Nein, das schaffst du nicht! Niemand kann das!
Die Erklärung folgt auch sogleich: Du hast eben gesagt, du kämpfst verzweifelt darum, alles zu schaffen. Das musst du nicht. Du musst nicht alles schaffen.
Das tat gut.
…ist wie im Flug vergangen ohne einen wirklich freien Tag. Ich habe viel erlebt, unglaublich viel geschafft {und mir noch mehr vorgenommen} und mir einiges gegönnt.
Meine zweite schulfreie Woche…
…begann heute genauso chaotisch und arbeitsreich. Katl, die gute Seele, kam mir am Vormittag zu Hilfe. Gemeinsam rückten wir dem Novemberkeller zu Leibe und nun ist es endlich ein Alle-Tage-Keller, was auch dringend notwendig wurde, denn eben schrieb meine Schwester, dass sie voraussichtlich am kommenden Wochenende die Gefriertruhe bringen, die dann im Keller wohnen soll.
Wie man sieht, konnte man zu Beginn in den Novemberkeller gar nicht erst hinein.

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Danach gab es noch eine kleine Runde. Ins Lädchen, weil ich dort etwas vergessen hatte, zur Bücherei, die Bücher abgeben. Zur Lieblingsdrogerie, Haarfarbe kaufen. Zum Supermarkt, wegen einer Kleinigkeit.
Nun möchte ich noch die beiden Schafe aus der Wanne holen, die Haare Färben, die Waschfee füttern und später in die Wanne. Und dann ist da noch so ein Strickzeug…
Das heutige Foto wohnt noch in der Kamera. Das lasse ich vielleicht nachher noch heraus. Jetzt wusel ich erst mal noch ein wenig und höre Tino Standhaft.
Und dann rufe ich noch das Evchen an.
Editiert 20.36 Uhr
Die beiden Schafe haben ihre Runden in der Schleuder gedreht und trocknen vor sich hin. Die Haarfarbe tut ihre Wirkung, die Waschfee tut, was sie laut Programmierung muss und ich tue mir jetzt was Gutes. Evchen!!!
Die Bilder sind gespeichert und werden {ich weiß nicht, wann} hier dazwischen sortiert.
Manchmal, wenn ich mich auf dem Weg von der Schule zum Lädchen an einer roten Ampel anstelle oder bei ähnlichen Gelegenheiten, geht mir durch den Kopf, was ich hier schreiben möchte. Wie ihr seht, komme ich meist nicht dazu. Auch jetzt ist die Zeit für diesen Eintrag gestohlen. Gestohlen bei mir selbst. Seit 45 Minuten müsste ich im Garten sein. Nein, das war kein Termin, den mir jemand aufgedrängt hätte. Es ist einer, den ich selbst bestimmt hatte. Aber ich schaffe es einfach nicht, und weil ich sowieso zu spät dran bin, ist es nun fast egal, ob ich noch später komme. Mein Plan, mit Chris und den Kindern gleich von früh an draußen zu sein, hat ohnehin nicht funktioniert. Das steht aber wieder auf einem andern Blatt.
Ich weiß, ich sollte nicht so kleinkarriert und empfindlich sein. Es gibt hier Leser, die mir das gelegtentlich, wenn auch netter formuliert, rüber bringen. Ich weiß auch, dass ich nicht die Einzige bin, die arbeitet. Das tun so viele andere ja auch und jammern nicht und schaffen alles; ihren Haushalt, ihren Garten, Kinder, Partner, Bücher lesen, Handarbeiten und und und.
Aber ich bin nun mal empfindlich, wenn ich mir, damit alles gelingt und alle es schön haben, nur 5 oder 6 Stunden Schlaf gönne {was schon viel ist} und dann von jemandem angeknurrt werde, der nach 14 Stunden Schlaf immer noch morgenmuffelig ist.
Ach menno!
Naja, ich glaube, ich schreibe jetzt nicht mehr, was wir heute alles vor haben, sondern flitze lieber mal los, damit ich es nicht am Ende noch vermassle.
Ich werde fotografieren und irgendwann berichten.
Habt ein tolles Wochenende und genießt den wundervollen Herbst.
