Wollkombinat

Am Freitag fand ich nicht einmal Zeit für den Freitagsfüller, obwohl mir die Fragen diesmal gut gepasst hätten. Außerdem steckte mir irgend etwas in den Knochen. Mir tat alles weh und zu Mittag hätte ich mich am liebsten ins Bett verkrochen. Stattdessen flitzte ich zur Bank und siehe da, es klärte sich alles in Wohlgefallen auf. Na, immerhin. Auf dem Rückweg wurde ich ein paar Häuser weiter noch von einer Ladennachbarin "weggefangen". Sie war gerade am Kisten packen, weil sie mit ihrem Lädchen umzieht. Und sie hatte Schätze für mich, die sie mir schenken wollte. Ihr seht sie auf dem Tagesbild. Ich hab mich riesig gefreut.
Und noch eine Freude hatte ich dann wieder ein paar Häuser weiter, als ich von Anke lecker Spinat zu Mittag bekam. Hach, wie schön. Wenn ich doch nur nicht so knautschig gewesen wäre.
Für meine Rechnungen, die ich am Nachmittag schnell erledigen wollte {Ausgangsrechnungen, die noch im März versendet werden sollten} brauchte ich eine halbe Ewigkeit, weil eine Bekannte sich eine reichliche Stunde im Laden aufhielt, mir alles Mögliche erzählte und sich auch nicht davon abbringen ließ, indem ich ihr sagte, ich hätte noch viel zu tun. Sie ist eine einsame Dame Anfang siebzig, die aus Einsamkeit und Langeweile tagtäglich durch die Stadt läuft und in verschiedenen Geschäften einkehrt, um jemanden zum Reden zu haben und sich ein wenig aufzuwärmen, obwohl es gestern im Lädchen auch nicht gerade warm war, aber immer noch besser als draußen.
Später rief Evchen an, die ich gern zurück gerufen hätte, aber als ich gegen halb neun heim kam, fielen mir ein paar Überweisungen ein, die ich unbedingt schnell erledigen wollte. Dann war noch dies-und-das und schon war es elf. Da kletterte ich endlich in die Wanne, worauf ich mich schon den ganzen Tag gefreut hatte, und schlief promt im warmen Wasser ein. Zum Telefonieren war es da ohnehin zu spät.

Freitag, 30. März 2012 | 23:59 Uhr | Tags: , ,
Wollkombinat

Viel ruhiger als der Mittwoch wurde der Donnerstag auch nicht. Morgens Trödel mit der Bank, den ich aber nicht klären konnte, weil ich zum Zug nach Leipzig hasten musste, der 13 Minuten früher losfuhr, als die Bank überhaupt öffnete. Die Züge fahren nur einmal pro Stunde, und mit dem nächsten wäre ich zu spät zum Unterricht gekommen. So hatte ich in der Stadt dann zumindest Zeit, das Foto des Tages zu schießen. Der Ungterricht war, wie Computerkurse meist sind: anstrengend. Danach war Eile geboten, damit ich den Zug nach Hause schaffe. Vom Bahnhof flitzte ich ins Lädchen zur zweiten Schicht. Es wurde allerdings nur eine halbe Schicht, denn gegen 21 Uhr war ich dann einfach kaputt. Auf dem Heimweg pfiff mir eisiger Wind entgegen und dann begann es auch noch zu regnen. Ich war eindeutig zu leicht gekleidet.

Donnerstag, 29. März 2012 | 23:59 Uhr | Tags: , , ,
Wollkombinat

Der Mittwoch zeigte sich so wechselhaft, wie das Wetter im April.
Freude: Ich habe es geschafft, genau um Mitternacht die Jette anzurufen und ihr zum Geburtstag zu gratulieren. Schön, schön, schön.
Stress: Ich musste recht früh aufstehen, weil ich halb sieben schon einen Labor-Termin hatte.
Entspannung: Nach dem Labor hatte ich noch Zeit, mich in die Wanne zu legen, bevor ich nach Halle aufbrechen wollte.
Stress: Kurz bevor ich los wollte, gerade mit einem Fuß in der Socke, mit dem anderen nur halb, klingelte das Telefon. Es war Christel und es war wichtig. Es war auch ein sehr schönes Gespräch, aber mit Blick auf die Uhr und dem Wissen, dass ich nun definitiv zu spät kommen würde und diese Verspätung immer weiter anwuchs, setzte mich dieses Telefonat zunehmend unter Stress.
Weiter Stress: Ednlich in Halle angekommen, war nirgends, aber auch nirgends ein Parkplatz zu finden. Mehrere Runden nicht nur ums Carré, sondern kreuz und quer durch das gesamte Viertel brachten mich zu der Überlegung, das nächste Mal vielleicht doch mit dem Zug zu fahren.
Entspannung: Den Weg in der warmen Frühlingssonne vom endlich doch gefundenen Parkplatz zum Treffpunkt konnte ich genießen {wenn doch die Tasche nicht so schwer gewesen wäre} und den Stricktag auch, erst recht, als mir die "Mädels" dieses wunderhübsche Leporello schenktem, das auf dem Tagesbild zu sehen ist. Von Gabi bekam ich noch eine kleine blaue Vase mit einem wunderhübschen Blumensträußchen. Richtig schön war es.
Termindruck: Am Abend stand noch die Lesebühne auf dem Programm, doch bevor ich mich dort hinbewegen konnte, musste ich auf dem Rückweg von Halle noch bei einem Freund Halt machen, dem ich immer ein wenig bei der Erledigung seines Papierkrams helfe. Es war da ein Schreiben gekommen und ein Termin einzuhalten und alles war ein wenig unklar.
Glück: Das Schreiben erwies sich als unproblematisch, der Termin als nicht gar so dringend. Während er mit Ichweißnichtwem telefonierte, saß ich in seiner Küche, durch deren Fenster die Abendsonnenstrahlen fielen und träumte vor mich hin. Zum Essen wollte ich jedoch nicht bleiben, da ich den Beginn des Literaturstammtisches {zu dem sich die Lesebühne inzwischen entwickelt hat} ohnehin schon versäumen würde.
Nervig: …waren Teile der Lesung, wobei ich nicht sicher war, ob es an der Vortragsweise, am Inhalt oder an mir lag, dass ich dies so empfand. über einige Themen hätte ich mich gern ausführlicher unterhalten, bei anderem fand ich es verwunderlich, dass sich dafür überhaupt ein Verlag gefunden hatte. Da dies aber der Fall war, muss es ja wohl subjektiv gewesen sein, dass mir gewisse Texte nicht gefielen.
Geruhsam: …wurde der Abend dann, als alle anderen gegangen waren und Anke mir einen Teller mit super leckeren gefüllten Paprikaschoten hinstellte, die sie extra vom Mittag für mich aufgehoben hatte.
Kurz vor Mitternacht war ich wieder daheim.

Mittwoch, 28. März 2012 | 23:59 Uhr | Tags: , ,
Wollkombinat

Spinnfutter haben wir gestern am späten Nachmittag vorbereitet, jede Menge Spinnfutter. Die Batts sind von Hand gemischt und aufgewickelt. Das Kardiertier steht noch daheim, weil ich da auch noch jeder Menge Fasern zu liegen habe, die kardiert werden müssen. Diese hier mussten nicht, die sind schon wundervoll fein und weich. Und das Mischen der Farben geht ja auch anders, wie man sieht.
Gesponnen habe ich dann aber nur noch eine halbe Spule voll, dann fluppte immer wieder der Faden weg, ich war dauernd nur am neu Einfädeln und Anspinnen, da mochte ich dann nicht mehr. Soll ja auch Spaß machen und nach einem Powertag mit Computerunterricht und Fransen am Mund auch ein wenig Entspannung bringen. Tja, und wenn Es eben nicht spinnen mag, dann spinnt Es eben nicht.

Auf dem Heimweg hab ich noch kurz im esprit reingeschaut. Ulli war da und Ach, der Tobi *grins*. Anke hat mir ‘nen lecker-lecker Marzipantee gemacht. Hmmmmmm.

Und dann hab ich noch bis Mitternacht gewartet, um die Jette anzurufen. Sie hat nämlich heute Geburtstag. Jippie, ich habs geschafft, punkt Zwölf zu ihr durchzukommen, sie zu erwischen und ihr als erste zu gratulieren. Hach, schön. Leider ist sie schrecklich erkältet, das arme Ding und kann ihren feinen Tag gar nicht richtig genießen. Hoffentlich geht es ihr bald besser.

Mittwoch, 28. März 2012 | 09:05 Uhr | Tags: ,
Wollkombinat

"Hast du mir mal wenigstens noch die Taschen ausgepreist?"
Hab ich. Und die Abrechnung gemacht. Und die Blumen versorgt. Und den Laden geputzt. Und Leute beraten. Und gehäkelt und gestrickt und eine Anleitung zu schreiben begonnen. Und das alles, obwohl ich erst 11 Uhr im Lädchen war, weil es heute Morgen bei meiner Ärztin ewig gedauert hat. Ich musste da aber hin, das ging nicht aufzuschieben. Ich nehme mir ohnehin viel, viel zu selten mal Zeit für meine Gesundheit. Heute ging es nicht anders.
Am Nachmittag hatte ich dann Besuch. Das Evchen. Ich hab ihr ein paar Kopiervorlagen gemacht, die sie dringend brauchte.
Also, ich war schon nicht so untätig, wie die Frage oben vermuten ließ. Das war auch ganz gewiss nicht so gemeint, obwohl ihr noch die Frage voran ging: "Na? Was haste geschafft?" Meine Antwort hätte lauten müssen: "Was zu schaffen war." Stattdessen hab ich gesagt: Nicht viel. Aber das stimmt ja gar nicht. Ich habe viel geschafft. Nur eben nicht alles, was ich gern geschafft hätte, was im Wesentlichen daran liegt, dass es eben gar nicht zu schaffen war, weil ich mir immer viel zu viel vornehme und dann von mir selbst enttäuscht bin.
Hach ja.

Montag, 26. März 2012 | 22:54 Uhr | Tags:

…will ich euch zeigen, was in diesem tollen Paket alles drin war. Aaaaalso…

Crochet

…zuerst einmal diese tollen Socken, die Uta einst als Märchensocken gestrickt hatte. Wahlweise zu tragen mit aufgeschlagenem oder umgeschlagenem Aufschlag.
In den Socken streckten…

Sockenbretter

…Sockenbretter, handgefertigt von Uwe. Wie lange ich mir diese schon gewünscht habe. Ich hatte sogar vor Zeiten schon mal die Idee, Uwe zu fragen, ob er mir solche machen könnte, hab mich dann aber nicht getraut zu fragen. Aber die Uta kann Gedanken lesen. Oder woher wusste sie sonst, wie sehr ich Sanddorn mag?

Sanddorn

Leckeres aus und mit Sanddorn seht ihr hier. Der Tee ist inzwischen nicht mehr so brav verpackt, denn den musste ich einfach probieren.

Sanddorn

Kosmetisches aus Sanddorn gab es auch noch, und auch hier habe ich schon etwas in Benutzung, nämlich die Handcreme.

Lavendel

Kommen wir nun zu einer anderen Gabe der Natur, zum Lavendel. Die Schokolade ist übrigens auch handgemacht, und ich weiß, dass sie gaaaaanz lecker ist, weil ich sie schon einmal kosten durfte.

Druidin

Tja, und da haben wir noch Lesestoff, Balsam für die Seele. Das Buch passt schon vom Titel her zu mir. Und es liest sich so gut, dass ich es unbedingt heute Abend mit nach Hause nehmen muss. Wenn es nämlich im Lädchen bleibt, lese ich lieber, als meine Arbeiten zu erledigen, derentwegen ich hergekommen bin. Ich muss mich also selbst ein wenig erziehen.

Montag, 26. März 2012 | 14:02 Uhr | Tags:
Crochet

Sonderlich produktiv war mein Sonntag gestern nicht. Und besonders kreativ erscheinen mir die Häkelblümchen auch nicht. Mal sehen, wie es dann am Ende ausschaut, wenn alles fertig ist. Falls es mal fertig wird.

Montag, 26. März 2012 | 13:30 Uhr | Tags: ,
Eisenheinrich

Wie schön ich kann endlich wieder richtig arbeiten. Die alte Maus war wohl einmal zu oft vom Tisch gepurzelt. Sie lag aber auch immer an Stellen herum, wo ich sie mit ihrer langen Schnur einfach erwischen und herunter reißen musste. Das kann der Neuen nicht passieren. Sie hat keine Schnur. Fein, fein.

Sonntag, 25. März 2012 | 10:07 Uhr | Tags: ,
Eisenheinrich

Wieder mal ein Konzert mit Eisenheinrich im Café Esprit. Schön war es, sehr, sehr schön.
Und spät wurde es. Ist das mein neuer Freitag, der jetzt immer bis in die Morgenstunden des Samstages andauert? Immer kann ich das nicht machen, dass ich erst gegen 4 Uhr ins Bett komme. ;)

Ach so, ja, das Automatik-Auto musste ich dann doch nicht fahren. Mario {rechts im Bild} hat sich erbarmt und den ganzen Abend nur C*o*l*a getrunken.
*hihi*

Sonntag, 25. März 2012 | 09:58 Uhr | Tags: , ,

…in der Mittagspause durch die Fußgängerzone zu laufen. Unsinn, eine richtige Fußgängerzone hat Taucha überhaupt nicht, sieht man mal von den beiden Nach-Wende-Wohngebieten ab, von denen das eine ein reines Wohngebiet ist, ohne Geschäfte. Das andere ist nur einen Block groß und hat einen vielleicht 150 m langen Durchgang, der einen Bäcker-, einen Fleischerladen, eine Poststelle, eine Apotheke, einen Blumenladen und zwei Frisöre beherbergt. Naja…
Ich hab aber gerade so gedacht, es wäre richtig schön, wenn dieses ganze Gebiet hier von der S*kasse bis zum Markt, um die Kirche herum und die Schlossstraße herunter Fußgängerzone wäre oder zumindest nur für Anlieger und Lieferfahrzeuge zugelassen. Und es wäre natürlich schön, wenn sich hier noch ein paar Lädchen ansiedeln würden. Hach ja. Man kann ja mal träumen.

Freitag, 23. März 2012 | 13:33 Uhr | Tags:

Next Page →