…war interessant und hat mir gleich wieder viele neue Punkte auf meiner unendlichen to-do-Liste beschert. Aber nicht mehr diese Woche und schon gar nicht heute, denn heute Nacht muss die Abrechnung fertig werden, komme, was da wolle.
Nur ganz schnell wollte ich euch noch zeigen: Hinter den Bäumen links ist der Biergarten…

…sich den Feierabend gefallen lassen…
In Plagwitz in einem urigen Biergarten hocken, ein Radler trinken und "nebenbei" die Steuerabrechnung für das erste Halbjahr machen. Ringsum coole Leute, tolle Musik und einfach Lebensfreude.
Jetzt muss ich allerdings aufbrechen, denn in 10 Minuten beginnt hier um die Ecke meine Weiterbildung.
Bis später ihr Lieben…
…hocke ich hier vor einem großen Milchkaffee und einem Berg an Gedanken. Keine schlechten Gedanken, nein, keineswegs. Dennoch rauben sie mir den Schlaf. Warum? Weil ich eben bin, wie ich bin und wider besseres Wissen nicht anders kann.
Da ist nämlich außer dem Berg an Gedanken noch ein viel, viel größerer Berg an Aufgaben, die ich am liebsten alle an diesem Wochenende erledigen möchte. Die ich an diesem Wochenende erledigen muss. Nur… schaffbar sind sie nicht.
Chris meinte gestern: "Nimm dir doch bitte weniger vor. Wenn du immer so viel vor hast, dass du es niemals schaffen kannst, musst du doch unglücklich werden!" Recht hat er!
Und deshalb habe ich schweren Herzens den Holunder von meiner Wochenendliste gestrichen, obwohl Evchen meinte, das müssten wir schon noch diese Woche machen. Ich weiß ja, dass man die Ernte nicht aufschieben kann. Aber die Äpfel gammeln ja auch, wenn ich sie nicht auflese und zu Saft und Mus verarbeite. Die Blumenfee meinte ja, bei ihr auf dem Grundstück braucht der Holler noch ungefähr 2 Wochen. Hoffe ich mal, dass ich dann auch noch so einen späten Busch finde. ![]()
Ach ja, und gerade, während ich das schreibe, fällt mir ein, wann ich mich um den Holler kümmern könnte, falls es Evchen passt. Da muss ich sie unbedingt fragen. Ich glaube, das wäre eine gute Idee. Mal sehen.
Heute ist erst mal dieses gute Stück an der Reihe.

Nee, nicht Katl
, die Zucchini. Die habe ich doch glatt vergessen zu ernten. Und als ich das nächste Mal nach ihr schaute, war sie ein "Monster". Daraus mache ich "Schnellgurken" nach dem Rezept der Blumenfee.
…da weiß ich nicht mehr, ob die Welt stimmt, oder nicht.
6.45 Uhr aus dem Haus gestürmt und erst 20.15 wieder daheim eingetroffen. Erste Amtshandlung dort: die Waschfee in Gang setzen, damit ich die Wäsche auch noch schleudern kann, bevor die Nachbarschaft sich schlafen legt. Zweite Amtshandlung: Frischmilch in den Kühlschrank, damit sie nicht wieder sauer wird, wie die beiden Flaschen vom Samstag [vielleicht lässt sich daraus noch Quark machen]. Dritte Handlung: Endlich etwas essen. Das hatte ich heute noch gar nicht. Keine Zeit, keine Gelegenheit.
Drei halbe Brötchen später fühle ich mich plötzlich wie erschlagen und möchte am liebsten gleich ins Bett. Daraus wird natürlich nichts, weil ich ja mindestens warten muss, bis die Waschfee fertig ist.
Ich frage mich wieder einmal, wie an beinahe jedem Abend, wovon ich eigentlich so müde bin. Klar, freilich, ich war den ganzen Tag unterwegs. Aber es war doch ein guter Tag, der damit begann, dass Jolanda heute auf dem Weg zur Schule nicht ganz so viel Gestank entwickelte wie gestern und auch nicht qualmte. Außerdem war ich einigermaßen entspannt, weil Chris gestern Abend noch nach den Bremsen gesehen und festgestellt hatte: Die waren es nicht. Die 5 Minuten, die ich heute früher dran war, bescherten mir wesentlich freiere Straßen und ein besseres Durchkommen, so dass ich den Ausbilder der KFZ-Mechaniker noch beim Morgen-Kaffee traf und mit ihm verabreden konnte, ihm Jolanda zu Unterrichtsbeginn vor die Werkstatt zu stellen. Unglück im Glück: Die Milch war sauer, so dass ich meinen Kaffee schwarz trinken musste. *brrr* bitter, aber immer noch besser, als gar kein Kaffee. ![]()
Flugs gab ich der Klasse zwei Übungsaufgaben und erklärte, warum ich noch mal kurz weg muss. Als ich zurück kam, dachte ich, die Jungs hätten sich aus dem Staub gemacht, so still war es. Als ich dann aber ins Zimmer kam, sah ich, dass sie sich ausnahmslos alle mit den Übungen beschäftigen. Das ist bei dieser Klasse leider keineswegs selbstverständlich. Im Gegenteil, der Truppe eilt ein so schlechter Ruf voraus, wie ihn eine Klasse nur haben kann. Um so froher bin ich, dass ich offenbar den Draht zu den Jungs gefunden habe. In der Mittagspause war ich noch mal in der Werkstatt und in der letzten Pause am Nachmittag auch. Jolanda musste auf eine Schaumstoffpolsterung verzichten, die Vibrationen dämfpen sollte, sich aber mittelerweile über dem heißen Motor zerkrümelte und in stinkende Dämfe auflöste. Nun ist sie weg und Jolanda riecht wieder, wie ein Diesel riechen darf.
Schnurstracks [soweit es der Feierabendverkehr zuließ] fuhr ich von der Schule ins Lädchen, um "nach dem Rechten zu schauen". Nicht, dass ich das müsste, aber ich wollte, und außerdem brauchte ich den Musterordner zwecks einiger Nachbestellungen. Irgendwie sah das Lädchen traurig aus, als fehlte ich ihm. Immerhin gab es ein tolles neues Strickbuch für Füllige. Und dann noch zwei Kundinnen, die erst kamen, nachdem das Lädchen offiziell schon geschlossen hatte, was mich wiederum zu dem Schluss bringt, dass ich an den Öffnungszeiten etwas ändern sollte. Das jedoch ist nicht so einfach, da ja immer die Blumenfee mit im Boot ist, beziehungsweise sie mich ins Boot geholt hat. Und da es ihr Boot respektive ihr Laden ist, bestimmt sie auch, wann geschlossen wird und wann nicht. Hm.
Viel gegrübelt habe ich über dieses Thema nicht, denn Katl kam aus dem Garten beim Lädchen vorbei, half mir noch eine Menge Wollknäuel auszupreisen und ließ sich noch mit ins K*land schleppen, wohin ich wegen der Milch wollte und weil ich noch irgend etwas zu essen brauchte.
Die gute Seele hatte mehrere Kilo geschnittene und zum Teil geschälte Äpfel im Gepäck, die sie heute Abend noch zu Mus bzw. Kompott verarbeiten muss. Zum Glück hat sie morgen noch mal frei. Da habe ich nicht ganz so ein schlechtes Gewissen, weil ich sie nun auch noch von ihrer Arbeit abgehalten habe.
Und zum Glück hat sie die Äpfel mitgenommen, und nicht ich. Das hätte ich heute Abend nicht noch brauchen können, obwohl selbstgemachtes Apfelmus einfach nur super lecker und meines vom Freitag auch schon längst alle ist.
Also bitte: Es war ein guter Tag. Weshalb bin ich dann so breit?
…wie in der Ernte haben wir immer gesagt, wenn wir sehr viel zu tun hatten.
Nun ist Erntezeit, und was haben wir? Richtig…

9 Kilo Äpfel, verarbeitet zu Saft und Apfelmus. Aus dem Saft sollte eigentlich noch Gelee werden, aber ich glaube, ich trinke den einfach. Er ist soooo lecker, obwohl ich nicht einen Krümel Zucker zugesetzt habe. Zum Abendessen gab es vorhin ein Schälchen Apfelmus, ebenfalls ganz ohne Zucker und doch ganz vorzüglich.
Ja, die eigene Ernte schmeckt eben doch am besten. Und die viele Arbeit hat sich gelohnt und außerdem noch Spaß gemacht.
…unterwegs sein. Bin aber noch hier. Dabei fällt mir ein Wortspiel ein, das Thomas in Eisleben aufbrachte…
Man fragt einen anderen oft: "Bist du da?"
Und meist erhält man die Antwort: "Ja, ich bin da." Dabei müsst es heißen: "Ja, ich bin hier." Denn wenn ich hier bin, kann ich nicht da sein. Jedenfalls nicht im Präsens. Bestenfalls im Präteritum "ich war da", aber auch nur dann, wenn ich nicht mehr dort bin, sonst hieße es immer noch "ich war hier". Oder im Futur "ich werde da sein", aber auch das natürlich nur, wenn ich zur Zeit gerade nicht dort bin, sonst hieße es auch da wieder "ich werde hier sein".
Hach, wie schön. Wortklaubereien. Ich liebe sie.
Nun noch so ein Unsinn. Ich bin jetzt weg. *hihihi* Wie kann ich weg sein, wenn ich doch eindeutig noch hier bin? *kicherkicherkicher*
… die drei am Donnerstag
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Und weil mir gerade wieder einmal bewusst geworden ist, wie wichtig es ist, die alten Kontakte zu pflegen, mache ich da auch mit.
1. Welche Werte sind dir in einer Partnerschaft besonders wichtig?
Vertrauen. Achtung voreinander. Offenheit. Loyalität.
2. Wie gehst du mit Sorgen um?
Wenn es Sorgen sind, gegen die ich selbst etwas tun kann, dann gehe ich das an, so schnell ich kann, damit sich an dem Zustand, dessentwegen ich mich sorge, schnell etwas ändert. Meist aber sorge ich mich um Dinge, die ich selbst nicht oder nur mittelbar beeinflussen kann. Und von diesen Sorgen lasse ich mich leider auffressen. Ich kann sie nicht von mir schieben, sie gehen mir dauernd durch den Kopf und rauben mir all meine Kraft.
Leider hatte ich diese Art Sorgen in den letzten 3 Jahren überreichlich.
3. Was bedeutet dir Zeit?
Zeit ist genau das, was ich nicht habe, weil ich es [sie] mir nicht nehme. Ich muss den vernünftigen Umgang damit erst wieder lernen. Ich muss ihn unbedingt lernen, denn sonst frisst mich die Zeitlosigkeit genauso auf, wie meine Sorgen um andere Menschen. Ich hätte gestern bei "mir fehlt" schreiben sollen: Gelassenheit. Genau die fehlt mir.
…mal wieder:

gestern… war wieder Strickabend in Csillas Wollwerk!
eines meiner Lieblingsdinge ist… immer noch mein Spinnrad!
ich brauche… noch ein paar Regale für mein Lädchen.
mir fehlt… ein ordentlicher Zeitplan, um alle meine Vorhaben wenigstens meine wichtigsten Vorhaben zu schaffen.
rein rechnerisch… könnte ich bis zum Weihnachtsmarkt noch 20 Paar Socken stricken. Praktisch wird das niemals gelingen.
aufgeschoben… habe ich schon zum x-ten Mal das Aufstellen der Regale im Lädchen. Heute soll das endlich stattfinden.
ich werde gleich… [nach Feierabend] Katl abholen und dann ins Lädchen fahren.
7inside wie immer bei Annelie.
Bis Mitternacht ging das Spektakel mit Dudelsäcken und Gauklern. Ich verblüffte meine Besucher mit der Bemerkung: "Ich frage mich die ganze Zeit, ob dort oben in der großen Astgabel der Linde ein Elf sitzt." Gemeinschaftlich kamen wir zu dem Schluss: Da sitzt einer. Dass manche ihn nicht sehen können, liegt nur daran, dass er sich nur Kindern und Träumern zeigt.
"Wenn ihr euch das Kind im Manne bewahrt habt, könnt auch ihr ihn sehen." Thomas drehte sich nach dem Baum um und meinte: "Ah, ja!"
Als das Fest für diesen Abend vorüber war, spannte ich die Tücher über die Auslagen, zog die Plane darüber, breitete die Teppiche, die tagsüber unter dem Spinnrad lagen, im Standinneren aus, tauschte das Kleid gegen Leggins und Kuschelshirt und rollte mich auf meinen Teppichen zusammen. Dicke Wollvliese dienten als Kopfkissen.
Am Morgen fuhr ich noch schnell zum Supermarkt, um einen Nachschub an Mineralwasser zu kaufen, ein paar Äpfel und Würstchen. Gegen 10 Uhr trafen sich alle an der Taverne zum Händlerfrühstück. Ab 11 Uhr drehte ich wieder am Rad.

Die Zeit verging wie im Flug. Als ich dachte, es müsse nun bald Mittag sein, war es schon halb drei. Eine halbe Stunde später war ich so müde, dass ich beinahe an meinem Spinnrad eingenickt wäre. ABER da war ja noch ein toller Gedanke, der mich munter hielt: Ich würde an diesem Nachmittag noch ganz lieben Besuch bekommen. Sabinci war mit Anke [die ich noch gar nicht kannte] am Vormittag in Malchow[MeckPomm] aufgebrochen, wo die beiden tags zuvor bei meinem Lieblingsspinnradbauer drei Rädchen abgeholt hatten. Nun waren sie unterwegs, um mit mir gemeinsam auf dem Markt zu spinnen. Nicht gar so lange unterwegs sein würden Uta, Monika und Elfi, auf die ich mich aebenfalls sehr freute, zumal ich am Mittwoch auf den Srickstammtisch verzichtet und die drei nicht gesehen hatte.
Uta und Monika kamen zuerst bei meinem Stand an [Elfi konnte nicht kommen
] und eine Viertelstunde später standen da auch diese beiden tollen Marktfrauen, die ich im allerersten Moment gar nicht erkannte.

Uta hatte für alle Kaffee dabei und Päckchen mit dem leckersten Pflaumenkuchen. Hm…
Es war so schön, mit allen gemeinsam am Stand zu sitzen, zu spinnen, zu stricken und vor allem viel zu schwatzen und zu lachen.
Am Abend gab es dann noch eine sehr schöne Feuershow. Danach "verpackte" ich meinen Stand wieder für die Nacht. Ich selbst wollte sie diesmal im Auto verbringen, das Kopfsteinpflaster war doch ein gar hartes Lager gewesen.
Kaum hatte ich die letzte Ecke der Plane festgeklammert, begann es zu nieseln. Als ich am Auto ankam, schüttete es wie aus Eimern. Nicht sehr lange, aber dafür um so heftiger.
Die Plane hielt alles ab. Nur an einer Stelle hatte ich sie nicht richtig befestigt, die Klammer hatte sich gelöst und die Plane hatte ihre nasse Fracht direkt über dem Korb mit der Regia Design Line – Kaffe Fassett. So war ich dann am Sonntag schon vor dem Händlerfrühstück mit Schadensbegrenzung beschäftigt.

Zuerst mussten die Banderolen ab, damit sie mir das Garn nicht verfärben. Dann begann ich, die nassen Käulchen zu Strängen zu wickeln und hängte sie gleich am Marktstand in den Wind zum Trocknen. Bisher habe ich es mir immer verkniffen, die Wolle anzustricken, weil sie ja für das Lädchen zum Verkauf bestimmt ist. Jetzt habe ich genug Garn zum Anstricken, denn verkaufen kann ich die umgewickelten Knäule nicht mehr. Tja, so kanns gehen. *hihi.
Ansonsten blieb der Sonntag sehr ruhig. Die ersten Händler verschwanden schon nach dem Frühstück, die nächsten am frühen Nachmittag. Gegen 17.30 begann auf der anderen Seite der Kirche das große Abbauen. Pech für einen Händler, bei dem ich noch einen größeren Posten einkaufen wollte. Er hatte dann schon weggepackt. Tja, dann eben nicht!
Ich kann es überhaupt nicht leiden, wenn vor Ende des Marktes abgebaut wird. Dass jemand, der viel Kleinkram zu verpacken hat, schon mal anfängt, seine Waren zu verpacken, kann ich ja noch akzeptieren, wobei es immer noch so sein sollte, dass der Tisch nicht leer aussieht. Aber dass richtig abgebaut wird, finde ich … ja, ich weiß gar nicht, wie ich das finden soll. Jedenfalls nicht in Ordnung. Unfair den Besuchern gegenüber. Wenn ein Markt bis 18 Uhr dauern soll, dann hat der Besucher das Recht, bis 18 Uhr Händler und Stände vorzufinden, die ihm auch noch etwas anbieten und nicht in Auflösung begriffen sind. Ich wollte die Leute mal sehen, wenn die 19.30 in den Supermarkt kämen und der hätte zwar noch offen, aber alle Regale wären leer und die Reinigungskräfte wären überall zugange. Sowas geht doch nicht.
Naja, ich hab jedenfalls erst 18 Uhr mit dem Einräumen begonnen und konnte eine Stunde später vom Platz rollen, mit dem Versprechen, im nächsten Jahr ganz bestimmt wiederzukommen. Oh ja!
…Chris ist unterwegs zu mir, und ich denke, *da werde ich dann wieder in meiner Funktion als Sekretärin und "Rechtsberaterin" gefragt sein.** Mutti habe ich fix angerufen, weil ich mich aus dem Mittelalter zurück melden wollte. Dabei erfuhr ich, dass sie krank ist [Magen-Darm-Infekt] und dass Behördenpost angekommen ist, die Klärung erfordert. Also noch mal lesen von * bis **.
Nur gut, dass das Mittelalter sooo schön und so entspannend war. Diese drei Tage [den Freitag Abend rechne ich als vollen Tag, weil er mir so gut getan hat] waren wie ein kleiner Urlaub und ich werde noch lange davon zehren. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Jahr.
