
Stränge, wohin ich schaue…
…weiße Stränge. Ich brauche sie aber bunt, wenn ich auf dem Markt etwas Schönes anbieten will.

Sind sie da – sind sie weg…
…hieß es vor Jahren mal in einer Werbung. So war es gestern auch mit meiner Sockenwolle. Zuerst dachte ich ja, ich nehme von jeder Farbstellung ein Knäuel mit zum Strickstammtisch. Dann überlegte ich, dass vielleicht jemand etwas davon abhaben möchte, mit einem 50-g-Knäuel aber niemandem gedient ist. Also packte ich kurzerhand alles ein und natürlich im Café dann auch alles aus. Die Mädels sollten sich an den Schätzen ja erfreuen. Was dann passierte, hatte ich jedoch nicht erwartet. Ehe ich mich versah, waren die Tüten leer. Ganze vier Knäuelchen schafften nach ihrem Ausflug nach Halle den Rückweg ins Lädchen. Hach.
Ich musste allerdings versprechen, nicht bei jedem Stammtisch so viel bunte Versuchung mitzubringen. Gut. Das hab ich versprochen. Daran halte ich mich dann auch.
Für den Ostermarkt am Wochenende sind nun natürlich drei Tätigkeiten angesagt: Färben, Färben und … Färben. Vorher muss ich aber noch zwei braune Quasten basteln anfertigen, die eine Kundin an eine Mütze nähen möchte.
Noch vorher gibt es schnell einen Milchkaffee.
…diese Farben?

Mit 88/365 bin ich tatsächlich noch im Trott. Hab extra bei Blechi nachgeschaut. Sie hat heute auch Bild 88 [a und b], und sie muss es wissen, schließlich ist sie Mathe-Lehrerin.
Wink zu Blechi, schön, dass du wieder da bist.
Übrigens … war die himmlisch-farbige Baumwolle nicht das einzige Tolle, was heute geliefert wurde. Heiß ersehnt war das Paket vor allem wegen der beerenfarbenen Baumwolle für Elfi und Monika, die morgen die Besitzerinnen wechseln soll. Tja, und dann war da noch Sockenwolle im Paket, die ich anhand winziger Garnpröbchen bestellt hatte. Als ich sie nun im Paket sah, hab ich sie gar nicht erst in die Regale geräumt, sondern direkt in die große Tasche umgepackt, die ich morgen mit nach Halle nehme. Mir gefallen die Farben nämlich so gut, dass ich die Wolle morgen erst den Stammtisch-Mädels zeigen will, bevor sie ins Lädchen darf. Vielleicht möchte ja die Eine oder Andere das eine oder andere Knäulchen haben. Allerdings kann es auch sein, dass die Farben, die mich begeistern, niemandem sonst gefallen. Obwohl… so herum hab ich das noch nicht erlebt. Umgekehrt ist es mir jedoch schon öfter mal passiert, dass ich Farbkombinationen so gar nicht mochte, diese dann aber als erste ausverkauft waren.
Sagt dieses Weib
heute zu mir: "Ich dachte mir, das muss schon sehr deutlich gewesen sein, sonst hättest du’s nicht bemerkt." Also sowas! Ich hab mich ausgeschüttet vor Lachen und muss jetzt noch grinsen. Weil sie nämlich recht hat. Und ja, es war deutlich. Deshalb freue ich mich ja auch so. Dabei wird es dann aber auch bleiben.
Bin ich überhaupt noch richtig mit der Bilder-Zählerei? War gestern wirklich der 87. Tag des Jahres 2011?

Heute back ich, morgen brau ich…
…nee, Quatsch. Bei mir müsste es heißen: Heute wickel ich, morgen pansche ich, übermorgen verkaufe ich die handgefärbte Wolle auf dem Markt. Wobei das mit "übermorgen" dann auch nicht so ganz stimmt, denn der Markt, auf dem ich Wolle und frühlingshafte Kleinigkeiten verkaufen will, findet am 2. und 3. April in Halle/Saale statt. Ich freu mich schon darauf. Hoffentlich wird das Wetter schön, damit viele Schaulustige mein Spinnrad bei der Arbeit beobachten und – wer weiß – vielleicht das eine oder andere Schnäppchen mitnehmen.
Mein armes Schwesterlein hatte gestern Geburtstag, musste den Tag aber im Krankenhaus zubringen. Nichts schlimmes, aber blöd, ausgerechnet am Geburtstag.
So habe ich gestern am frühen Abend eine Weile mit ihr telefoniert. Später dann mit SuShe, die ein wenig Unterstützung bei ihrer Abrechnung brauchte und und und. Dann rief Peter noch mal an, der am Abend allein daheim saß. Und danach schlief ich glatt im Sessel ein. Dabei hatte ich doch noch so viel vor an diesem Abend. Es ist nun mal so, dass ich eigentlich in zwei Schichten arbeite. Eine Schicht im Laden, die zweite abends daheim, wo ich dann alles erledigen möchte, was sich im Laden nicht gut machen lässt. Nassfilzen zum Beispiel oder Wolle färben. Und dann müsste noch eine dritte Schicht sein, den Haushalt zu erledigen, aber dazu komme ich meist nicht. Leider komme ich oft auch nicht zur zweiten Schicht, weil ich abends, wenn die Menschen um mich herum meinen, ich hätte Feierabend, meine sozialen Kontakte pflege. Ja ja, ich weiß, ich nehme mir zu viel vor. Orientiere mich immer an Leuten, die mehr schaffen, als ich, vergesse dabei aber immer wieder, dass sie meist auch völlig andere Bedingungen haben.
Gut! Jetzt trinke ich meinen Milchkaffee, mache mich auf den Weg zum Laden und wusele dort soviel ich kann. Denn heute Abend wird wieder nicht viel kreatives und produktives, weil ich heute Abend mal wieder die Privatsekretärin für Chris spielen darf. Krafträuber, Zeiträuber. *grrr*
Ich bestelle beim Universum einen Dozentenauftrag, der mich erst mal aus dem finanziellen Tief heraus bringt. Und dann bestelle ich noch, dass Chris endlich sein Leben wieder selbst in den Griff bekommt, ohne dass ich ihn dauernd schubsen muss, weil all diese [überwiegend fruchtlose] Schubserei in den letzten drei Jahren so sehr an meiner Kraft gezehrt hat, dass ich es kaum noch schaffe, mich um mein eigenes Leben zu kümmern.
Auf in den Tag!
…Tweed-Sockengarn und 10 Blattmuster = mein Bild 86/365.

Melden konnte ich mich dann gestern doch nicht mehr, weil ich so lange gestrickt habe, bis ich ganz dringend los musste, die Blumen aus dem Lädchen holen. Der Strauß war traumhaft. Dummerweise war ich so in Eile, dass ich versäumt habe, ich zu fotografieren. Mit dem Strauß eilte ich weiter zum Lieblingsgriechen, wo ich dreiviertel sechs ankam und schon beinahe die Letzte war, obwohl erst 18 Uhr das Treffen angesetzt war.
Nett war es, wobei Chris und ich die einzigen jungen Leute waren [bissel frech von mir, Chris und mich über einen Kamm zu scheren
]. Meine Eltern im Kreise zahlreicher Freunde. Eine lustige Runde, wie immer. Chris musste nach dem Essen weg, so dass ich mir dann ein wenig verloren vorkam, obwohl sich eine der Jugendfreundinnen meiner Mutti sehr angelegentlich mit mir unterhielt. Sie wollte einiges über das Lädchen wissen und ob ich auch Wolle färbe… Dann kamen wir noch auf Leute zu sprechen, die ich nun wiederum seit meiner Jugend kenne, was für mich sehr interessant war, mir aber auch so einen kleinen Stich versetzte. Oh, Mann, wie alt ich schon bin. Für etwas heftigere Schräglage meiner Laune sorgte dann eine andere Jugendfreundin meiner Mutti, die meinte, ich solle mir unbedingt die Haare kurz schneiden lassen. Da ich nun einen Laden habe und Geschäftfrau sei, könne ich nicht mehr mit langen Haaren herum laufen. Es sei schon nicht gut fürs Geschäft, dass ich eine so unvorteilhafte Figur habe, aber die langen Haare würden mich optisch noch mehr zusammen drücken und das könne ich mir als Geschäftsfrau nicht leisten.
Ja toll, ich weiß selbst, dass ich zu dick bin und würde da gern was dran ändern, wenn sich das so einfach ändern ließe. Aber dass sie mir auf Grund meiner Figur geschäftlichen Misserfolg prophezeiht…
Dann aber geschah etwas, eine Kleinigkeit nur, die vermutlich keiner der übrigen Anwesenden beachtet hat, und schon war meine Welt wieder in Ordnung und der Heimweg sehr beschwingt und heiter.
@Katl Du müsstest es wissen, wenn ich dir sage: Da hat einer Dea angeschaut. *pssst*
Habt ihr alle fein eure Uhren umgestellt? Meine tun das von selbst, so dass es heute Morgen so aussah, als hätte das mit dem Ausschlafen heute tatsächlich funktioniert, denn die Uhren zeigten kurz vor halb acht. Tatsächlich war ich dann sogar noch ein paar Minuten früher auf, als gestern. Egal, ich fühle mich gut und habe schon fleißig an einem Tuch genadelt. Wieder eines mit Blätterkante, das ich gestern begonnen habe. Inzwischen bin ich beim 7. Blatt. Auf zehn Blätter möchte ich es heute bringen. Mal sehen, ob ich das schaffe. Schließlich werden ja die Reihen immer länger, der Vormittag ist bereits fortgeschritten und am Abend müssen wir schon 18 Uhr beim Lieblingsgriechen sein, weil wir dort Heiners Geburtstag feiern. Darauf freue ich mich schon sehr.
Vorher muss ich noch mal ins Lädchen, wo mir die Blumenfee einen schönen Strauß für Heiner bereit gestellt hat. Dort steht er jedenfalls besser, als in der warmen Wohnung. Deshalb haben wir das so verabredet.
Ich melde mich heute bestimmt noch mal. Bis dahin habt einen schönen Sonntag.
…meinen Kopf nicht drehen. Bin in der Nacht auf der Couch eingeschlafen und das in so ungünstiger Haltung, dass ich mich, als ich aufwachte, wie eingerostet fühlte. Den Rest der Nacht verbrachte ich dann zwar in meinem Bett mit vielfach kippbarem Lattenrost, super Matratze und Nackenkissen, aber voll funktionsfähig ist das alte Knochengerüst noch nicht wieder. Vielelicht sollte ich mich in die warme Wanne legen?

Kreative Unordnung…
…herrscht auf meinem Schreibtisch. Das wird auch noch eine Weile so bleiben, denn ich habe allerlei Schnickschnack zu fertigen, der als Oster- oder Frühlingsdeko dienen soll und im Lädchen natürlich erworben werden kann.
Gestern Abend habe ich verkündet: "Morgen schlafe ich aus!" Worauf hin Chris mich fragte, ob er die bestellte CD für Heiner aus der Buchhandlung abholen soll. Als ob ich es, selbst wenn ich ausschlafe, nicht vor 12 Uhr zur Buchhandlung schaffen würde. *lach*
Tja, und wann war ich wach? 6.33 Uhr. War ja klar.

Gestern musste ich den Heimweg vom Lädchen zu Fuß antreten. Chris hatte "verschlafen". Da er aber auch nicht ans Handy ging, raffte ich meine Taschen zusammen und lief los. Dabei kam ich an der Parthe vorbei. Wenn man einmal quer durch unser Städtchen läuft, kommt man immer irgendwann an der Parthe vorbei oder muss sie überqueren, denn die Parthe ist das Flüsschen, das durch Taucha fließt. [Ich war übrigens bisher immer der Meinung, sie münde im oder in der Nähe des Leipziger Zoos in die Pleiße, so kann man sich täuschen.] Seit 1919 gibt es diesen schönen Brunnen, der die Parthe verkörpert und mich schon als Kind dazu angeregt hat, mir allerlei wundersame Geschichten auszudenken. Und wann immer ich dieses Lied von Strom&Wasser höre, stelle ich mir die Brunnenfigur vor, auch wenn das Lied nicht von der Parthe singt, sondern von der Elbe.
…es ist Freitag. Beinahe Wochenende. Aber es ist auch schon wieder grau draußen und das Wochenendwetter soll wohl auch nicht so toll werden. Ich kann trübes Wetter aber gerade gar nicht gut ertragen, zumal ich selbst bei Sonnenschein meine trüben Gedanken nicht ganz los werde.
Der Tag gestern lief nach einem recht schwerfälligen Start dann doch ganz gut, so dass mich am Abend die Sorgen einmal nicht erdrückten. Leider gelang es mir nicht, dieses gute Gefühl über die Nacht zu retten. Ach menno.
