…aber hier mache ich trotzdem mal mit. Einmal, weil ich den Wollkalender sehr schön finde, außerdem, weil ich finde, dass er einfach bekannt gemacht werden sollte und zu guter Letzt, weil ich vielleicht vielleicht vielleicht ja doch gewinnen könnte.

Wollkalender
Dienstag, 31. August 2010 | 15:35 Uhr | Tags:

…FRAUEN könnten nicht einparken. MÄNNER können aber offensichtlich nicht AUSparken, obwohl das ja viel einfacher ist.

Ausparken

Klingelt der Typ, dem die E-Klasse in der Garage gehört, bei mir Sturm und schreit mich an: "Sind Sie Frau xxx? Ist das Ihr Auto, das vor meiner Garage steht? Das fahren Sie jetzt sofort weg!"
Oha, da bin ich ja ganz platt bei so viel Höflichkeit. Ganz verkneifen konnte ich es mir nicht, meine Meinung offenzulegen. Ich musste ihn einfach fragen: "Ach, und wer sind Sie denn überhaupt?"
"Ich bin der mit der Garage und Sie fahren da jetzt weg!"
Hm.
Dazu sei gesagt, dass diese Konversation über das Haustelefon geführt wurde und ich eigentlich nur den Namen des Herrn erfahren wollte, weil ich es einfach unhöflich finde, dass sich so ein Typ heraus nimmt, mich anzubrüllen und sich noch nicht einmal vorgestellt hat. So etwas in der Art sagte ich ihm dann auch.
Das Gespräch setzte sich in einer Weise fort, die mich offen gestanden belustigte, weshalb ich mir, auch als ich dem Menschen dann gegenüber stand, das Grinsen nicht ganz verkneifen konnte. Klar, dass ihn das noch viel mehr ärgerte.
Er habe das alles schon drei mal mit dem Handy fotografiert. Aha. Wollte er mir damit jetzt sagen, dass er auch ein Handy besitzt? Diese Frage stellte ich ihm natürlich nicht, ich wollte ja nicht, dass der arme Mann vor lauter Erregung noch einen Herzanfall bekommt.
Dass er allerdings mal ausparken üben sollte, wenn er aus seiner Garage nicht heraus kommt, das sagte ich ihm dann doch.
Mir lagen noch andere Bosheiten auf der Zunge, zum Beispiel, dass er wenn er schon nicht fahren kann, statt in den protzigen Stern besser in eine Einparkhilfe [das ist das, was piepst, wenn man rückwärts fährt] investiert hätte. Aber solcherlei behielt ich dann doch auch für mich, denn im Grunde tat mir der arme Mann leid. Da hat er ein schönes, protziges Auto und kann es nicht aus seiner Garage holen, wenn nicht mehr als 5 Meter hinter ihm Platz sind. Und ein trauriges Leben hat er scheinbar auch noch, denn, wie hieß es in einem Krimi, den ich neulich las? "Wer sich so sehr ärgern kann, ärgert sich in Wahrheit nur über sich selbst."
Und zu allem Überfluss hat er sich noch vor all den Bauarbeitern und Malern, die hier im und um das Haus zu Gange sind, total lächerlich gemacht, denn die haben sein Benehmen komplett mitbekommen und auch sie haben ja Augen im Kopf und sich über die Fahrkünste des freundlichen Herrn gewiss so ihre Gedanken gemacht. Als ich vom Auto umparken zurück kam, grinsten sie alle…

Etwas ärgert mich an der Sache aber doch ein bissel. Nämlich, dass es Chris’ Auto war und ich seinetwegen immer wieder Trödel habe, weil er die Kiste öfter mal an Stellen abstellt, wo sich Stino-Nachbarn dann doch immer mal wieder aufregen. *grrr*

Dienstag, 31. August 2010 | 12:27 Uhr | Tags:

…liegt hinter mir.
Am Sonnabend trafen wir uns zum Färbefest in Neckeroda. Wunderschöne Höfe, überall Blumen und natürlich Wolle, Wolle, Wolle…
Fotos habe davon noch keine, da ich keine rechte Zeit fand, selbst zu fotografieren, aber ich werde wohl ein paar nachreichen können, denn Elke [leider ohne Blog] hat fleißig fotografiert, während Eva, Csilla und ich an meinem 3-er Spinnrad Vorführungen gaben.
Wie Csilla schon schrieb, blieb uns keine Zeit, über das Fest zu schlendern und die ganze Pracht zu genießen. Ein Genuss war das Fest aber auch für uns, denn interessiertes Publikum ist sehr angenehm und Menschen zu begegnen, die man bisher nur aus Blogs und Mailinglisten kannte, ist immer wieder eine tolle Erfahrung.
Nachdem ich am Sonnabend Morgen wegen all meiner Marktvorbereitung erst 3:30 Uhr im Bett war und 6:00 bereits der Wecker wieder klingelte, war ich nach diesem schönen Tag in Thüringen doch recht geschafft, als ich [ich weiß nicht mehr genau wann, vielleicht 21:30] mitten in einem Wolkenbruch wieder daheim ankam. An Auto ausräumen wäre nicht mehr zu denken gewesen, aber das war auch gar nicht nötig, denn schon am Sonntag Morgen sollte es wieder auf Tour gehen, diesmal in Richtung Norden.
Da mein mittelalterliches Marktkleid, wie es damals Sitte war, auf dem Boden schliff, hatte es nach dem wettermäßig durchwachsenen Tag nun einen etwa 20 cm breiten Schlammsaum. So blieb mir nichts anderes übrig, als noch am Abend die Waschfee anzuwerfen, während ich in der Wanne lag und nur das Rumpeln der Fee verhinderte, dass ich im heißen duftenden Schaum auf der Stelle einschlief. Immerhin lag ich schon Mitternacht in der Falle. Das Kleid war tatsächlich am Sonntag Morgen trocken und da ich 6 Uhr ausgeschlafen hatte, schaffte ich es sogar noch, ein wenig Nachschub zu produzieren, den jedoch an diesem Tag nicht benötigt hätte. Bei strahlendem Sonnenschein und ganz entspannt [weil das Fest erst 12 Uhr beginnen sollte] ging es dann zum Tag der offenen Höfe nach Teltow.
Auch da gab es ein tolles Ambiente, sehr interessiertes Publikum und viele tolle Leute kennenzulernen. Besonders witzig fand ich den Ausspruch einer Standnachbarin, nachdem wir schon eine ganze Weile über Wolle und Stricken gefachsimpelt und schon den zweiten schweren Regenguss inclusive Rettungsaktion für Spinnrad und wundervoll gestrickte Tücher hinter uns gebracht hatten: "Jetzt habe ich erst mal erfahren, wer du bist. Ich kenne doch dein Blog."
Tja, die Welt ist ein Dorf, die Welt der Spinner, Stricker und sonst irgendwie Wollsüchtigen erst recht. Und hier gab es dann sogar auf meiner Kamera ein Foto…

Mira auf'm Markt
Montag, 30. August 2010 | 10:56 Uhr | Tags:

Da gibt es nicht so viele Bücher wie sonst, was wohl hauptsächlcih daran liegt, dass nun auch für mcih die Marktsaison wieder begonnen hat und ich noch so einiges vorzubereiten habe und die Wochenenden dann immer unterwegs bin.
Mord ist aller Laster Anfang von Ann Granger – Bücherei – 3 Pkte
Ein schöner Ort zum Sterben von Ann Granger – Bücherei – 3 Pkte
Blumen für sein Grab von Ann Granger – Bücherei – 3 Pkte
Kerzenlicht für eine Leiche von Ann Granger – Bücherei – 3 Pkte

Donnerstag, 26. August 2010 | 16:07 Uhr | 
Socken

…war für mich während des Spinntreffens angesagt, weil ich unbedingt für Tante Hertha als Geschenk diese Socken fertig bekommen wollte.
Sie hat sich übrigens sehr darüber gefreut.

Mittwoch, 25. August 2010 | 08:49 Uhr | Tags:

…heißt ein Projekt von Blechi, an dem ich mich gern beteiligen möchte.

Krempel

Mein heutiges Krempelmotiv entdeckte ich ebenfalls gestern bei der herrlichen Bootsfahrt. Natürlich musste ich es gleich für Blechi und für euch festhalten.

Krempel
Montag, 23. August 2010 | 10:28 Uhr | Tags:

…das stellte ich gestern nach langer Zeit wieder einmal fest, als ich am Familienausflug teilnahm, der zu einem Teil in einer Bootsfahrt bestand. Leider werden wohl alle Fotos der Bootstour irgendwie kippen, weil ich immer versucht habe, über die Köpfe der Teilnehmer hinweg zu fotografieren.

Kirche in Plagwitz

Diese Kirche in Plagwitz steht zum Verkauf. Das Foto und nach und nach auch einige andere von diesem Ausflug findet ihr übrigens rechts unter " Wasserstadt Leipzig" auch als Puzzle.

Montag, 23. August 2010 | 10:13 Uhr | Tags:

… und alle, die gern puzzeln, hab ich mal nen neuen Ordner angelegt, den ich nach und nach mit Bildern füllen will. Diese sind nicht gerade die Highlights der Fotografie, aber eine Herausforderung für Puzzle-Fans.
Viel Spaß damit.
Click to Mix and Solve

Donnerstag, 19. August 2010 | 12:47 Uhr | Tags:

…die ich vom Mittelalterfest mitgebracht habe, muss ich euch einfach zeigen.
 

Kräuterseifen

Diese wundervollen Kräuterseifen hat Kikki gemacht und mir geschenkt. Ich bin hellauf begeistert. Die Seifen fühlen sich cremig an. Deshalb habe ich probiert, ob sie so ähnlich wirken, wie die Massagebars, die Csilla auf dem Markt anbietet. Ich habe einfach mal mit der Seife über meine Hände gestrichen, und tatsächlich, sie hinterlässt einen angenehm cremigen Film auf der Haut, den man einmassieren kann und der sich herrlich sanft und pflegend anfühlt. Und dazu noch der Duft nach Kräutern. Und das alles hat die Kikki selbst gemacht. Sagte ich schon, dass ich total begeistert bin?

Nun wäre ich wohl nicht ich, wenn ich auf dem Markt nicht auch noch tolle [für mich] neue Kräuter entdeckt hätte, von denen zwei zu mir umziehen durften.

Lakritz-Tagetes

Dies ist eine Lakritz-Tagetes. Man kann die Blätter abzupfen und naschen. Die Blumenfee hat mich gewarnt: "Das macht süchtig!" Tja, was soll ich sagen? Sie hat recht behalten. Ich bin dauernd in der Küche am Zupfen und Naschen.
Ebenso an diesem hier:

Korsische Minze

Nein, das ist KEIN Bubiköpfchen, auch wenn es fast genauso aussieht. Es ist Korsische Minze, an der ich auch schon so viel herum genascht habe, dass die arme Pflanze schon ganz geruft aussieht. Sie soll ja eingentlich in den Garten, aber da wird das ja mit der Nascherei nicht mehr. Hmmm…

Dienstag, 17. August 2010 | 09:39 Uhr | Tags: , , ,

…vom 13. bis 15. August in Eisleben.

Mira im Mittelalter

Der Narr

Mira im Mittelalter

Der Narr

Mira im Mittelalter

Der Narr

Mira im Mittelalter

Noch immer stehe ich unter dem Eindruck dieses gelungenen Mittelalterspektakels. Es war einfach ein wundervolles Wochenende.
Mein erster echter Mittelaltermarkt, an dem ich nicht nur als Besucher teilgenommen habe. Es gab wohl schon einmal eine "Kostprobe" im vergangenen Sommer beim Schlossfest in Merseburg, denn damals standen wir auf dem Domplatz, wo das mittelalterliche Dorf von Heureka aufgebaut war, kamen in den genuss der herrlichen Musik der Dudelsäcke, Trommeln und der Harfe. Auch damals war "passende" Kleidung gefordert, jedoch keine echte Gewandung, so dass ich mit meinen karierten Marktröcken auftrat und, wie mir nicht erst heute klar wird, ein recht unvorteilhaftes Bild meinerselbst abgab. Auch Csillas gelb-blauer Marktstand passte damals nicht wirklich ins Ambiente, und dass sie ihn mir am Samtag Abend über dem Kopf abbaute und ich am Sonntag dann unter einem Marktschirm saß, den mir Elke in aller Schnelle geliehen hatte, machte den Stand nicht authentischer.
Diesmal aber war alles anders. Ich hatte ein richtiges Kleid [auch wenn mir das grüne leider nicht passte, so dass ich aus hellem Stoff nach ebendiesem Schnitt das gute Stück nähte, das ihr auf den Fotos seht]. Ich hatte auch einen passenden Stand, der mir leider nicht gehört, sondern vom Veranstalter gestellt wurde. Ich hatte nur die Waren dabei, die ins Mittelalter passten. Und Eisleben ist eine Stadt, wie geschaffen für Mittelaltermärkte.
Sehr gut organisiert war alles. Die Beleuchtung passte. Tolle Mittelaltergruppen sorgten für Abwechslung mit Ritterspielen, Schaukämpfen, Gerichtstag, mehreren Feuershows, die die Nacht zum Strahlen brachten. Spielleute zogen herum, der Narr trieb allerlei Schabernack, von der Bäckerei her roch es nach Holzfeuer, ein Geruch, der für mich zum Markt einfach dazu gehört.
Schon vorher hatte ich verkündet, selbst wenn ich nicht einen Strang Wolle verkaufe, würde ich das Fest genießen und es dann als den Urlaub werten, den ich mir in diesem Jahr wieder nicht leisten konnte.
So kam es dann auch. Ich habe tatsächlich nicht einen Strang verkauft. Stattdessen gefühlte 10.000 Mal erklärt, dass sich Dornröschen nicht an einem Spinnrad gestochen hat, sondern an einer Spindel. Hab gezeigt, wie diese beschaffen war. Hab Wissenswertes über Schafrassen und deren Wolle verbreitet und demonstriert [zumindest über die Rassen, deren Wolle ich dabei hatte]. Manche wollten auch etwas über die Pflanzenfärberei wissen und eine Frau war sehr erstaunt, dass Johanniskraut gelbe und grüne Wolle gibt, weil es, wenn sie es mit Öl ansetzt, immer rot färbt. Und immer wieder wurde ich gefragt, was ich denn dann mit der vielen gesponnenen Wolle anfange, die könne ich doch gar nicht alle selbst verstricken. Ähm, was meinten diese Leute wohl, warum man auf den Markt geht und einen Stand betreibt? Das war ein wenig seltsam.
Ansonsten habe ich viele sehr interessante Menschen kennen gelernt, gute und wichtige Tipps für künftige Mittelaltermärkte erhalten und wurde bereits zu zwei weiteren Festen eingeladen. Zumindest für das eine brauche ich definitiv ein Wintergewand, denn im November würde ich in meinem Kleid mit der dünnen Chemise darunter jämmerlich frieren.
Also bin ich jetzt in Gedanken auch schon bei den nächsten Märkten und Festen. Ich freu mich.

Montag, 16. August 2010 | 11:10 Uhr | Tags: ,

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