WmdedgT – Februar 2018

Wie jeden Monat fragte Frau Brüllen auch gestern wieder Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Ich hätte es diesmal vergessen. Zum Glück dachte Uta daran und erinnerte mich. An normalen Arbeitstagen weiß ich oft gar nicht, was ich alles berichten soll. Aber gestern war kein normaler Tag. Das ging schon früh am Morgen los. Gleich nach dem Aufstehen hatte ich noch tausend Handgriffe zu erledigen und an -zig Kleinigkeiten zu denken. Hab ich alles für die Arbeit? Hab ich alle Büro-Utensilien, die ich zusätzlich brauche an diesem Tag? Wo ist das Strickzeug? Und das wichtigste: Briefumschlag mitnehmen, damit ich den Haus- und den Wohnungsschlüssel eintüten und im Briefkasten deponieren kann. Und dies dann keinesfalls vergessen.
Der Hintergrund war der: Um die Mittagszeit wollte der Heizungsableser kommen. Christoph hatte mir angeboten, in meiner Wohnung auf den Mann zu warten. Allerdings wusste er nicht genau, ob er vielleicht selbst auch arbeiten muss. Das wollte er mir am Sonntag ganz sicher sagen. Alternativ hatte ich schon die Katl gefragt, ob sie diesen "Dienst" vielleicht übernehmen kann. Sie sagte sofort zu, und weil Christoph und ich uns am Sonntag dann gar nicht erreichen konnten, gab ich der guten Seele den Briefkastenschlüssel mit, damit sie sich den Wohnungsschlüssel dann nehmen kann. Soweit, so gut.
Mit drei großen Taschen stand ich dann endlich draußen am Auto und freute mich darüber, dass der Himmel schon langsam vom Schwarz der Nacht zu Blau überging. Es wird schon wieder deutlich früher hell. Wie schön.
Nicht so schön waren Schnee und Eis auf den Autoscheiben. Kratzen war angesagt. Gut war wiederum, dass die Luft so trocken war, dass die Scheiben von innen nicht beschlugen.
Als ich in der Firma ankam, zeigte die Uhr im Gang 08:04 Uhr. Waaaas? Wie konnte das sein? Es hätte zwischen halb und dreiviertel Acht sein müssen. Wo war denn die Zeit hin? Wenig später stellte ich fest, dass es tatsächlich erst 7:40 Uhr war. Die Uhr im Gang war stehen geblieben, und sie zeigte auch nicht 08:04 Uhr, sondern 00:40 Uhr. Ich hatte beim ersten flüchtigen Blick und in Erwartung einer Uhrzeit um 8 Uhr herum die Zeiger verwechselt. Na, das ging ja gut los!
Als nächstes ließ sich der Rechenr nicht normal starten, weil am Freitag, lange nach Feierabend, die Administratoren sich noch daran zu schaffen gemacht hatten.
Es dauerte eine Weile, bis ich meinen Rechner wieder zum Arbeiten überreden konnte. Ein Kollege kam und klagte mir sein Leid, dass er am Freitag bis 22 Uhr in der Firma war, die Admins aber nicht hinbekommen hatten, was sie ursprünglich wollten und dass nun nach einer anderen Lösung gesucht werden muss.
Ein anderer Kollege kam und wollte von mir einen Laptop haben. Wieso? Ich verwalte die Dinger nicht. Ich bin kein Admin. Ich kann gar keinen Rechner einfach aus dem Netzwerk lösen und ihm irgendwo anders zur Verfügung stellen. Und nein, ich habe auch keinen Adapter in der Rocktasche, um unseren Beamer an ein iPad anzuschließen.
Die Lieblingskollegin kam lachend herein: "Ich muss dir was erzählen!" Jaja, nur wer gar nichts tut, macht auch keine Fehler. Wenn man arbeitet und das unter teils seltsamen Bedingungen, passieren einem zum Teil auch skurrile Dinge. *kicher*
Leute kamen, die zu einem bestimmten Kurs wollten, mit dem ich {leider} gar nichts zu tun habe, der mich aber auf eine neue Idee brachte.
Meine Leute kamen {zu spät}, aber immerhin war die Truppe zur Frühstückpause endlich wieder einmal vollzählig.
Ich bereitete ein paar Abrechnungen vor und schon war Mittagspause.
Nebenschauplatz: zu Hause Der Sohn war natürlich doch zu meiner Wohnung gefahren, um auf den Heizungsmann zu warten. Die Katl war, wie versprochen, auch dort. Nun hätte Katl meine Schlüssel beim Sohn lassen können. Weil wir aber verabredet hatten, dass ich sie mir am Feierabend bei ihr abhole, nahm sie sie wieder mit. Wenn aber doch der Sohn bei mir daheim auf mich wartet und ich ihn wieder zu sich nach Hause bringen möchte, wäre es ein Umweg, erst noch zu Katl zu fahren. Aber gut, das ließe sich auch noch anders lösen, indem ich erst den Sohn heim bringe und von da auf dem Rückweg zur Katl fahre. Inzwischen hatte aber Katl beschlossen, noch einmal loszugehen und die Schlüssel wieder zum Sohn zu bringen. Was für ein Kuddelmuddel *lach* Da hat sich die gute Seele so viel Mühe gemacht, nur wegen meiner Schlüsselei. *hach*
Inzwischen hatte ich Feierabend. Auf dem Heimweg kam die Sonne heraus und ich freute mich, wie lange es schon wieder hell ist.
Mit dem Sohn trank ich ein Käffchen und schwatzte eine Weile. Dann zog er noch einmal los zu einem Freund.
Am Abend schaute ich in der Mediathek zunächst den Tatort vom Sonntag und später noch Film der Woche. Nebenbei strickte ich zwei Patche an meine Decke und dann war der 5. Februar 2018 auch schon wieder vorbei.

Ein Gedanke zu “WmdedgT – Februar 2018

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