Freitag, 30. Oktober 2009, 17:41 Uhr
...dann ist alles wieder fein. Zumindest, was den Internetzugang betrifft. Und dann kann ich auch wieder Blogs lesen, die Bilder enthalten. Ja.
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Freitag, 30. Oktober 2009, 13:27 Uhr
...habe ich. Man kann eben doch nicht alles nach Feierabend schaffen, weil man viele Leute dann nicht mehr erreicht. Da es inzwischen "Freitag nach eins" ist, beschließe ich denselbigen jetzt aber doch und widme mich den Tätigkeiten, die Frauen häufig "ihre zweite Schicht" nennen. Hmhmhm.
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Freitag, 30. Oktober 2009, 07:06 Uhr
...geht auf. Zumindest wettermäßig scheint es ein schöner Tag zu werden.
Das nächste Paar Socken ist vorhin auch fertig geworden. Nein, ich habe nicht gut geschlafen. Das habt ihr jetzt schon vermutet, denn sonst hätte ich in der Nacht wohl nicht gestrickt.
Außerdem brüte ich über der Gliederung für meine Reflexion. Die muss heute Morgen fertig werden, denn nachher muss ich herumtelefonieren. Emil meinte, ich solle selbst noch mal mit der Dame telefonieren, die ihm bereits gesagt hat, dass es keine Möglichkeit mehr gibt, mich zur November-Prüfung noch zuzulassen. Und wenn ich mit ihr telefoniert habe, möchte er dann wieder angerufen werden. Was ist denn nun eigentlich wichtig? Diese ganze Telefoniererei kreuz und quer durch Deutschland, oder die Arbeit, um die es dabei geht und die getan werden muss? *grrr*
Hier nervt gerade ein Handy, das einen niedrigen Energieladestand anmahnt. Muss mal sehen, zu welchen Ladegerät es passt.
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Donnerstag, 29. Oktober 2009, 21:36 Uhr
...gerade recht traurig. Wochenlang hatte ich mir gewünscht, endlich wieder nach Hause fahren und da bleiben zu können. Aber immer wieder erlebte ich Wochenenden, an denen ich mich fragte, wieso ich überhaupt her gefahren war. Und jetzt habe ich gerade das Gefühl, überhaupt kein zu Hause mehr zu haben.
Für mich war zu Hause immer ein Ort, an den ich von überallher zurückkehren konnte. An den ich gern zurückkehrte. An dem ich mich wohl fühlte und geborgen war. An den ich mich zurückziehen konnte, wenn mir die Welt draußen zu schrill wurde.
Der Ort, den ich mein zu Hause nenne, weil ich dort gemeldet bin, bietet mir nichts von alledem. Hier erwartet mich keine Geborgenheit, wenn ich ankomme. Nur blöde Briefe, eiskalte Zimmer, welke Zimmerpflanzen und schmutziges Geschirr. Keines dieser Dinge ist wirklich schlimm. Schlimm ist nur, wofür sie stehen, was sie symbolisieren, nämlich, dass ich mich hier eben einfach nicht mehr wohl fühle. Am liebsten würde ich wieder abreisen. Nur weiß ich nicht, wohin. Ich bin nirgends mehr zu Hause, fühle mich nirgends mehr aufgehoben.
Jetzt gehe ich erst mal ins Bett, vielleicht gibt mir wenigstens der Schlaf ein wenig Geborgenheit in Form eines schönen Traumes.
Die letzten beiden Nächte hatte ich sehr schöne Träume. Vielleicht klappt das ja wieder.
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Donnerstag, 29. Oktober 2009, 20:28 Uhr
...sind seit dem letzten Eintrag vergangen. Ereignisreiche Wochen. Mein Handbuch ist fast fertig. Ein paar Kleinigkeiten fehlen noch, die ich am 9. November einpflegen werde. Bis dahin haben die Kollegen Zeit, eben diese Kleinigkeiten zu beschaffen. Ich schreibe derweil meine Reflexion. Allerdings habe ich keine Prüfungszulassung. Angeblich habe ich mich nicht angemeldet. Hab ich wohl, allerdings nicht innerhalb der vorgeschriebenen Frist. Und das, vermute ich, ist auch der wahre Grund, weshalb ich für die Prüfung Ende November nicht eingetragen wurde. Die Frist konnte ich nicht einhalten, weil ich zum Anmeldeschluss noch keinen Praktikumsbetrieb und damit kein Thema hatte. Irgendwie sehe ich das aber gerade überhaupt nicht tragisch. Die Prüfung liegt ohnehin außerhalb des eigentlichen Lehrgangs. Der nämlich endet am 11.11. und ich werde sowohl vom Betrieb, als auch von der Schule Arbeits- bzw. Teilnahmezeugnisse erhalten. Danach wird die Agentur sich nicht mehr dafür interessieren, ob ich die Prüfung im November, im kommenden Februar oder gar erst im Sommer absolviere und wie ich die Fahrt dorthin finanziere. Denen wird nur eines wichtig sein: Wie werden sie mich als Leistungsempfänger los?
Aber glaubt mir, genau das ist auch für mich das Wichtigste: Wie werde ich die nervige Agentur los? Ein paar Pläne habe ich. Umsetzen lassen werden sie sich. Ob sie so rentabel sind, wie ich es benötige, um ohne Unterstützung meinen Lebensunterhalt zu bestreiten, wird sich zeigen.
Kommt Zeit, kommt Rat.
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Sonntag, 18. Oktober 2009, 23:10 Uhr
...eine Kanne Tee. Ein gemütlicher Sonntag Abend. Und das wunderbare Gefühl, morgen nicht in aller Herrgottsfrühe auf die Autobahn zu müssen und dann doch wieder stundenlang im Stau zu stehen, ewig spät in der Firma zu erscheinen und bis zum Dunkelwerden am Schreibtisch zu hocken. All das bleibt mir erspart. Weil ich nämlich schon hier bin. In Suhl. In der winzigen Ferienwohnung. An der Tür steckte eine Karte. Post aus Ungarn. Aus Eger. Von Csilla. Wie hab ich mich darüber gefreut!!! So eine schöne Idee, mir hierher zu schreiben. Hach.
Woher hatte sie überhaupt die Adresse?
Ein richtig schönes Wochenende liegt hinter mir. Freitag Nachmittag und Abend waren genauso entspannt, wie schon ene Woche zuvor. Packen, putzen und dann am Rad drehen. Zu packen hab ich nie viel, Putzen geht in der winzigen Wohnung auch sehr schnell. (Was will man auch bei 16 qm groß putzen? Da ist ja nicht mal genug Platz, irgendwas schmutzig zu machen. *ggg*) Tja, und dann saß ich am Spinnrad mit dem Gedanken, früh ins Bett zu gehen. Am Ende war es halb eins. Den Wecker hatte ich nicht gestellt, aber halb fünf war ich wach und wenig später auf einer völlig leeren Auobahn unterwegs nach Hause. Das war zuerst ein wenig anstrengend, denn es goss in Strömen. Ich fahre viel und gern Auto. Ich fahre auch sehr gern nachts. Außerdem bin ich das gewöhnt, denn in den letzten Jahren bin ich schließlich überwiegend nachts zur Arbeit gefahren. Aber ich hasse es, nachts bei Regen auf der Autobahn fahren zu müssen. Als es hell wurde, hörte auch der Regen auf. Und dann war ich auch schon zu Hause. Ich schlich mich in die Wohnung, aber Janice war schon wach und ließ ein zartes "Hallo???" hören. Da ich vom Bäcker frische Brötchen und Kuchen mitgebracht hatte, frühstückten wir zuerst, dann wollte sie unbedingt Tinkerbell schauen. Dann waren wir einkaufen, was bis zum späten Mittag dauerte, so dass mir das Kind auf dem Heimweg im Auto einschlief. Danach war an einen richtigen Mittagsschlaf nicht mehr zu denken, zumal die Maus auch noch aus dem Bett purzelte, weil sie herumgeklettert war, statt sich hinzulegen. Da es inzwischen wieder regnete, gab es noch einmal Tinkerbell. Janice ist da unermüdlich, schaut sich aber nie den gesamten Film an, sondern beginnt bei irgend einer Szene alles zu hinterfragen, und schon sind wir im schönsten Märchen erzählen.
Gerade überlege ich, was wir am Abend gemacht haben. Ach ja, genau, Verwöhnprogramm für meine schmerzenden Füße und dann wirklich mal früh zu Bett.
Kurz vor sechs war die Nacht schon wieder vorbei. Auch wenn es zum "Endn fiddorn" noch zu dunkel war, hielt es die Maus nicht mehr im Bett. Müsli musste her und Saft und dann bekam Babypuppe Eric die Geschichte von Tinkerbell erzählt, "...weil der doch noch zu klein ist. Der kann das noch nicht selber angucken, weißte?!"
Am Vormittag hörte endlich der Regen auf, so dass wir endlich zu den Enten und vor allem zu den Nutrias konnten. Hach, schön. Die kurze Mittagsschlafzeit nutzte ich zum Haare färben. Später gab es Kaffee, wieder einmal Tinkerbell, dann ging es noch in die Wanne. Am Abend fuhren wir zur Garage, wo ich die Marktutensilien für nächste Woche packte. Tja, und von da aus startete ich gleich wieder durch Richtung Thüringen. Staufrei, entspannt, wieder mal im Dunkeln, diesmal aber ohne Regen. Schön.
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Donnerstag, 15. Oktober 2009, 18:33 Uhr
...weshalb ich sooo schrecklich müde bin. Gut, heute Nacht hab ich bis halb eins am Spinnrad gesessen und war 6 Uhr wieder auf. Aber das ist doch nun für mich nichts besonderes. Am meisten grämt ich, dass ich nichts fertig bekomme. Gerade mal 200 g gezwirnte Wolle und 100 g gesponnene sind die Ausbeute von gestern Abend. Es ist aber leider auch nicht so, dass ich großartig viel anderes fertig gebracht hätte. 19:15 kam ich in der Wohnung an und begann sogleich, mir ein Kartoffelsüppchen als Abendessen zu kochen. Dann telefonierte ich kurz mit Chris, für den ich in den letzten Monaten viel zu wenig Zeit hatte, etwas länger mit GabKo, für die ich seit Beginn des Lehrgangs überhaupt keine Zeit mehr hatte. Dabei schickt sie immer so liebe SMS, hat mich schon unzählige Male zum Frühstück eingeladen. Ach menno! Wenn ich am Wochenende da bin und Janice ist auch da, will ich natürlich lieber mit ihr frühstücken, als mit Freunden. Und wenn sie nicht da ist, hab ich gewiss irgendwo einen Markt. Meist habe ich ja auch Markt, wenn sie da ist.
Insofern bin ich natürlich froh, dass das Praktikum nur noch vier Wochen dauern wird. Ich glaube, wenn es zu Ende ist, werde ich erst mal drei Tage nur schlafen... und mich danach um neue Arbeit kümmern. Von nix kommt schließlich nix. Es wird also vermutlich genauso weiter gehen, wir ihr es von mir gewohnt seid, stressig, chaotisch und bestimmt ohne Ruhepause. Andernfalls wäre ich wohl nicht ich.
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Sonnabend, 10. Oktober 2009, 11:14 Uhr
...eine Stunde länger geschlafen, als beabsichtigt, wohl, weil ich gestern auch länger am Spinnrad saß, als beabsichtigt. Dafür ist aber auch sehr schönes Garn fertig geworden.
In Finsternis und Nebel den Berg hinaufgestiegen zum Parkplatz. Bepackt mit allen Taschen. [Nee, der Parkplatz vor dem Haus gehört zur Ferienwohnung, und ich dürfte ihn nur benutzen, wenn diese frei ist. Ist sie aber fast nie, jedenfalls nicht, wenn ich den Parkplatz brauchen könnte.]
Es war eine tolle Fahrt über freie Autobahnen, dem Sonnenaufgang entgegen. Auch entgegen aller Wettervorhersagen bei schönem Wetter, zumindest nachdem ich mit dem Tunnel Hochwald auch den Nebel hinter mir gelassen hatte.
In Bad Dürrenberg musste ich die Fahrt unterbrechen. Die Ölstandswarnleuchte zwang mich dazu. Und weil Jolanda erst mal ein wenig abkühlen musste, bevor ich ihr frisches Öl vorsetzen konnte, gönnte ich mir erst mal einen Milchkaffee und ein knuspriges Brötchen mit Ei.
Schon fast daheim entschloss ich mich, diesmal nicht im vertrauten K*fland einzukaufen, sondern bei Gl*bus. Soll man nicht machen, in nen anderen Supermarkt gehen. Schon gar nicht in so einen. Ich fand mich glatt gar nicht zurecht. *kicher*
Und jetzt bin ich hier und genieße das Wochenende. Als erstes fütter ich mal die Waschfee und dann steht ein dicker Abwasch an. Chris meinte zwar, er macht das nachher noch, aber ach, ich kanns doch auch machen, oder?
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Freitag, 09. Oktober 2009, 17:39 Uhr
...in die Stille eines milden Nachmittags eintauchen und spüren, wie die Ruhe in die Seele einzieht...ein Moment jenseits der Zeit.
So steht es auf meiner Tee-Packung. Und genau das gönne ich mir heute.
Normalerweise wäre ich um diese Zeit unterwegs, entweder im Stau auf der A4 oder zuckelnd über Landstraßen durch traumhaft schöne Gegenden, entlang der Saale oder der Unstrut. Gegenden zum Urlaub machen, nicht um freitags nachmittags durchzufahren.
Deshalb gibt es diese Woche ein Experiment. Ich bleibe heute hier, genieße einen versponnenen Nachmittag und Abend, gehe früh zu Bett und begebe mich morgen noch vor Tag und Traum auf den Weg. Ich habe die Hoffnung, dass dann die Autobahn frei ist und ich daheim bin, wenn es hell wird. Rein rechnerisch kann ich auf diese Weise 2 Stunden gewinnen, die ich angenehmer verbringen kann, als autofahrender Weise. Gefühlsmäßig gewinne ich zwei Genießertage. Heute, weil ich schon seit 2 Stunden frei habe, Milchkaffee genieße, eine Spule mit Emmas toller Wolle fast voll gesponnen und noch den ganzen Genießerabend vor mir habe. Und morgen, weil ich ausgeruht auf Fahrt gehe, so dass sie mich nicht sehr anstrengen dürfte und früh genug ankomme, um noch richtig viel vom Tag zu haben.
Hach, schön ist das. Da hätte ich aber auch schon mal eher drauf kommen können.
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Dienstag, 06. Oktober 2009, 14:52 Uhr
...Ehrgeiz mag hinderlich sein, weil man auf der Stelle tritt. Zuviel Ehrgeiz aber ist definitiv schädlich. Zumindest für mein Seelenheil. Das habe ich heute deutlich zu spüren bekommen.
Seit ich mit dieser neuen Aufgabe begonnen hatte, war ich auf er Suche nach Informationen. Der Job selbst [Technische Redaktion] ist toll, macht Spaß, und ich denke auch, ich beherrsche "mein Handwerk". Das Projekt jedoch war für mich vollkommen neu. Von dem Gerät, das ich beschreibe, wusste ich bis zum Praktikumsbeginn noch nicht einmal, dass es existierte. Als ich es dann beschreiben sollte, suchte ich mir meine Informationen an allen Ecken zusammen, wo ich auch nur das geringste Schnippselchen fand. Viel Technik dabei, viel Elektronik. In alles musste ich mich erst hineindenken, und um Fehler zu erkennen, müsste ich vielleicht Elektrotechnik studiert haben. Wie auch immer.
Inzwischen ist ein ganz hübsches Handbuch zusammen gekommen, das leider ein paar Tage zu früh zur Korrektur ging. So konnte ich Formate und Stand nicht mehr ändern und auch nicht noch mal mit Blick auf Tipp-Fehler drüber lesen.
Heute kamen die Korrekturen zurück. Und jetzt komme ich mir vor, als hätte ich die ganzen Wochen nichts gemacht und wäre zu allem zu dusselig.
Und warum? Keiner hat von mir erwartet, dass ich bei der 1. Korrektur ein fehlerfreies Handbuch vorlege. Keiner außer mir. *grrr*
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Script by Alex