Sonnabend, 29. August 2009, 20:39 Uhr
...verbrachte ich dann in Rossau. Dort gab es auf der Alpaka-Farm ein Hoffest. Ein guter Anlass, mich mit Csilla zu treffen, mein Drei-Rad ausvorzuführen und endlich Eva-Maria kennenzulernen und ihren Shop leerzukaufen. Naja, nicht ganz. Bissel was hab ich noch da gelassen, wie man hier sehen kann.



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Sonnabend, 29. August 2009, 19:12 Uhr
...vom Ententeich...

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Sonnabend, 29. August 2009, 18:47 Uhr
... Janice glücklich zu machen. Am letzten Sonnabend, stand sie kurz nach 6 Uhr an meinem Lager: "Oma, gehn mer Entn fiddorn?"
Huch. Ja, gern. Aber ich hab gar kein trockenes Brot oder was man sonst noch an Enten verfüttern könnte. Also fix zum K*land, das bei uns schon 6 Uhr öffnet, ein Toastbrot geholt. Dann gings zum Teich, und das Kind hat gejubelt. "Ach, mein Liebling. Mein Freund. Mein Lieblingsnutria!" Und schon kam der Bursche aus dem Teich gestiegen.


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Freitag, 28. August 2009, 22:43 Uhr
...im Sachsenlande. Eben angekommen. Hach, war das heute eine schöne entspannte Fahrt. Das erste Stück bis Erfurt lässt sich ja immer gut fahren, und dort habe ich heute Nachmittag Station gemacht und Liane besucht. Auf den restlichen Heimweg machte ich mich erst, als sie die üblichen Freitag-Nachmittag-Staus schon wieder aufgelöst hatten. Vor mir freie Bahn, hinter mir ein malerischer Sonnenuntergang, den ich im Rückspiegel beobachtete.
An einer Tankstelle, wo ich das so gar nicht erwartet hatte, entdeckte ich sogar die Landlust. Die lese ich jetzt, und zwar im Bett. Spät genug ist es ja und müde bin ich inzwischen auch.
Morgen hört [lest] ihr mehr von mir.
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Sonntag, 23. August 2009, 07:45 Uhr
...ist viiiiiel zu wenig. Erst recht, wenn Janice da ist, mit der ich so gern mehr Zeit verbracht hätte, als nur bis zum Nachmittag. Da war dann Chris mit ihr unterwegs, denn sie wollte gern an einen See.
Für mich hieß das: Gelegenheit für ungeliebte, aber dringend notwendige Büroarbeit. Nebenbei wurde die Waschfee gefüttert, immer und immer wieder.
Und nun kann ich mich nicht mal von der Maus verabschieden, denn sie schläft noch und ich muss mich sputen, damit ich "vom Acker" komme, denn ich werde den Tag hier verbringen, und wie Csilla mir gestern schrieb, wird mein Dreier-Spinnrad dort schon sehnsüchtig erwartet.
Fotos hab ich auch, aber die gibt es, wenn ich nicht zu kaputt bin, heute Abend oder nächste Woche oder vielleicht auch erst nach dem Praktikum so als Jahresrückblick.
Habt alle einen schönen Sonntag und bleibt mir gewogen.
Ach ja, und wer Lust hat, mich heute spinnen zu sehen, Rossau liegt ganz nahe bei Döbeln, Waldheim, Kriebstein und ähnlich prominenten Orten [wie auch Mittweida].
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Mittwoch, 19. August 2009, 23:01 Uhr
Am heimischen Schreibtisch und im Büro sind Sie ein echter Kopfarbeiter. Denn Sie wissen genau: Die Telefonrechnungen sind in der Mitte des zweiten Stapels von rechts, die Bankbelege haben Sie noch letzten Monat in der grünen Kiste gesichtet. Und tatsächlich geht Ihr System fast immer auf. Wenn nicht, dann hört man Sie allerdings lange suchen und fluchen.
Bei Blechi hab ich den Test gefunden. Und weil ich Tests mag, musste ich den gleich noch ausprobieren. Jaja...
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Sonntag, 16. August 2009, 08:57 Uhr
...Geschichten schreibe, gehe ich nachher erst noch einmal Kräuter sammeln. Ich habe erst für etwa sieben Kilo Wolle die Färbekräuter bereit liegen. Das ist nicht viel. Und ich will ja in diesem Herbst noch ca. 20 Kilo färben.
Also muss ich noch ein bissel hinaus in die Wiesen. Meinen puckernden Leuchtfinger halte ich in den Wind zum Kühlen. Das wird schön. Und die Kamera nehme ich auch mit.
Und jetzt gibt es erst mal Frühstück.
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Sonntag, 16. August 2009, 08:13 Uhr
...und völlig verstört wachte ich vorhin auf. Mein Herz klopfte bis zum Hals. Und das alles wegen eines blöden Traums. Dabei fing alles so schön an. Als ich gestern in einigen Blogs Fotos vom Meer sah, wurde meine Sehnsucht nach der Ostsee riesengroß. Und heute Morgen im Traum war ich dort.
Ich wohnte in einer hübschen kleinen Pension und stieg von dort aus eine steile Holztreppe zu einem schmalen Strandstreifen hinunter. Mit der Kamera. Ich fotografierte den von Menschen überfüllten Strand und formulierte bereits einen Blogeintrag mit der Begründung, warum ich im Sommer an der Ostsee lieber im Hinterland unterwegs bin, als am Strand. Da überspülte plötzlich eine Welle den schmalen Streifen samt der Sandburgen. Die Leute gerieten in Aufregung, allerdings hauptsächlich, weil nun ihre Handtücher nass waren. Gefahr sah noch keiner. Auch bei der nächsten Welle noch nicht. Ich jedoch rief den Leuten in meiner Nähe zu, dass das Wasser steigt und sie sich in Sicherheit bringen sollen. Dann rannte ich zum Strandaufgang und kletterte die Treppe hinauf. Oben, auf einer Art Vorsprung stand die Pension. Als ich da hinein rannte, hatte das Wasser schon die halbe Höhe der Steilküste erreicht und draußen auf dem Meer sah ich eine Explosion, in deren Folge das Wasser schlagartig noch ein paar Meter stieg. Ein paar Kinder standen im Hausflur und eine ältere Frau, die zu viel Angst hatte, die Haustür zu schließen, so dass die nächste Welle samt Sand und Tang ins Haus schwappte. Ich brüllte über das Tosen des Wassers den Kindern zu, sie sollten bis zum Dachboden hinauf klettern, was sie auch taten. Oben angekommen, fiel mir auf, dass ich keine Ahnung hatte, wo Chris war. Und ein Handy hatte ich nicht dabei. Also hastete ich die Treppen wieder runter zu unserem Zimmer. Und tatsächlich lag er im Bett und schlief fest. Ich rüttelte ihn und schrie etwas von Tsunami und er schnappte noch ein paar Habseligkeiten. [Seltsamerweise passte alles, was wir dabei hatten in eine kleine Reisetasche.] Die Kinder warteten auf dem Dachboden. Wir schoben sie durch eine Luke hinaus. Direkt hinter dem Haus ging die Steilküste weiter nach oben und wir riefen den Kindern zu, sie sollten sich an allem festhalten, was sie sehen und nach oben klettern. Ihnen gelang das auch und Chris ebenfalls. Nur ich Unsportliche rutschte immer wieder ab. Mit allerletzter Kraft zog ich mich über den Rand und fand uns auf einem schmalen Streifen Heidekraut wieder, ansonsten war oben auch überall Wasser, das an anderen Stellen, wo die Steilküste nicht ganz so hoch war, bereits herauf geschwappt war. In der Ferne sahen wir ein paar Menschen, die sich herauf gerettet hatten. Hinter uns hatte das Meer bereits alles verschlungen, auch das Haus, aus dem wir herauf geklettert waren. Und es drohte, auch hier oben über den Rand zu schwappen. Da entdeckte ich ein paar Boote und rief Chris zu, er solle die Kinder da hin bringen. Ich versuchte, hinterher zu rennen, aber ich hatte schon beim Klettern meine Kraft verbraucht, mein Atem ging stoßweise und ich konnte nicht mehr rennen.
Da endlich wachte ich auf.
Ich blieb noch einen Moment liegen, um mich zu beruhigen und vor allem wieder normal zu atmen, denn ich fühlte mich tatsächlich total abgekämpft. Und nun versuche ich, wieder ins Lot zu kommen.
Oh Mann, mein Leben ist doch wahrlich chaotisch genug. Da brauche ich nicht noch solche wüsten Träume. Das verrückte an dem Traum war, dass die ganze Zeit die Sonne schien und das Meer, so sehr es tobte, immer noch schön aussah, bis auf die zwei Momente, als sich die Exploion ereignete und als die sandige Welle ins Haus schwappte.
Und was sagen mir solche Träume? Meine schier endlose Fantasie hat nicht genug zu tun. Ich muss dringend wieder anfangen, Geschichten zu schreiben, um das, was in meinem Hirn herum spukt, in sinnvolle Bahnen zu leiten.
Ja, und genau das werde ich auch tun.
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Sonnabend, 15. August 2009, 12:28 Uhr
...wenn man wieder mal alles auf einmal schaffen will, weil man glaubt, dass man es schaffen müsste. Nee, nee, nee und nochmal nee. Ich muss überhaupt nüscht. Wenn ich mir das nur mal merken könnte und beherzigen bevor etwas passiert! Hach. Ich wieder.
Hab ich doch eine wunderschöne keltische Chemisse [ein Unterkleid]. Ein Traum aus weißem Baumwollstoff. Jede Menge Baumwollstoff. So viel, dass das Überkleid in dunkelgrün beim besten Willen nicht darüber passt. Auch dann nicht, wenn man bereit ist, es sehr weit, um nicht zu sagen, gar nicht zu schnüren.
Also doch der beigefarbene Baumwoll-Leinen-Stoff her und zugeschnitten.
Ging gut... Oberteil saß bei der ersten Anprobe leider überhaupt nicht... erst mal nen Milchkaffee und überlegen... weiter zuschneiden, jetzt das Rockteil... ging super. .. passt auch gut... Idee für das Oberteil... Anprobe... gute Idee... nun noch die Verschönerungen... eine Zierstickkante... aber wer hat gesagt, dass man bei laufender Maschine unter die Nadel fassen soll?... NIEMAND!!!
Ein schnorpsendes Geräusch --- ein Schmerz --- ein Knall [mit dem die Nadel abbrach] --- erste Reaktion Luftanhalten und den schmerzenden Finger in den Mund. Ich glaube, das macht jeder so, auch wenn er sich nur mit ner Sticknadel in den Finger sticht. Erst mal Finger in den Mund. Und dann? Nach einer Weile die Frage: Wo ist denn die abgebrochene Nadel hin? Ich konnte sie nicht finden, stellte aber erleichtert fest, dass mein halbfertiges Kleid keine Blutflecken hatte. Dass der Finger blutete, konnte ich deutlich schmecken. Und irgendwann musste ich mich dem Anblick stellen und den Schaden am Finger betrachten. Sah etwas seltsam aus. Naja. Aber was war das? Ein Hautfetzen? Als ich ihn abzupfen wollte, erkannte ich, dass es mein Nähfaden war. Und der steckte in der Wunde in meinem Finger und er war auch noch eingefädelt im Nadelöhr. Und das befand sich auch mitten in meinem Finger und ein kleines, ein winziges Endchen der abgebrochenen Nadel schaute auf der anderen Seite aus meinem Finger heraus. Als ich mit meinen Erkenntnissen so weit gekommen war, begann sich das Zimmer um mich zu drehen, das Gesichtsfeld engte sich ein, die Ränder wurden weiß... Es ist nämlich nicht so, dass einem schwarz vor Augen wird, bevor man in Ohnmacht fällt. Es wird vom Rand her weiß. Jedenfalls bei mir.
Ich taumelte ins Wohnzimmer, hielt mich an der Wand fest und dachte immer, ich darf erst umfallen, wenn ich Chris angerufen habe. Aber ich fand das Telefon nicht und mir wurde immer übler. Dann hatte ich das Telefon doch gefunden, aber ich konnte keine Nummern erkennen und versuchte, ganz tief zu atmen, damit ich nicht doch umkippe oder erbrechen muss. Und dann war Chris doch irgendwie am Telefon und ich stammelte was von Nadel im Finger und ohnmächtig und er meinte, er käme sofort, aber ich soll mich ins Bad setzen und kaltes Wasser über den Finger laufen lassen. Darauf hätte ich ja auch selbst kommen können. Aber wohl nicht in dem Moment.
Naja, jedenfalls hat Chris mich dann verarztet, die Pinzette ausgekocht, alles desinfiziert und dann...
Also, er hat sich ganz wundervoll um mich gekümmert und ich bin dann auch nicht mehr ohnmächtig geworden, obwohl mein Kreislauf noch immer nicht wieder im Lot ist.
Naja, und der Finger ist dick und puckert...
Ich kann weder einen Marktstand ausrichten, noch Auto fahren, noch erst recht nicht spinnen. Und so bin ich dann doch nicht auf dem Markt, was insofern traurg ist, als ich mir seit Jahren wünsche, mal auf enem Mittelaltermarkt dabei zu sein [nicht nur als Gast] und nun hätte ich einen und musste ihn absagen.
Aber wer weiß, wofür das nun wieder gut war.
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Sonnabend, 15. August 2009, 07:46 Uhr
...möchte ich dran glauben. An die allmitternächtlich per Mail zugesandte Tarot-Karte, die mir die Befindlichkeiten des Tages voraussagen soll.
Heute ist so ein Unbedingt-dran-glauben-Tag.
Der Stern
Die Karte steht für:
Hoffnung, Verträumtheit, Vertrauen
Und was man daraus lesen soll:
Der Stern funkelt voll Hoffnung und Zuversicht. Er verspricht Freude und Schönheit, oft losgelöst von den irdischen Banalitäten. Mit ihm entfalten sich die zartesten Gefühle, er ermöglicht die edelsten Künste. Sternenlicht verleiht besonderen Glanz.
Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf. Oft führen ungewöhnliche Lösungen ans Ziel. Der Stern steht für die elegantesten Wege. In emotionalen Fragen ist der Stern ein gutes Omen. Lassen Sie nicht zu, dass sich die Inspiration in Träumen erschöpft.
Ist doch fein, oder?
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Script by Alex