Dienstag, 30. Juni 2009, 21:44 Uhr
...wie schön. Wie erfrischend. Wie streichelnd für die traurige Seele.
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Mittwoch, 24. Juni 2009, 12:29 Uhr
...einerseits nervt mich die Wettervorhersage, denn die drei Markttage könnten wir uns sparen. Bei solchem Wetter kommt keiner zu einem Schlossfest oder kauft was auf dem Markt.
Andererseits aber freue ich mich auf genau dieses Wetter. Einen regendichten Marktstand kuschelig einrichten [Weihnachten war es auch urgemütlich unter unserem mit Planen verhängten Schirm, und da war es noch ein paar Grad kälter] und dann darunter hocken und spinnen. Das stelle ich mir romantisch vor, wobei ich natürlich zugeben muss, im Wohnzimmer zu spinnen und den Regen nur durch die offenen Fenster beobachten, wäre vielleicht romantischer... obwohl, nee, auch nicht, denn dann säße ich allein da, während am Marktstand Csilla dabei wäre und Uta uns besuchen könnte.
Ach doch, Markt ist romantischer.
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Mittwoch, 24. Juni 2009, 10:55 Uhr
...habe ich bei Wetter Online nach der Vorhersage für die nächsten Markttage geschaut.


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Montag, 22. Juni 2009, 21:45 Uhr
...so etwas Tröstliches.
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Montag, 22. Juni 2009, 10:28 Uhr
...was ich lernen soll, wenn ich für einen Katalog drei Werkzeuggruppen mit je drei Herstellern gegeben habe und für jeden Hersteller wieder bis neun Produkte. Und dann darf ich noch recherchieren nach weiteren Herstellern und weiteren Produkten. Und dann soll das alles in eine Mind Map eingetragen werden. Ich meine, wenn man pro Hersteller drei Produkte hätte, wüsste man auch, wie man eine Mind Map erstellt, wenn man es einmal gemacht hat. Das ist doch wieder nur der Beschäftigungsnachweis, dass man seine Zeit herumgebracht hat. SINNLOS. Das ist wirklich sinnloses Zeug.
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Montag, 22. Juni 2009, 06:40 Uhr
...am kommenden Wochenende und vielleicht nie mehr. Auf das "Nie mehr" möchte ich mich mal nicht festlegen, aber kommendes Wochenende ist unmöglich geworden.
Ich müsste schon Donnerstag Abend hin, um wenigstens die erste Fuhre Kram hinzubringen. Freitag dann Aufbau und Marktbeginn. Sonntag nach dem Markt Abbau und dann vielleicht Montag noch den Rest holen.
Alles fein!
ABER, am Dienstag geht der nächste Kursteil zu Ende. Und ich muss noch für 8 von 10 Lektionen die Übungen fertig machen [und natürlich erst noch die Lektionen durcharbeiten.] Das schaffe ich aber nicht mehr an den verbleibenden Tagen. Gestern habe ich eine einzige Lektion geschafft und die Übung dazu ist noch nicht fertig, nur angefangen. Dann war ich zu müde und zu fertig, um mich weiter zu zwingen.
Jetzt muss ich erst mal zum Amt. Da die Schule alle Seminare immer nur kleckerweise bekannt gibt und ich noch keinen Praktikumsbetrieb habe, muss ich alle Anträge auf Zuschüsse immer einzeln abgeben. Üblich ist, dass man am Anfang eines Kurses alles komplett beabtragt, aber das geht leider in diesem Fall nicht. Also hab ich immer zhusätzliche Rennerei und Fahrerei. Ist ja nun nicht so, dass wir das AAmt hier im Ort hätten.
Egal, jedenfalls hab ich keine Chance mehr, den Kurs pünktlich abzuschließen. Wenn ich das aber nicht tue, freut sich das Amt, denn dann ddürfen sie mir die Leistung, die sie noch nicht bewilligt haben, die mir aber zusteht, ganz sperren. Um das zu vrehindern, bleibt mir nichts anderes übrig, als mich krank schreiben zu lassen. Im Grunde bin ich ja auch krank, zumindest nicht arbeitsfähig, denn konzentrieren kann ich mich auf meine Schule nicht. Sonst würde ich ja schneller mit der Arbeit fertig. Wenn ich aber krank geschrieben bin, kann ich mich nicht auf den Markt stellen.
Und wenn ich es ohne Krankschreibeung versuche, muss ich jede Minute für den Kurs nutzen und kann mir kein Kleid nähen. Ich brauche aber ein historisches Gewand für den Markt, oder zumindest eines, das halbwegs historisch aussieht.
Das wollte ich gestern nähen. Aber gestern war ja nun alles ganz anders und nach der Attacke auf meine Psyche, nach den Beschimpfungen und Schuldzuweisungen war ich nicht mehr in er Lage, kreativ zu sein und mir ein Gewand auszudenken.
Na, dann hat sie doch erreicht, was sie wollte, dass ich den Markt aufgeben muss. Hat sie fein hinbekommen.
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Sonntag, 21. Juni 2009, 21:59 Uhr
...hatte ich. Ja wirklich. So toll, wie ihn eine Lumpentrulla wie ich eben verdient.
10 Uhr der obligatorische Anruf bei meiner Mutter. Eine halbe Stunde zu spät. Ich habe sonntags 9.30 Uhr anzurufen. Meine Mutter ruft mich nicht an. Das ist ihr zu teuer. Aber ich habe anzurufen. Wenn ich Markt habe oder anderweitig verhindert bin, sollte ich das tunlichst vorher ankündigen. Da ich jetzt keine Nachtdienste habe, gilt auch keine Ausrede. Aber brauche ich eine Ausrede, um nicht anzurufen? Wie wäre es denn mit der Wahrheit? Mit: Ich weiß nicht, was ich dir sagen soll. Das zieht einen ganzen Sermon von Vorwürfen und Beschuldigungen nach sich. So heute. Ich rief also brav an.
Sie meldet sich mit Familiennamen.
Ich: "Hier auch."
Sie mit deutlicher Freude in der Stimme: "Lisa?"
Ich, lachend, obwohl mir nicht danach war: "Na, wenn du einen Anruf von Lisa erwartest, sollte ich wohl besser wieder aus der Leitung gehen."
Sie, sofort böse, abweisend, garstig: "Na, da weiß ich auch, wer dran ist. So blöde Antworten gibt mir nur eine."
An dieser Stelle hätte ich auflegen sollen. Aber ich einzigartig blödes ... hach, mir fehlen die Worte... ich muss doch zu meiner Verteidigung, oder was immer das werden sollte, noch sagen: "Wieso blöde Antwort? Ich muss doch nicht die Leitung blockieren, wenn du auf Lisas Anruf wartest. Ich hab sowieso nur angerufen, weil Sonntag ist und du das immer erwartest. Ich weiß aber ohnehin nichts zu erzählen."
[Wie es mir geht, oder eben, das es mir mies geht, brauche ich meiner Mutter nicht zu erzählen, das will sie ohnehin nicht hören bzw. lässt es nicht gelten.]
Tja, und da hatte ich dann auch eindeutig zu viel gesagt und wieder mal das Grundverkehrte, denn nun ging ein 90-minütiges Theater los.
Ja, es gäbe schon eine Menge zu erzählen, aber ich würde ja sowieso nur behaupten, ich wüsste es nicht. Eine vernünftige Antwort könne sie ja von mir nicht erwarten. Die Litanei enthielt Vorwürfe an Chris, der sie enttäuscht hat, weil er nicht vorbei gekommen ist, wie er gesagt hatte. An mich, weil ich davon nichts wusste. Schuldzuweisungen an mich [logisch, an wen sonst?], dass Chris seine Miete nicht mehr bezahlen kann, weil ich das nicht beantragt habe. [Hallo? Chris ist 27 und hat seit Jahren einen eigenen Haushalt. Was bitte soll ich da für ihn beantragen?] Aber ich muss das natürlich machen, weil ich es kann. Sagt sie. Sie hat noch ne ganzen Menge mehr gesagt. Zum Beispiel, dass die gesamte Familie sagt, dass ich Chris' Angelegenheiten klären muss. Ich bin dazu verpflichtet, denn ich bin seine Mutter. AHA! Und die Freunde meiner Mutter sagen das auch! Jawoll, ganz klasse. Wem hat sie denn nun eigentlich NICHT erzählt, dass Chris ein Problem mit seiner Mietzahlung hat?
Ach ja, und ich soll nicht immer so tun, als schaffe ich was nicht. Ich schaffe das nämlich sehr wohl, denn ich hab mir das alles ja selbst eingebrockt. [Lehrgang usw.] Da hätte ich solchen Mist eben nicht machen dürfen. Schließlich hatte ich doch einen tollen Job. Die Nachtschichten waren doch nun so schlimm nicht. Als ich da zaghaft was von meiner Gesundheit sagte, meinte sie: "Ach, das wäre schon noch eine Weile gegangen. So schnell brichst du schon nicht zusammen. Da hättest du dich eben ein bisschen zusammenreißen müssen. Aber du machst ja immer so sinnloses Zeug." Ach?
Und dann kam noch die Forderung: "Hör doch endlich mit diesen beschissenen Märkten auf! Das ist doch genauso sinnlos, wie alles andere, was du machst!"
Das mit dem besch... war O-Ton, sonst hätte ich das Wort nicht ausgeschrieben. Ja, so ist das. So denkt meine liebevolle treusorgende Mutter von mir:
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Sonntag, 21. Juni 2009, 09:36 Uhr
...habe ich mir da wieder an Land gezogen. Aber nun habe ich einmal angefangen mit dem Projekt, also werde ich es auch irgendwann einmal fertig stellen. Wann? Das will ich gar nicht wissen.
So sieht es aus:

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Freitag, 19. Juni 2009, 06:59 Uhr
...habe ich es einfach nicht geschafft, 5:29 Uhr aufzustehen. Das war die Zeit, die mein Wecker zeigte, als ich aus einem hässlichen Traum erwachte. Aber ich fühlte mich wie zerschlagen, und auch jetzt, eineinhalb Stunden später, geht es mir nicht besser. Tolle Voraussetzungen, um den ganzen Tag zu lernen und Abends in den Nachtdienst zu gehen.
GabKo, die morgen den ganzen Tag allein ist, weil ihr Mann am Vormittag zum Skat geht und danach irgendwo Platten auflegt, wünscht sich von mir, dass ich mit ihr zur Bierbörse gehe. Als ich ihr sagte, dass ich noch eine Nachtschicht habe, kam ganz vorwurfsvoll: "Ich dachte, du machst das nicht mehr!" Als ich ihr erklärte, dass der Monat ja noch nicht um sei und ich diese eine Schicht noch im Dienstplan hatte, meinte sie: "Na, es ist doch nur eine!" Was aber gar nicht so klang, wie die überstehst du schon, sondern wie da wirst du doch trotzdem mit mir weggehen können. Ja, vielleicht könnte ich. Am Abend, wenn MadDoxxx spielt. Aber das weiß ich heute noch nicht, das wusste ich gestern Mittag zwischen zwei Telefonaten mit Csilla, die meinen Rat wegen eines Marktstandes haben wollte, erst recht nicht. Ich bin im Moment nicht multitaskingfähig, weil ich nicht multidenken kann. Ich schaffe es kaum, mich auf den Moment zu konzentrieren, wie soll ich da entscheiden, wie ich mich morgen oder übermorgen fühle, wozu ich Lust habe und ob ich die Zeit für den Lehrgang nicht dringender brauche, als mir eine Band anzuhören, die zugegebener Maßen hörenswert ist?
Und WARUM muss ich immer alles begründen und mich immer für alles rechtfertigen? In einem Telefonat am Montag riet mir jemand ganz dringend, das Nein-Sagen zu lernen und das An-mich-Denken. Ich weiß auch, dass das dringend von Nöten wäre, aber das ist sehr schwer, denn wenn ich es dann schon einmal mache, wird es nicht akzeptiert. Wenn ich nein sage, will man eine Begründung. Und wenn ich die dann gebe [blöd, wie ich bin, gebe ich ja immer eine], wird sie nicht akzeptiert.
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Donnerstag, 18. Juni 2009, 21:44 Uhr
...fühlt sich mein gesamtes Leben im Moment so falsch an?
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Script by Alex