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Montag, 25. Juni 2001, 17:33 Uhr
Endlich Urlaub - endlich Garten!
Ganze zwei Wochen Entspannung gönne ich mir. Ich hatte mich schon soooo danach gesehnt.
Als erstes war Rasenmähen angesagt. Das hat ewig gedauert, und zwischendurch ging das Messer immer wieder fest, weil das Gras schon so hoch war. Dazwischen standen immer wieder Inseln aus Klee. Die hätte ich am liebsten stehen lassen, weil sie so schön blühten. Nun habe ich es aber geschafft, der Garten sieht gleich wieder richtig "brav" aus, und mir tut das Kreuz weh. Aber die Amseln freuen sich. Die hüpfen über die Wiese auf der Suche nach Würmern und allem möglichen Getier, das sie in ihren leuchtend orange-gelben Schnäbeln davon tragen. Im Fliederbusch hinter dem Schuppen sind auch zwei hübsche gefiederte Wesen zugange. Sie picken Samenkörner aus den alten vertrockneten Fruchtständen. Sie sind graubraun, etwas größer als Amseln und haben lange spitze Schnäbel. Ich kenne sie nicht, aber sie sehen hübsch aus, wie sie so ihren Geschäften nachgehen, ohne sich von meiner Anwesenheit im geringsten stören zu lassen.
Langsam wird es ruhig. Die Geräusche des Tages und der Betriebsamkeit nehmen ab, Vogelstimmen werden deutlicher, das Licht wird sanfter. Ein leiser Wind macht sich auf. Ich wünschte, ich könnte bleiben. Wenn es nur der KEIMZEIT-Chat wäre, an dem ich heute Abend teilnehmen will, würde ich meine endlich aufgeschlagenen Zelte wahrscheinlich nicht gleich wieder abbrechen. Aber es gibt noch andere Gründe, warum ich zurück fahren muss. Ich habe heute Morgen während meines Stöberns in fremden Tagebüchern einen Menschen gefunden, der sich ähnliche Gedanken über die Bedeutung von Freundschaften machte, wie ich vor kurzem (und eigentlich auch immer noch). Ich schrieb ihm eine Mail und er hat gleich geantwortet. Ich hab ihm versprochen, dass ich mich heute Abend noch mal melde. Also muss ich das ja wohl auch tun, oder?
Außerdem fand ich beim letzten Mail-Abruf vor meinem Start in die Erholungsphase noch einen Änderungsauftrag vom Museum. Dort ist man es gewöhnt, dass ich sofort reagiere, da ist ein halber Tag schon lang. Sie würden sicher nichts sagen, wenn die Änderungen morgen zum Dienstbeginn nicht verfügbar sind, aber wundern würden sie sich schon.
Tja, und letzten Endes muss ich morgen sowieso noch mal zurück, denn ab 8 Uhr braucht Frau J. meine Hilfe, 11 Uhr ist Beratung, gleich anschließend braucht Hanne meinen Rechner und irgendwann am Spätnachmittag oder frühen Abend will Matthias das kleine Netzwerk einrichten, damit Hanne dann auch mit Photoshop und anderen speicherintensiven Programmen arbeiten kann, wenn sie meinen kleinen Rechner benutzt.
Wenn danach noch nicht tiefdunkle Nacht ist oder sonst irgend etwas dazwischen kommt, packe ich meine Tasche und fahre wieder raus. Ansonsten dann am Mittwoch gleich in aller Frühe.
Ich freu mich!
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Script by Alex